Fit durch den Herbst

So können Sie jetzt die Abwehrkräfte stärken

+
Zwei Handvoll Obst täglich unterstützen den Körper bei der Abwehr von Erkältungen. Eine bunte Auswahl an Früchten deckt eine Vielzahl an Vitaminen ab.

Schnupfen und Husten gehören irgendwie zum Herbst. Wer sich vor den lästigen Nebenerscheinung der Jahreszeit schützen möchte, versorgt sich am besten mit viel Vitaminen und treibt regelmäßig Sport.

Die Temperaturen sinken, die Luft wird feuchter und schon beginnt sie wieder: die Erkältungszeit. Nur mit einem starken Immunsystem kommt man gesund durch die Schnupfen- und Grippe-Zeit. Doch wodurch bekommt der Körper genügend Abwehrkräfte?

Gemüse und Obst

Im Grunde ist das nicht schwer. Eine ausgewogene Ernährung aus natürlichen Lebensmitteln liefert unserem Körper alle wichtigen Nährstoffe, die das Immunsystem braucht. "Wer sich täglich drei Handvoll Gemüse und zwei Handvoll Obst gönnt und bei den Sorten auf viel Abwechslung achtet, nimmt die optimale Kombination aus Vitaminen, Mineralstoffen und sekundären Pflanzenstoffen auf. Insbesondere Vitamin A, C, D, E und B6 unterstützen unser Immunsystem", erklärt Anika Brieske, Ökotrophologin und Dozentin an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG)/BSA-Akademie.

Vitamine

"Tierische Lebensmittel wie Milch, Eigelb, oder Fisch sind gute Vitamin-A-Quellen. Reich an Vitamin C sind Beeren, Äpfel, Paprika, Brokkoli, Sanddorn und Kohl. Fetter Seefisch wie Hering, Lachs oder Makrele gelten als gute Vitamin-D-Lieferanten", führt die Ernährungswissenschaftlerin aus. Pflanzenöle und naturbelassene Nüsse seien ideale Vitamin-E-Quellen. Und Vitamin-B6 stecke unter anderem in Kartoffeln, Avocados und Milchprodukten. "Um Vitaminverluste zu reduzieren, bereiten Sie Gemüse möglichst schonend zu - etwa als Ofen- oder dampfgegartes Gemüse, als Rohkostsalat oder als gelber, roter oder grüner Smoothie", gibt die Ernährungsexpertin Tipps für die Küche. Der Kreativität seien hierbei keine Grenzen gesetzt.

Mineralstoffe

Neben den Vitaminen spielen auch die Mineralstoffe Zink und Selen eine wichtige Rolle bei der Stärkung des Immunsystems. Zink ist in Leber und Fleisch sowie in Linsen und Haferflocken enthalten. Selen steckt ebenfalls in Fleisch, Fisch, Hühnereiern und in Nüssen. Auch ausreichend Flüssigkeit ist wichtig. Zu dieser Jahreszeit bieten sich Ingwer-, Holunder- oder Lindenblütentee besonders gut an.

Schlaf

Für ein langfristig stabiles Immunsystem sollte der tägliche Kalorien- und Proteinbedarf gedeckt sein. "Um gesundzubleiben, braucht der Körper auch genügend Schlaf und Regenerationsphasen. Chronischer Stress sollte vermieden werden. Außerdem hilft in der kühlen Jahreszeit viel Bewegung", rät Brieske.

