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Kardiologen-Kongress in München

Herz-Spezialisten stellen neue Studien vor: Wie gefährlich ist Aspirin wirklich?

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Wie gefährlich ist Aspirin wirklich?

Diese Studien legen wir Ihnen ans Herz: Auf dem Kardiologen-Kongress in München sollen am 25. August 2018 unter anderem die Risiken des Medikaments Aspirin aufgezeigt werden.

Dieses Medikament kennt fast schon jedes Kind – zumindest unter dem Handelsnamen Aspirin: Darin steckt der Wirkstoff Acetylsalicylsäure (ASS), den die Weltgesundheitsorganisation bereits seit 1977 auf ihrer "Liste der unentbehrlichen Arzneimittel" führt.

Millionen Menschen schlucken hin und wieder eine dieser kleinen, weißen Tabletten, meist um sich von Kopfschmerzen oder Erkältungssyndromen zu befreien. Und Hunderttausende nehmen ASS sogar täglich – zur Vorbeugung eines Gefäß-GAU wie Schlaganfall oder Herzinfarkt. Für diese Patientengruppe könnte das Verhältnis von Nutzen und Risiko schlechter sein als bislang angenommen. Das legen zwei neue, sehr umfangreiche wissenschaftliche Studien nahe, die auf dem Kongress der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie (ESC) in München präsentiert werden sollen. Die Frage, die den Wissenschaftlern Kopfzerbrechen bereitet: Wie gefährlich ist Aspirin wirklich?

Risiken durch Aspirin

"Es mehren sich die Hinweise, dass man ASS nicht ohne besonderen Grund nur zur Vorbeugung von Gefäßerkrankungen nehmen sollte", erläutert der designierte ESC Präsident Professor Dr. Stephan Achenbach im Gespräch mit der tz. Der Hintergrund: ASS ist ein Blutverdünner – genauer gesagt ein Gerinnungshemmer. Der Wirkstoff verhindert, dass Blutplättchen verklumpen und Gefäße sich verschließen.

Im Umkehrschluss bedeutet dieser Effekt allerdings auch ein erhöhtes Blutungsrisiko. "Wenn man ASS über Jahre hinweg nimmt, dann kann es beispielsweise zu Magen- oder Darmblutungen kommen", erklärt Prof. Achenbach gegenüber der tz. "Dieses Risiko ist unter Umständen höher als der vorbeugende Nutzen von Aspirin. Dieser Frage wird in den beiden Studien nachgegangen, und die Experten erwarten sich hier endlich Klarheit."

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Werte für Bluthochdruck

Aspirin ist allerdings nicht das einzige Thema, über das sich die mehr als 30 000 Herzspezialisten auf dem Münchner Messegelände austauschen werden. So wird unter anderem der Bluthochdruck eine große Rolle spielen. Denn beim ESC-Kongress sollen die neuen Behandlungsleitlinien präsentiert werden, an denen sich die Kardiologen landauf, landab orientieren.

Prof. Achenbach: "Hier steht vor allem die Frage im Mittelpunkt, ob wir die neuen Vorgaben der amerikanischen Kollegen übernehmen oder Diese Studien legen wir Ihnen ans Herz! bei unseren bisherigen Empfehlungen bleiben."

Zur Erläuterung: Die US-Herzspezialisten hatten im vergangenen Jahr den Zielwert für einen optimalen Blutdruck nach unten korrigiert – auf 130/80mmHg, wie die Maßeinheit in der Fachsprache heißt. "Schon ab 120/80 läge dann ein erhöhter Blutdruck vor", erklärt Professor Achenbach. "In Europa liegt die Grenze und auch das Behandlungsziel derzeit bei einem Wert von 140/90 mmHg."

Vorhofflimmern-Therapie

Neben den Leitlinien werden eine Fülle von wissenschaftlichen Studien für Gesprächsstoff sorgen. Dabei geht es beispielsweise um das Thema Vorhofflimmern. Von der häufigsten Herzrhythmusstörung sind 15 Prozent aller Menschen ab 75 betroffen.

Seit Jahren behandeln immer mehr Kardiologen diese chaotischen Extraschläge des Herzens mit sogenannten Katheterablationen. Dabei wird über einen Zugang in der Leiste ein dünner Schlauch bis zum Herzen vorgeschoben – und zwar in jene Areale, in denen das Vorhofflimmern entsteht. Dort werden Zellen, die die Herzrhythmusstörungen auslösen, meist mit einer Hitze- oder Kältesonde verödet. Der Nutzen der Therapie ist allerdings nicht unumstritten.

