Nur noch ein Stück "Gemüse"

Gruselig: Junge Frau galt vier Jahre lang als hirntot – doch sie bekam alles mit

Vier Jahre lang galt Victoria Arlen als hirntot – die Ärzte gaben die Hoffnung auf. Sie war gefangen in ihrem eigenen Körper. Doch sie kämpfte sich ins Leben zurück.

Eine Horrorvorstellung: Mit gerade mal elf Jahren baute Victoria Arlen Stück für Stück ab und begann, vor den Augen ihrer Mutter zu zerfallen. Erst war sie ständig krank, dann konnte sie ihre Beine nicht mehr bewegen. Zum Schluss verlor sie völlig die Kontrolle über ihren Körper und versank schließlich im August 2006 in tiefste Dunkelheit.

Mit elf begann Victoria Arlens Martyrium – gefangen im eigenen Körper

Erst im Januar 2009 erlangte die heute 23-Jährige ihr Bewusstsein zurück – doch sie konnte sich nicht verständigen. Arlen lag im Wachkoma – "Ich war wie ein Geist, der in der Hülle eines Menschen lebte. Die Lichter wurden im August 2006 für mich ausgeknipst, soweit ich mich erinnere. Und dann war es plötzlich Januar 2009, als ich plötzlich wieder bei Bewusstsein bin", verrät sie gegenüber dem US-Fernsehsender CNN.

Ihre Umwelt bemerkte gar nicht, dass Arlen alles mitbekam, was gesprochen wurde – auch die erschütternden Worte, die die Ärzte für ihren Zustand fanden. "Die Ärzte waren sich sicher, dass es das war. Ich würde es nicht überleben. Und selbst wenn, dann würde ich für immer ein Stück Gemüse sein." Zudem litt die US-Amerikanerin unter schlimmen Epilepsie-Anfällen, die bis zu 20 Stunden anhielten.

Ein Schlafmittel half ihr, wieder zu genesen

Damit ihr Körper wenigstens ein wenig Ruhe finden kann, gaben ihr die Ärzte daraufhin ein Schlafmittel. Zum Glück. Dieses beruhigte ihre Nerven schließlich so stark, dass sie allmählich wieder die Kontrolle über ihre Augen erhielt. Über diese begann sie, wieder mit ihrer Mutter zu kommunizieren, indem sie blinzelte. Bald darauf gaben ihr die Ärzte weitere Medikamente gegen ihre Anfälle.

Schließlich kam heraus: Arlen litt gleich unter zwei Autoimmun-Erkrankungen, die zu Entzündungen in ihrem Gehirn und ihrem Rückenmark geführt hatten. Doch die junge Frau ließ sich nicht unterkriegen – und begann eine Reha und Sprachtherapie. Sie kämpfte sich über Jahre Stück für Stück wieder in ihr Leben zurück – und kann heute sogar wieder gehen.

Weltrekord gebrochen, Fernsehgesicht – so geht es der jungen Frau heute

Außerdem nahm sie 2012 an den paralympischen Spielen in London teil, wo sie einen Weltrekord brach – und drei Silbermedaillen und eine Goldmedaille einheimste. Heute ist Arlen Moderatorin bei einer US-Nachrichtensendung, hat kürzlich bei der US-Version "Let's Dance" erfolgreich teilgenommen und eine Stiftung namens "Victoria's Victory Foundation" gegründet. Mit dieser hat sie sich zum Ziel gemacht, Betroffene wie sie finanziell zu unterstützen, ihre Träume doch noch zu verwirklichen.

Lesen Sie hier: Dieser jungen Frau ging es ähnlich - sie erlitt einen Schlaganfall und erlebte danach die Hölle.