Wussten Sie's? Acht Mythen über Schnupfen - und was hilft

Irrtum Eins - Viel Vitamin C beugt einem Schnupfen vor. Studien haben gezeigt, dass Vitamin C – außer bei Extremsportlern, Erkältungskrankheiten nicht verhindern kann.
Irrtum Eins - Viel Vitamin C beugt einem Schnupfen vor. Studien haben gezeigt, dass Vitamin C – außer bei Extremsportlern, Erkältungskrankheiten nicht verhindern kann. © dapd/dpa
Irrtum Zwei: Am häufigsten steckt man sich in U- und S-Bahnen an. Die Erkältungsviren werden durch alles verbreitet, was mit dem Mund oder Nase eines erkälteten Menschen in Berührung kommt. Wer zum Beispiel an einer Türklinke mit Erregern in Kontakt kommt, bringt die Viren selbst zum Ziel.
Irrtum Zwei: Am häufigsten steckt man sich in U- und S-Bahnen an. Die Erkältungsviren werden durch alles verbreitet, was mit dem Mund oder Nase eines erkälteten Menschen in Berührung kommt. Wer zum Beispiel an einer Türklinke mit Erregern in Kontakt kommt, bringt die Viren selbst zum Ziel. © dpa
Irrtum Drei: Antibiotika helfen ­immer. Antibiotika vernichten nur Bakterien, Schnupfenerreger sind jedoch meist Viren. Nur selten kommt zusätzlich eine bakterielle Infektion hinzu, zum Beispiel eine Halsentzündung durch Streptokokken.
Irrtum Drei: Antibiotika helfen ­immer. Antibiotika vernichten nur Bakterien, Schnupfenerreger sind jedoch meist Viren. Nur selten kommt zusätzlich eine bakterielle Infektion hinzu, zum Beispiel eine Halsentzündung durch Streptokokken. © dpa
Irrtum Vier: Viel trinken hilft viel. Für die Idee, dass Flüssigkeit helfen könnte, den Schleim zu lösen, fehlt jeder wissenschaftliche Beweis. Hausmittel wie Wasserdampf inhalieren, Bettruhe und Brustwickel helfen, Schnupfen leichter zu überstehen.
Irrtum Vier: Viel trinken hilft viel. Für die Idee, dass Flüssigkeit helfen könnte, den Schleim zu lösen, fehlt jeder wissenschaftliche Beweis. Hausmittel wie Wasserdampf inhalieren, Bettruhe und Brustwickel helfen, Schnupfen leichter zu überstehen. © TKK
Irrtum Fünf: Schnäuzen ist besser als Nase hochziehen. Wer den Schleim in der Nase hochzieht, saugt ihn auch aus den Nebenhöhlen und entsorgt ihn im Magen. Beim Schnäuzen wird er nicht nur ins Taschentuch, sondern auch die Nebenhöhlen gedrückt. Dort bildet er einen Nährboden für Erreger.
Irrtum Fünf: Schnäuzen ist besser als Nase hochziehen. Wer den Schleim in der Nase hochzieht, saugt ihn auch aus den Nebenhöhlen und entsorgt ihn im Magen. Beim Schnäuzen wird er nicht nur ins Taschentuch, sondern auch die Nebenhöhlen gedrückt. Dort bildet er einen Nährboden für Erreger. © obs /Tempo
Irrtum Sechs: Erkältungen kann man in der Sauna ausschwitzen. Bloß nicht. Saunagänge stärken den Kreislauf und regen das Immunsystem an, solange man gesund ist. Aber bei einer Infektion belasten sie den Körper zusätzlich und können die Krankheit verschlimmern. Die wirksamste Medizin ist übrigens Schlafen.
Irrtum Sechs: Erkältungen kann man in der Sauna ausschwitzen. Bloß nicht. Saunagänge stärken den Kreislauf und regen das Immunsystem an, solange man gesund ist. Aber bei einer Infektion belasten sie den Körper zusätzlich und können die Krankheit verschlimmern. Die wirksamste Medizin ist übrigens Schlafen. © dpa
Irrtum Sieben: Ein Schnupfen ist harmlos. Sind die Schleimhäute durch Viren geschädigt, haben Bakterien leichtes Spiel. Erkältungen können weiteren Erregern die Tür öffnen. Nicht selten kommt es zu einer Infektion der Nasennebenhöhlen (Sinusitis), die zu starken Kopfschmerzen führen kann.
Irrtum Sieben: Ein Schnupfen ist harmlos. Sind die Schleimhäute durch Viren geschädigt, haben Bakterien leichtes Spiel. Erkältungen können weiteren Erregern die Tür öffnen. Nicht selten kommt es zu einer Infektion der Nasennebenhöhlen (Sinusitis), die zu starken Kopfschmerzen führen kann. © dpa
Übrigens: Beginnt die Erkrankung mit hohem Fieber, Schüttelfrost, Muskel- und Gliederschmerzen, handelt es sich nicht um Schnupfen, sondern um eine Grippe (Influenza).
Übrigens: Beginnt die Erkrankung mit hohem Fieber, Schüttelfrost, Muskel- und Gliederschmerzen, handelt es sich nicht um Schnupfen, sondern um eine Grippe (Influenza). © dpa
Irrtum Acht: Gelbgrünlicher Schleim ist ein Anzeichen für eine Bakterieninfektion. An der Farbe allein kann man nicht erkennen, welche Erreger die Beschwerden auslösen. Bessert sich die Erkrankung nicht binnen einer Woche, sollte auf jeden Fall ein Arzt um Rat gefragt werden.
Irrtum Acht: Gelbgrünlicher Schleim ist ein Anzeichen für eine Bakterieninfektion. An der Farbe allein kann man nicht erkennen, welche Erreger die Beschwerden auslösen. Bessert sich die Erkrankung nicht binnen einer Woche, sollte auf jeden Fall ein Arzt um Rat gefragt werden. © dpa

dpa

Auch interessant

Meistgelesen

Teuerste Therapie der Welt für Baby John: Nur Zwei-Millionen-Euro-Spritze kann ihn retten
Teuerste Therapie der Welt für Baby John: Nur Zwei-Millionen-Euro-Spritze kann ihn retten
Mann isst Gecko nach einer Wette: Mutprobe nimmt unfassbar trauriges Ende
Mann isst Gecko nach einer Wette: Mutprobe nimmt unfassbar trauriges Ende
Verblüffend: Dieser Faktor beeinflusst wirklich, ob Sie im Alter gesund bleiben
Verblüffend: Dieser Faktor beeinflusst wirklich, ob Sie im Alter gesund bleiben
Warum Sie statt Wasser Milch trinken sollten - Forscher weisen verblüffende Wirkung nach
Warum Sie statt Wasser Milch trinken sollten - Forscher weisen verblüffende Wirkung nach

Kommentare