Einfluss auf die Herzgesundheit

Sie essen unregelmäßig? Warum Sie sich ab sofort an geregelte Mahlzeiten gewöhnen sollten

Frühstückstisch Kaffee Semmel
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Morgendliches Frühstück immer zur selben Zeit: Routine ist gut fürs Herz.

Nicht nur was, auch wann wir essen, hat Einfluss auf unsere Gesundheit. Forscher finden einen Zusammenhang zwischen Essenszeit und Herzkrankheiten.

  • Wer ausgewogen isst, führt dem Körper alle wichtigen Nährstoffe zu.
  • Neben der Auswahl der Lebensmittel sollten Sie aber auch auf die Uhrzeit der Nahrungsaufnahme achten.
  • US-Forscher konnten im Rahmen einer Studie herausfinden, dass unregelmäßige Nahrungsaufnahme einen negativen Effekt auf Herz und Kreislauf hat. Vor allem eine Volkskrankheit wird den Wissenschaftlern zufolge begünstigt.

Morgens, mittags und abends wird gegessen: Was in vielen Haushalten noch Usus ist, halten viele Menschen mittlerweile anders. So wird gegessen, wenn man Hunger hat – und das ist oftmals spät abends*. Ein Forscherteam aus den USA hat sich mit der Frage beschäftigt, wie sich ein unregelmäßiger Essensrhythmus auf die Gesundheit auswirkt – mit erschreckenden Ergebnissen.

So kam das Team um Nour Makarem von der Columbia University zu der Schlussfolgerung, dass vor allem das abendliche Schlemmen das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöht. „Hier zeigen wir, dass es nicht nur um den Zeitpunkt der Nahrungsaufnahme geht - es geht auch um die tägliche Regelmäßigkeit und die Regelmäßigkeit der Nahrungsaufnahme am Wochenende und unter der Woche,“ wie Makarem in einer MItteilung der American Heart Association (AHA) zitiert wird.

Erhöhter Blutdruck durch späte Mahlzeiten – auch BMI steigt an

Die US-Forscher hatten die Ernährungsgewohnheiten von 116 Frauen im Alter von 20 bis 64 Jahren untersucht. Die Studienteilnehmerinnen führten für eine Woche ein elektronisches Ernährungstagebuch, in dem sie erfassten, was und wann sie gegessen hatten. Ein Jahr später wiederholten 99 der Probandinnen den Vorgang. Die Forscher werteten unter anderem aus, wann die erste und wann die letzte Mahlzeit stattfand, wie viel Prozent der täglichen Kalorienzufuhr nach 20 Uhr eingenommen wurde, wie lange die Mahlzeiten andauerten und glichen diese Daten mit den Blutdruckwerten und dem Body-Mass-Index (BMI) der Teilnehmerinnen ab.

Es zeigte sich, dass üppige Mahlzeiten am Abend den Blutdruck negativ beeinflussten: So erhöhte sich dem Portal Heilpraxisnet zufolge bei jeder zehnprozentigen Steigerung der nach 17 Uhr eingenommenen Kalorien der systolische Blutdruck um fast drei Punkte und auch der diastolische Blutdruck stieg um mehr als zwei Punkte an. Auch der Langzeitblutzuckerwert HbA1c stieg an. Die Studienteilnehmerinnen, die den Großteil der täglichen Kalorien nach 20 Uhr einnahmen, hatten zudem ein erhöhtes Risiko Bauchfett einzulagern und auch der BMI stieg in dem Fall eher an.

Ebenfalls auffällig: Je größer der zeitliche Unterschied zwischen den unter der Woche eingenommenen Mahlzeiten und denjenigen am Wochenende, desto negativer der Einfluss auf Blutdruck und BMI – zwei Faktoren, die die Herzgesundheit maßgeblich beeinflussen. (jg) *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

Zur Studie

Weiterlesen: Bauchfett reduzieren: Eine Tasse dieses Getränks kurbelt die Fettverbrennung im Schlaf an.

