Wann Hilfe nötig ist

Freudlos und erschöpft: Warnsignale für Depressionen

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Oft bemerken Betroffene und ihr Umfeld Depressionen erst sehr spät.

Wer an Depressionen leidet, erkennt dies oft erst, wenn die psychische Belastung schon weit fortgeschritten ist. Umso wichtiger ist es, dass Familie und Freunde einschreiten, wenn sie erste Anzeichen bemerken.

Wenn sich ein Freund oder Angehöriger über nichts mehr freuen kann und permanent erschöpft scheint, kann eine Depression dahinterstecken. Auch Schlafstörungen, Schmerzen und ein Zwang zum Grübeln sind Alarmsignale.

Häufig gewöhnen sich aber sowohl der Betroffene selbst als auch das Umfeld an die Symptome, so dass diese als Aspekt der Persönlichkeit und nicht als behandlungsbedürftige Erkrankung angesehen werden.

Deshalb bleibe die eigentlich notwendige Therapie oft aus, warnt die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN). Freunde oder Angehörige sollten Betroffene dazu bewegen, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Oft sei es sinnvoll, gemeinsam zum Arzt oder in die Notfallambulanz einer Klinik zu gehen - der Betroffene hat von sich aus oft nicht die Kraft dazu.

Erschöpfte Promis: Sie litten unter Burnout

Pop-Sängerin Mariah Carey ließ sich im Sommer 2001 in eine Klinik einweisen. Der Grund: Bodenlose Erschöpfung. © dpa
Bruce Darnell hat viele schöne Momente erlebt - hier ist er bei der Verleihung der "Goldenen Kamera" 2010 für die Casting-Show "Das Supertalent" zu sehen. Aber auch Darnell hat unter Erschöpfungszuständen gelitten. © dpa
Burnout-Syndrom
Ralf Rangnick leidet unter einem Erschöpfungssyndrom. © dpa
Die Schlagersängerin Michelle, Ex-Freundin von Matthias Reim, litt unter Burnout. © dpa
Die Professorin Miriam Meckel (rechts), hier mir ihrer Lebensgefährtin Anne Will, hat ein Buch über ihr Burnout-Leiden geschrieben. © dpa
Auch der Schweizer Pop-Star Patrick Nuo litt an der Erkrankung. "Ich fühlte mich ausgebrannt und kam an einen Punkt, an dem ich körperlich und geistig an meine Grenzen stieß", sagte er einmal über die Zeit. © dpa
TV-Coach Tim Mälzer konnte nach eigenen Angaben einen Burnout durch einen Coach noch verhindern. © dpa
Die Popband Rosenstolz sagte 2009 viele Termine ab, weil ihr Sänger und Komponist Peter Plate am Burnout-Syndrom erkrankt war. © dpa
Sebastian Deisler: Nach einem Klinikaufenthalt im Herbst 2003 hieß es über den Profi-Fußballer, er sei depressiv und ausgebrannt. 2007 beendete er seine Karriere. © dpa
Sven Hannawald hat das Ende seiner Skisprung-Karriere öffentlich mit einem Burnout-Syndrom begründet. © dpa

dpa/tmn

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