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jp

Aufgepasst: Das sind die acht häufigsten Irrtümer über Zecken

Von April bis September lauern sie auf ihre Wirte: Holzbock, Schafzecke oder die braune Hundezecke. Doch über Zecken existieren etliche Mythen. Wir klären die häufigsten Irrtümer auf.
Von April bis September lauern sie auf ihre Wirte: Holzbock, Schafzecke oder die braune Hundezecke. Doch über Zecken existieren etliche Mythen. Wir klären die häufigsten Irrtümer auf. © dpa
Mythos I: Zecken fallen nur von Baumkronen.
Mythos I: Zecken fallen nur von Baumkronen. © dpa
Dass Zecken nur von Bäumen auf ihre Wirte fallen, ist ein weit verbreiteter Irrglaube. Die Blutsauger halten sich vielmehr in hohen Gräsern und im Unterholz in einer Höhe von bis zu 1,50 Meter auf. Entsprechend sollte bei Spaziergängen geschlossene Kleidung mit langen Ärmeln und langen Hosen getragen werden.
Dass Zecken nur von Bäumen auf ihre Wirte fallen, ist ein weit verbreiteter Irrglaube. Die Blutsauger halten sich vielmehr in hohen Gräsern und im Unterholz in einer Höhe von bis zu 1,50 Meter auf. Entsprechend sollte bei Spaziergängen geschlossene Kleidung mit langen Ärmeln und langen Hosen getragen werden. © dpa
Mythos II: Zecken mit Öl und Klebstoff entfernen.
Mythos II: Zecken mit Öl und Klebstoff entfernen. © dpa
Ja keine Zeckenbeseitigung mit Hilfe von Öl und Klebstoff. Die Zecke wird dadurch zwar erstickt, gibt aber im Todeskampf vermehrt Viren (FSME) und Bakterien (Borreliose) in die Blutbahn ab. Die Zecke sollte nur mit einer Zeckenpinzette oder ärztlich entfernt werden.
Ja keine Zeckenbeseitigung mit Hilfe von Öl und Klebstoff. Die Zecke wird dadurch zwar erstickt, gibt aber im Todeskampf vermehrt Viren (FSME) und Bakterien (Borreliose) in die Blutbahn ab. Die Zecke sollte nur mit einer Zeckenpinzette oder ärztlich entfernt werden. © dpa
Mythos III: Ein weiterer Irrtum ist, dass Zecken sofort entfernt werden müssen.
Mythos III: Ein weiterer Irrtum ist, dass Zecken sofort entfernt werden müssen. © ap
Zecken: Die häufigsten Irrtümer
Ruhe bewahren: Denn wenn Zecken zu abrupt von der Haut entfernt werden, können Teile ihres Körpers abreißen und zu Infektionen führen. © ap
Mythos IV: Infektionen durch Zecken gibt es nur in Risikogebieten.
Mythos IV: Infektionen durch Zecken gibt es nur in Risikogebieten. © ap
Infizierte Zecken gibt es überall in Deutschland. Es ist also auch überall von möglichen Infektionen auszugehen.
Infizierte Zecken gibt es überall in Deutschland. Es ist also auch überall von möglichen Infektionen auszugehen. © ap
Mythos V: Eine Zeckeninfektion ist kein Unfall.
Mythos V: Eine Zeckeninfektion ist kein Unfall. © ots
Falsch ist die Annahme, dass Zeckenbissinfektionen nicht von der Unfallversicherung abgedeckt werden. Eine aus einer Infektion mit einem Erreger der Infektionskrankheiten Borreliose und Frühsommermeningitis resultierende Invalidität ist in der Unfallversicherung mitversichert.
Falsch ist die Annahme, dass Zeckenbissinfektionen nicht von der Unfallversicherung abgedeckt werden. Eine aus einer Infektion mit einem Erreger der Infektionskrankheiten Borreliose und Frühsommermeningitis resultierende Invalidität ist in der Unfallversicherung mitversichert. © ots
Mythos VI: Mit richtiger Kleidung kann ich mich schützen.
Mythos VI: Mit richtiger Kleidung kann ich mich schützen. © dpa
Im Prinzip halten Gummistiefel und lange Hosen Zecken ab oder zumindest auf. Sicheren Schutz kann Kleidung allein jedoch nicht gewähren. Zecken können auf der Suche nach einer geeigneten Stichstelle eine ganze Weile herumkrabbeln.
Im Prinzip halten Gummistiefel und lange Hosen Zecken ab oder zumindest auf. Sicheren Schutz kann Kleidung allein jedoch nicht gewähren. Zecken können auf der Suche nach einer geeigneten Stichstelle eine ganze Weile herumkrabbeln. © dpa
Mythos VII: Zecken können verhungern.
Mythos VII: Zecken können verhungern. © zecken.de
Mit einer einzigen Blutmahlzeit kann eine Zecke sehr lange überleben. Im Labor konnten Zecken, die vorher Blut gesaugt hatten, bis zu zehn Jahre lang ohne weitere Nahrung überleben.
Mit einer einzigen Blutmahlzeit kann eine Zecke sehr lange überleben. Im Labor konnten Zecken, die vorher Blut gesaugt hatten, bis zu zehn Jahre lang ohne weitere Nahrung überleben. © zecken.de
Mythos VIII: FSME Frühsommer-Menigoenzephalitis kommt nur im Frühsommer vor.
Mythos VIII: FSME Frühsommer-Menigoenzephalitis kommt nur im Frühsommer vor. © zecken.de
Der Name der Krankheit täuscht. Die Zecken, die FSME übertragen, sind ab sieben Grad Celsius aktiv. Liegt im Winter über einen längeren Zeitraum die Temperatur darüber, bleiben die Zecken aktiv und können auch in dieser Jahreszeit zustechen und Menschen infizieren.
Der Name der Krankheit täuscht. Die Zecken, die FSME übertragen, sind ab sieben Grad Celsius aktiv. Liegt im Winter über einen längeren Zeitraum die Temperatur darüber, bleiben die Zecken aktiv und können auch in dieser Jahreszeit zustechen und Menschen infizieren. © zecken.de

Rubriklistenbild: © Facebook / Victoria Arlen (Screenshot)

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