Die besten Tipps

Diese Hausmittel helfen wirklich

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Tablette oder Hausmittel? Die Hausmittel helfen wirklich.

München - Bei jedem von uns finden sich daheim im Vorratsschrank Lebensmittel, deren medizinische Inhaltsstoffe unsere Gesundheit unterstützen können. Die tz erklärt die besten Hausmittel.

Die Mehrheit aller verschreibungspflichtigen Medikamente wird aus pflanzlichen oder tierischen Substanzen gewonnen. Darunter sind so bekannte Mittel wie Morphine aus Schlafmohn, das Schmerzmittel Acetysalicylsäure (Aspirin) aus der Silberweide und die Krebsbekämpfer Vinblastin und Vincristin aus der Blütenpflanze Madagaskar-Immergrün. Von einer Viper stammen die blutdrucksenkenden ACE-Hemmer. Ohne Mikroben gäbe es weder Antibiotika wie Penizillin noch die als Statine bekannten Cholesterinsenker. Und auch bei jedem von uns finden sich daheim im Vorratsschrank Lebensmittel, deren medizinische Inhaltsstoffe unsere Gesundheit unterstützen können. Mit der Biologin Dr. Andrea Flemmer erklärt die tz die besten Hausmittel und Tipps.

Stimmungsschwankungen: Wenn die Laune sinkt, schnell ein paar Datteln essen. Es ist die Frucht mit dem höchsten Anteil an Glückstoffen. Dr. Andrea Flemmer: „Datteln enthalten wie auch Bananen und Bitterschokolade eine Vorstufe des Serotonins, das als Glückshormon bezeichnet wird.“Auch Kaffee hilft, die Stimmung zu heben. Keine Angst vorm Koffeingenuss, so die Expertin Flemmer: „Ich hoffe, dass keiner mehr glaubt, dass Kaffee entwässert. Das ist ein Mythos und stimmt absolut nicht.“

Vor Krebs schützen: Gut, wer gern Kartoffelsalat mag – dieser ist nämlich eine effektive Vorsorge gegen Magen- und Darmkrebs. Wenn gekochte Kartoffeln abkühlen, entsteht eine kristalline Stärke, die vor der Entstehung von Tumoren schützt. Von der Carstens-Stiftung, die auf dem Gebiet der Komplementärmedizin forscht, kommt eine Studie für alle Grillfreunde: Wer sein Fleisch vor dem Grillen in Bier, am besten in Schwarzbier, mariniert, verringert die Entstehung von krebserregenden Stoffen, den polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen, die sich bilden, wenn Fett in die Holzkohle tropft.

Verstopfung: Man muss nicht gleich zum Abführmittel greifen. Andrea Flemmer: „Man glaubt gar nicht, wie gut Sauerkraut hilft. Der saure ph-Wert bringt den Darm in Schwung.“ Zusätzlich holt man sich eine ordentliche Portion Vitamin C! Flemmer: „In allen Kohlarten steckt eine Vorstufe von Vitamin C. Dieses Asorbigen wird erst durch Erhitzen aktiviert. Das erklärt, warum die Menschen früher kein Vitamin C-Mangel bekamen, wenn sie den ganzen Winter über Sauerkraut gegessen haben.“

Durchfall: Bei Durchfall hilft Heidelbeersaft. Flemmer: „Der wirkt wie Wunder. Ich habe ihn immer zu Hause.“ Den Saft gibt es als konzentrierten Muttersaft im Reformhaus oder in der Apotheke, Heidelbeere hat eine virenhemmende Wirkung.

Blähungen: Die Schwarznessel wird in der chinesischen Küche nicht nur als Gewürz und Gemüsepflanze geschätzt, auch die chinesische Medizin verwendet das Kraut – als Mittel gegen Blähungen. In einer Pilotstudie, die gerade veröffentlicht wurde, hatten die Teilnehmer die kein Placebo, sondern einen Schwarznessel-Extrakt schluckten, eine deutliche Linderung ihrer Beschwerden.

Zähne: Für unseren Körper und speziell auch für die Zähne ist es generell gut, nur wenig Zucker zu essen. Andrea Flemmer: „Ich empfehle den Zuckerersatzstoff Stevia.“ Beim Kauf von Steviapulver aufpassen, dass das Produkt keine Dextrose enthält: „Das ist auch nur Zucker. Ebenso wie Fructose (Fruchtzucker), mit dem in den USA viel gesüßt wird.“ Auch das Xylit in Zahnpflegekaugummis ist sehr nützlich. Die Kariesbakterien nehmen das auf, können es aber nicht mehr ausscheiden und werden dadurch geschwächt und können sich irgendwann nicht mehr bewegen. Das Ergebnis sind kräftigere, gesündere Zähne und weniger Karies.

Dr. Andrea Flemmer.

Blasenentzündung: Andrea Flemmer: „Es ärgert mich immer kolossal, wenn Frauen bei einer Blasenentzündung sofort Antibiotika vom Arzt bekommen. Wunderbare Hausmittel sind Preißelbeeren- oder Cranberrysäfte in konzentrierter Form.“ Diese Säfte enthalten eine Substanz, die die Klammerhärchen der Bakterien rasiert. Mit diesen Pilies halten sich die Bakterien an der Blasenwand fest. Wenn sie die Härchen verlieren, können sich die Bakterien nicht mehr in der Blase halten und werden rausgeschwemmt. Flemmer: „Dadurch, dass es sich um eine rein physikalische Wirkung handelt, gibt es keine Resistenzen. Diese Säfte wirken immer.“ Vorsicht ist geboten, wenn die Entzündung nach zwei bis drei Tagen nicht abklingt, dann sollte ein Arzt den Erreger bestimmen.

Bluthochdruck: „Beim Bluthochdruck gibt es so viele Möglichkeiten, da sollte man mit dem beginnen, was einem am meisten zusagt“, rät Andrea Flemmer. Sei es Bewegung, weniger essen oder auch mal zum Blutspenden gehen! Auch wenn wir den Aderlass der Ärzte früherer Zeiten eher skeptisch sehen, es ist bewiesen, dass Blutspenden den Blutdruck nachhaltig senken kann. Somit kann man sehr einfach anderen und sich selbst etwas Gutes tun.

Grippe: Wissenschaftlich erwiesen wirklich gut: Eine selbst gekochte Hühnersuppe enthält sehr viel Cystein, eine Aminosäure, die Entzündungen hemmt und die Schleimhäute abschwellen lässt.,

tz

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