Zehn blutdrucksenkende Lebensmittel

Kresse als gesundes Würzmittel - Wer Kräuter und Gewürze verwendet, kann Gerichte ganz ohne Kochsalz verfeinern. Auch Basilikum, Koriander, Curry, Ingwer, Thymian usw. gehören zu einer ausgewogenen Ernährung dazu. Besonders Kurkuma soll Cholesterin senken und so die Entwicklung von Herz-Kreislaufkrankheiten verhindern.
Kresse als gesundes Würzmittel: Wer Kräuter und Gewürze verwendet, kann Gerichte ganz ohne Kochsalz verfeinern. Auch Basilikum, Koriander, Curry, Ingwer, Thymian usw. gehören zu einer ausgewogenen Ernährung dazu. Besonders Kurkuma soll Cholesterin senken und so die Entwicklung von Herz-Kreislaufkrankheiten verhindern. © dpa/Patrick Pleul
Bananen enthalten viel Kalium und wenig Natrium und sind deshalb ein wahrer Herzstärker. Auch andere Obstsorten und auch Trockenobst zählen zu den kaliumreichen und natriumarmen Nahrungsmitteln und sind deshalb für eine herzgesunde Ernährung geeignet.
Bananen enthalten viel Kalium und wenig Natrium und sind deshalb ein wahrer Herzstärker. Auch andere Obstsorten wie Äpfel und auch Trockenobst zählen zu den kaliumreichen und natriumarmen Nahrungsmitteln und sind deshalb für eine herzgesunde Ernährung geeignet. © Frank Leonhardt/dpa
Es wird diskutiert, ob ein niedriger Vitamin-C-Spiegel im Blut Herzkrankheiten fördert. Zitrusfrüchte wie Zitronen, Orangen aber auch anderes Obst wie Papaya enthalten besonders viel Vitamin C. Dieses soll die Blutgefäße stärken, vor oxidativem Stress schützen und die Aufnahme von Cholesterin hemmen.
Es wird diskutiert, ob ein niedriger Vitamin-C-Spiegel im Blut Herzkrankheiten fördert. Zitrusfrüchte wie Zitronen, Orangen aber auch anderes Obst wie Papaya enthalten besonders viel Vitamin C. Dieses soll die Blutgefäße stärken, vor oxidativem Stress schützen und die Aufnahme von Cholesterin hemmen. © Susann Prautsch/dpa
Blattgemüse wie Spinat enthält Antioxidantien, Ballaststoffe und gesunde Fette und schützt so die Arterien. Brokkoli ist auch ein wahrer Gesundmacher mit Vitamin C, E, Kalium, Kalzium und Ballaststoffen - alles wichtig für ein gesundes Herz.
Blattgemüse wie Spinat enthält Antioxidantien, Ballaststoffe und gesunde Fette und schützt so die Arterien. Brokkoli ist auch ein wahrer Gesundmacher mit Vitamin C, E, Kalium, Kalzium und Ballaststoffen - alles wichtig für ein gesundes Herz. © Jens Kalaene/dpa
In dunkler Schokolade (mindestens 70 Prozent Kakao-Anteil sollten es sein) stecken Flavonoide und andere Verbindungen, die einen positiven Effekt auf den Cholesterinspiegel haben. Einen Haken gibt es: In Schokolade ist viel Zucker und ungesundes Fett enthalten, weshalb man sie nicht in rauen Mengen essen sollte. Rohkakao ist eine gesunde Alternative.
In dunkler Schokolade (mindestens 70 Prozent Kakao-Anteil sollten es sein) stecken Flavonoide und andere pflanzliche Verbindungen, die einen positiven Effekt auf den Cholesterinspiegel haben. Einen Haken gibt es: In Schokolade ist viel Zucker und ungesundes Fett enthalten, weshalb man sie nicht in rauen Mengen essen sollte. Rohkakao ist eine gesunde Alternative. © Oliver Berg/dpa
Omega-3-Fettsäuren sollen gutes Cholesterin erhöhen, Entzündungen im Körper hemmen und das Risiko für Herzerkrankungen senken. Vor allem in Seefisch wie Forelle, Makrele, Lachs und Sardine ist viel enthalten. Gute Omega-3-Lieferanten sind außerdem Samen wie Chia und Sesam.
Omega-3-Fettsäuren sollen gutes Cholesterin erhöhen, Entzündungen im Körper hemmen und das Risiko für Herzerkrankungen senken. Vor allem in Seefisch wie Forelle, Makrele, Lachs und Sardine ist viel enthalten. Gute Omega-3-Lieferanten sind außerdem Samen wie etwa Chia und Sesam. © Daniel Bockwoldt/dpa
Wer häufig Ballaststoffe isst, reduziert das Risiko Herz-Kreislaufkrankheiten zu bekommen. Vor allem Hülsenfrüchte wie Linsen und Bohnen liefern viele Ballaststoffe, aber auch Vollkornprodukte, Getreide wie Amaranth und Dinkel, Obst und Gemüse.
Wer häufig Ballaststoffe isst, reduziert das Risiko Herz-Kreislaufkrankheiten zu bekommen. Vor allem Hülsenfrüchte wie Linsen und Bohnen liefern viele Ballaststoffe, aber auch Vollkornprodukte, Getreide wie Amaranth und Dinkel, Obst und Gemüse. © Andreas Gebert/dpa
Heidelbeeren liefern viele Antioxidantien, die die Zellen und so auch die Blutgefäße schützen. Deshalb wird ihnen eine herzgesunde Wirkung zugesprochen. Auch andere Beeren haben diesen Effekt.
Heidelbeeren liefern viele Antioxidantien, die die Zellen und so auch die Blutgefäße schützen. Deshalb wird ihnen eine herzgesunde Wirkung zugesprochen. Auch andere Beeren haben diesen Effekt. © Mohssen Assanimoghaddam/dpa
Knoblauch wirkt als Blutdruck- und Cholesterinsenker und beugt so Herz-Kreislauf-Erkrankungen vor.
Knoblauch wirkt als Blutdruck- und Cholesterinsenker und beugt so Herz-Kreislauf-Erkrankungen vor. © Sven Hoppe/dpa
Nüsse enthalten gesunde Fette und Ballaststoffe und machen sie deshalb zum perfekten Bestandteil herzgesunder Ernährung.
Nüsse enthalten gesunde Fette und Ballaststoffe und machen sie deshalb zum perfekten Bestandteil herzgesunder Ernährung. © Gregor Fischer/dpa

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