Ein Ende ist noch nicht in Sicht

Grippe in Bayern: Zahl der Patienten steigt weiter

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Anti-Erkältungsmittel wie Nasenspray, Halstabletten und Papiertaschentücher liegen auf einem Tisch.

München - Die Zahl der Grippe-Patienten in Bayern hat in der vergangenen Woche noch einmal kräftig zugelegt. Ein Ende ist noch immer nicht in Sicht. Das Infektionsrisiko war in Oberbayern am höchsten.

Knapp sechs Wochen nach ihrem Ausbruch ist noch kein Ende der Grippewelle in Bayern in Sicht. Die Zahl der Grippeerkrankungen habe vergangene Woche noch einmal kräftig zugelegt. "Der Anstieg scheint aber inzwischen etwas langsamer zu verlaufen", sagte eine Sprecherin des Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL).

Nach ihren Angaben wurden den bayerischen Gesundheitsämtern 2370 neue Infektionen mit Influenza-Viren gemeldet. Das seien zwar etwas weniger als in der Vorwoche, als die Landesbehörde samt der nachgemeldeten Fälle mehr als 2500 Neuerkrankungen registriert hatte. Aber es seien deutlich mehr als zum selben Zeitpunkt des Vorjahres.

Vergangene Woche Infektionsrisiko in Oberbayern am höchsten

Damit schnellte die Zahl der seit Jahresanfang Infizierten auf 10.227 Fälle hoch. Die Gesamtzahl der bayerische Grippe-Patienten übersteigt somit die vergleichbare Vorjahreszahl um das achteinhalbfache. 2014 sei allerdings ein ausgesprochen schwaches Grippejahr gewesen, gab die LGL-Sprecherin zu bedenken. Zudem sei die Dunkelziffer groß: Nicht alle Grippe-Patienten gingen zum Arzt, nicht alle Ärzte machten einen Grippetest.

Gemessen an den neuesten Influenza-Zahlen bestand in der vergangenen Woche das höchste Infektionsrisiko in Oberbayern. Von dort meldeten Ärzte und Krankenhäuser bis zum Freitag 503 neue Infektionen, gefolgt von 433 in Niederbayern, 406 in der Oberpfalz und 400 in Mittelfranken. Dagegen gab es in Unterfranken nur 106 neue Fälle, 170 waren es in Schwaben, 352 in Oberfranken.

dpa

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