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Grippe behandeln: Viele Medikamente lindern die Symptome, doch nur eine Arzneistoffgruppe bekämpft die Viren

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Von: Juliane Gutmann

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Die Grippesaison ist angebrochen. Was tun, wenn es einen erwischt hat? Die echte Virusgrippe kann ursächlich nur mit einer Medikamentengruppe therapiert werden.

Die Nase läuft, der Hals schmerzt und das Fieberthermometer zeigt erhöhte Temperatur: In den meisten Fällen steckt ein grippaler Infekt, verursacht durch Erkältungsviren dahinter. Wenn Erkältungssymptome ganz plötzlich einsetzen und die Beschwerden einen ans Bett fesseln, kann aber auch die echte Grippe dahinterstecken. Diese wird durch Influenzaviren verursacht.

Doch wie erkenne ich die echte Virusgrippe, neben starken Beschwerden und dem plötzlichen Einsetzen der Symptome? Die Lungenärzte im Netz führen folgende Grippe-Hauptsymptome auf:

Eine Frau hält ein digitales Fieberthermometer in der Hand.
Fieber ist ein Symptom, das mit einer echten Virusgrippe einhergehen kann. © K. Schmitt/Imago

Grippe behandeln: In den meisten Fällen helfen Bettruhe, Hausmittel und das Lindern der Symptome

Diverse frei verkäufliche Arzneimittel aus Drogerie und Apotheke lindern Erkältungs- und Grippesymptome. So hilft der Wirkstoff Ibuprofen bei Kopfschmerzen, Pastillen mit schmerzstillenden Inhaltsstoffen machen Halsschmerzen erträglicher und Arzneitees gegen Appetitlosigkeit können den Hunger zurückbringen. Auch eine Reihe an Hausmitteln entfalten Nutzen bei Husten, Halsschmerz, Schnupfen und Kopfschmerzen. So schwören viele Menschen auf Schwitzkuren, selbst hergestellten Hustensirup oder das Inhalieren von Kamillentee.

Doch all diese Maßnahmen bekämpfen nur die Symptome, die die Infektion mit Influenzaviren zur Folge hat. Um ursächlich gegen das Virus vorzugehen, müssen sogenannte Virustatika zum Einsatz kommen. Dabei handelt es sich um antivirale Medikamente, also Mittel, die Viren hemmen. Wie die Apotheken Umschau informiert, zählen die Arzneistoffe Oseltamivir und Zanamivir zu den gegen Grippeviren wirksamen Substanzen. Sie können gezielt gegen Influenzaviren vorgehen, indem sie die Neuraminidase, eines der Oberflächenmoleküle des Virus, hemmen, heißt es vonseiten der Apotheken Umschau. Auf diese Weise können sich die Viren nicht mehr ungehindert im Körper verbreiten.

Mehr zum Thema: Infekte legen Bürger lahm: RKI meldet verfrühten Beginn der Erkältungswelle

Virustatika gegen Grippe: Nur bei bestimmten Patientengruppen sinnvoll

Ursächlich gegen Grippeviren wirksame Medikamente kommen nur selten zum Einsatz. Das Immunsystem gesunder Erwachsener und Kinder wird mit Influenzaviren in der Regel gut fertig. Jedoch sollte man sich schonen: Bettruhe sei wichtig, damit die Grippe schnell ausheilt, so die Empfehlung der Apotheken Umschau. Virustatika seien bei Personen ohne Vorerkrankungen in der Regel nicht notwendig. Bei Patienten mit chronischen Erkrankungen, Immunschwäche und bei Grippe-Komplikationen wie einer Lungenentzündung würden antivirale Medikamente aber durchaus Sinn ergeben, weil sie das Risiko eines schweren Krankheitsverlaufs reduzieren, heißt es weiter. (jg)

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