Schutz für Herbst und Winter

Grippe-Impfung für Diabetiker besonders wichtig

+
Laut Ständiger Impfkommission in Deutschland sollten sich Diabetiker gegen Grippe impfen lassen.

Für Diabetiker und chronisch Kranke ist die Grippe-Schutzimpfung im Herbst besonders wichtig. Bei ihnen verlaufe die Krankheit oft besonders schwer, erklärt das Deutsche Grüne Kreuz (DGK) zu Beginn der Grippe-Saison.

Da das Immunsystem von Diabetikern unter anderem durch den hohen Blutzuckerspiegel geschwächt ist, würden Influenza-Viren häufiger schwere Atemwegsinfekte auslösen. Auch die Ständige Impfkommission in Deutschland empfiehlt Diabetikern die Impfung.

"Studien zeigen immer wieder, dass Diabetiker anfälliger sind für ernste Komplikationen durch eine echte Grippe als Menschen ohne Diabetes", erklärt DGK-Immunologin Ute Arndt.

Eine aktuelle Studie belegt: Gegen Grippe geimpfte Typ-2-Diabetiker wurden seltener wegen eines Herzinfarkts, Schlaganfalls oder Herzinsuffizienz in eine Klinik eingewiesen als Impfverweigerer. Das ermittelten Wissenschaftler aus England auf Grundlage der Daten der vergangenen Influenza-Epidemien. Auch die Sterberate infolge der Grippe-Infektion sei geringer gewesen, so die Forscher.

dpa/tmn

Der lebensrettende Pieks: Diese Risikogruppen sollten sich gegen Grippe impfen lassen

Die Ständige Impfkommission des Robert Koch-Instituts (RKI) in Berlin gibt Empfehlungen ab, welche Menschen sich impfen lassen sollten. Gehören Sie auch zur Risikogruppe? (Stand: Juli 2013) © dpa
Das Immunsystem älterer Menschen reagiert zwar weniger stark auf die Impfung, dennoch empfehlen die Experten das Serum. Im Falle einer Erkrankung fallen die Symptome schwächer aus. Da für Menschen über 60 Jahre ein erhöhtes Risiko für schwere oder gar tödliche Komplikationen besteht, ist die Impfung dringend angebracht. © dpa
Wie bei älteren Menschen besteht auch bei Schwangeren ein erhöhtes Risiko für schwere Krankheitsverläufe. Daher raten die Gesundheitsexperten auch werdenden Müttern ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel zur Impfung. Schwangere, die bereits an einer Grunderkrankung leiden, können sich nach Absprache mit dem Arzt auch schon früher pieksen lassen. © dpa
Erwachsene und Kinder, die an einer chronischen Erkrankung wie beispielsweise Asthma leiden, gehören ebenfalls zu den Risikogruppen. © fkn, Mundipharma
Auch Menschen mit chronischen Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinsuffizienz oder Bluthochdruck wird die Grippe-Impfung nahe gelegt. © dpa
Kinder dürfen frühestens ab einem Alter von sechs Monaten gegen die Grippe geimpft werden. © dpa
Wer an chronischen Stoffwechsel-Erkrankungen wie Zucker (Diabetes Mellitus), an chronischen Nierenerkrankungen, Blutarmut (Anämie), an angeborenen oder erworbenen Immunstörungen wie Abwehrschwäche nach Organtransplantationen, bei Chemotherapien oder HIV-Infektionen leidet, sollte sich die Grippe-Impfung nicht entgehen lassen. © dpa
Ebenso Menschen mit chronisch neurologischen Krankheiten wie beispielsweise Multipler Sklerose gehören zu den Risikogruppen. © dpa
Mitarbeiter in Krankenhäusern, Pflegeheimen oder Arztpraxen oder Angestellte in Einrichtungen mit erhöhtem Publikumsverkehr laufen Gefahr, durch ihre Arbeit sich selbst oder andere anzustecken - die Grippe-Impfung ist daher eigentlich Pflicht. © dpa
Die Bewohner von Pflege- und Altenheimen sind ebenfalls besonders gefährdet. © dpa
Urlauber ab 60 Jahren oder chronisch Kranke, die verreisen wollen, sollten sich spätestens zwei Wochen vor der Abreise pieksen lassen. © dpa
Menschen, die häufig mit Geflügel, auch mit Wildvögeln in Berührung kommen, zählen auch als Risikogruppe. © dpa
NICHT impfen lassen dürfen sich Menschen, die allergisch reagieren auf Hühnereiweiß. Der Impfstoff wird in Hühnereiern gezüchtet. Wer aktuell unter Fieber leidet, sollte mit der Imfpung warten, bis die Erkrankung abgeklungen ist. © 
Die meisten Krankenkassen in Deutschland übernehmen freiwillig die Kosten für die saisonale Grippeimpfung. Über-60-Jährige und chronisch Kranke müssen in der Regel nichts bezahlen. © dpa

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

So können Sie einen Herzinfarkt erkennen - und zwar bereits eine Woche zuvor
So können Sie einen Herzinfarkt erkennen - und zwar bereits eine Woche zuvor
Unglaubliche Geschichte: Frau trinkt vier Wochen lang jeden Tag drei Liter Wasser - so schaut sie danach aus
Unglaubliche Geschichte: Frau trinkt vier Wochen lang jeden Tag drei Liter Wasser - so schaut sie danach aus
Herpes-Viren Auslöser von Multipler Sklerose? Neue Studie mit erschreckendem Ergebnis
Herpes-Viren Auslöser von Multipler Sklerose? Neue Studie mit erschreckendem Ergebnis
Dschungelcamp 2020: Eine Tasse Reis, eine Tasse Bohnen pro Tag - Das macht die Dschungeldiät mit dem Körper
Dschungelcamp 2020: Eine Tasse Reis, eine Tasse Bohnen pro Tag - Das macht die Dschungeldiät mit dem Körper

Kommentare