Joseph Hannesschläger ist tot: „Rosenheim Cops“-Star verliert Kampf gegen Krebsleiden

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Dienstag, 5. Juli, 18 Uhr, bei uns im Pressehaus

Große tz-Pflegediskussion mit Experten und Lesern

München - Das Thema Pflege spaltet! Die tz will Ihnen, liebe Leser, Gelegenheit geben, bei diesem wichtigen Thema mitzureden. Wir laden Sie zur großen tz-Pflegediskussion ein.

Sind Sie unzufrieden mit der Pflege Ihrer Angehörigen? Oder finden Sie, dass der Pflegeberuf durch Kritiker zu sehr in den Schmutz gezogen wird? Das Thema Pflege spaltet! Die tz will Ihnen, liebe Leser, Gelegenheit geben, bei diesem wichtigen Thema mitzureden. Neben Vertretern aus allen Bereichen der Pflege sowie Deutschlands bekanntestem Heim-Kritiker Claus Fussek wird auch Daniel Drepper vom Recherche-Zentrum correctiv bei der Diskussion am Dienstag Rede und Antwort stehen.

Ein Jahr lang recherchierten Drepper und sein Team für die tz-Pflegeserie und das Buch : Jeder pflegt allein. Wie es in deutschen Heimen wirklich zugeht. In diesem Buch begleitet der Autor vier Pfleger, die für gute Pflege kämpfen. Und scheitern. Und weiterkämpfen. Das Buch beschreibt Personalmangel, Ausbeutung der Pflegekräfte, Bürokratie, mangelhafte Finanzierung durch die Selbstverwaltung, Renditestreben der Betreiber… Und correctiv schickte den Journalisten Michael Schomers (66) als vermeintlich Pflegebedürftigen in ein Heim in Bremen. Dort erlebte der correctiv-Reporter am eigenen Leib, wie es Millionen Pflegeheim­bewohnern ergeht. Zum Beispiel, dass sie viel zu wenig zu trinken bekommen, austrocknen! Hier ein Auszug aus Schomers Pflege-Tagebuch:

„Ich trinke aus einer Flasche, die ich in meinem Schrank versteckt habe. Die Flasche Wasser, die offen auf meinem Tischchen steht, habe ich seit zwei Tagen nicht angerührt. Seit zwei Tagen hat sie exakt denselben Pegel. Doch in der Dokumentation, die ich eine Woche nach meinem Auszug bekomme, steht für den heutigen Tag notiert, exakt um 11.02 Uhr: ‚Herr S. trinkt im Durchschnitt 1500 ml Flüssigkeit in 24 Stunden‘. Eine glatte Lüge.“ Der Heimbetreiber, die Residenzgruppe, erklärt zu Schomers Vorwurf: Das Protokoll von Herrn Schomers weise „eine tägliche Trinkmenge von 1250 bis 1700 ml aus“, woraufhin die Pfleger die Kontrolle am fünften Tag beendet hätten. „Woher die tägliche Trinkmenge im Protokoll der ersten Tage stammt, schreibt die Residenzgruppe nicht“, so Schomers.

Keine Zeit, die Trinkmenge der Heimbewohner zu kontrollieren – Alltag in deutschen Pflegeheimen. Auch darüber werden wir bei unserer tz-Diskussion sprechen …

Melden Sie sich an!

Kommen Sie zur großen tz-Pflegediskussion am Dienstag, 5. Juli, 18 Uhr, im Pressehaus Bayerstraße. Diskutieren Sie mit! Anmeldung bitte unter der Telefonnummer 089/5306 522. Oder per E-Mail unter ingrid.flink@tz.de. Die Zahl der Plätze ist begrenzt!

Sie sprechen auf dem Podium im Pressehaus

Dr. med. Ottilie Randzio: Ihre Aufgabe ist die Bewertung der Heime: Dr. Randzio ist Vize-Geschäftsführerin des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung Bayern.

Simone Heimkreiter: Sie bildet Pfleger aus: Die Ex-Heimleiterin will, dass „ich mich in 40 Jahren als alte Frau in einer adäquaten Versorgungsstruktur gut aufgehoben weiß“.

Claus Fussek: Er ist der bekannteste Pflege-Kritiker Deutschlands: Seit Jahren kämpft der Sozial­pädagoge und ­Autor gegen Missstände in Heimen. Für sein Engagement bekam er 2008 das Bundesverdienstkreuz.

Dietmar Gaiser: Der tz-Bürgeranwalt wird die Diskussion leiten. Als Ex-Moderator der legendären BR-Sendung Jetzt red i hat Gaiser Erfahrung im Umgang mit Themen, die uns auf den Nägeln brennen.

Daniel Drepper: Der Journalist des unabhängigen Recherchenetzwerks correctiv attackiert in seinem Buch Jeder pflegt allein unter anderem das Notensystem des Medizinischen Dienstes für Pflegeheime.

Armin Heil: „Mir ist es wichtig, Menschen die Angst vor der Pflegebedürftigkeit zu nehmen“, so das Credo des Pflegedienstleiters der Ambulanten Krankenpflege Tutzing.

Evelyn Klenz: Seit 2012 leitet die 36-Jährige das AWO Sozialzentrum in Laim. Evelyn Klenz arbeitete zuvor schon in mehreren Münchner AWO-Heimen, u.a. in Oberschleißheim und im Hasenbergl.

Rubriklistenbild: © dpa

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