Der Hauptkritikpunkt: In vielen Fällen beseitige die Therapie zwar die Symptome wie Herzrasen,reduziere aber nicht das erhöhte Schlaganfallrisiko. "Jetzt belegen zwei neue Studien, dass zumindest Patienten mit einer Herzschwäche deutlich von der Ablationstherapie profitieren", berichtet Prof. Achenbach.

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Neues Herz-CT

Auch andere Hightech-Methoden kommen beim ESC-Kongress zur Sprache: unter anderem die sogenannte Herz-CT. Bei dieser Computertomografie bekommt der Patient ein Kontrastmittel gespritzt und wird in eine Untersuchungsröhre geschoben. Ziel ist es, auf speziellen Schnittbildern Engstellen in den Herzkranzgefäßen entdecken zu können.

Wenn sich ein Herzkranzgefäß komplett verschließt, erleidet der Patient einen Herzinfarkt. Diese Gefahr lässt sich mithilfe der Herz-CT frühzeitig erkennen. "Diese Untersuchungsmethode gewinnt immer mehr an Bedeutung", weiß Prof. Achenbach. Neue Erkenntnisse dazu – unter anderem auch zu den technischen Verbesserungen bezüglich der Strahlenbelastung für die Patienten – wird ein renommierter Münchner Spezialist präsentieren: Professor Dr. Jörg Hausleiter vom Uniklinikum Großhadern.

Messe: Hier tagen 30 000 Ärzte

Mehr Medizin-Kompetenz geht nicht: München wird zur Hauptstadt der Herzspezialisten — für fünf Tage. Ab Samstag, 25. August 2018, treffen sich auf dem Messegelände mehr als 30 000 Ärzte und andere Experten aus 150 Ländern zum ESC-Kongress.

Hinter der Abkürzung verbirgt sich ein Schwergewicht unter den medizinischen Fachgesellschaften: die European Society für Cardiology, auf Deutsch: Europäische Gesellschaft für Kardiologie. Sie vertritt über 95 000 Experten, die auf dem Gebiet der Herzmedizin arbeiten. Die Zentrale sitzt in dem südfranzösischen Ort Biot nahe Nizza.

Der Kongresspräsident und designierte Vorsitzende ist ein Wahl-Bayer: Prof. Dr. Stephan Achenbach, Chefkardiologe des Uniklinikums Erlangen. Er leitet eine Veranstaltung, die sich inzwischen zum zweitgrößten Ärzte-Gipfel überhaupt entwickelt hat. "Nur die amerikanischen Radiologen können bei ihren jährlichen Treffen in Chicago noch mehr Teilnehmer begrüßen", sagt Prof. Achenbach.

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Von Andreas Beez

Krass: Sieben User setzten sich auf Alkoholentzug - das passierte

Dasselbe T-Shirt, derselbe Mensch, aber ein komplett anderes Aussehen: Dieser User zeigt im Vorher-Nachher-Vergleich, wie stolz er darauf ist, mit dem Trinken aufgehört zu haben. Zuvor soll er zehn Jahre lang jeden Tag Bier und Whiskey konsumiert haben, schreibt er.
Dasselbe T-Shirt, derselbe Mensch, aber ein komplett anderes Aussehen: Dieser User zeigt im Vorher-Nachher-Vergleich, wie stolz er darauf ist, mit dem Trinken aufgehört zu haben. Zuvor soll er zehn Jahre lang jeden Tag Bier und Whiskey konsumiert haben, schreibt er. © Imgur/MEATTEO (Screenshot)
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Endlich wieder glücklich: Dieser Mann berichtet auf Reddit, wie er nach seinem Alkoholentzug in nur einem Monat 13 Kilo verlor. Er hatte zudem aufgehört, Fast Food zu essen und trieb wieder Sport. Vor seiner Behandlung soll er täglich einen Liter Wodka zu sich genommen haben. © Imgur (Screenshot)
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Shane Watson ist Blogger und schildert auf seiner Seite seinen jahrelangen Kampf mit der Alkoholsucht. Er sei bereits in der Schulzeit alkoholabhängig geworden, später nahm er zudem Marihuana und Schmerzmittel sowie Kokain, Ecstasy und Meth. Als er ins Gefängnis kam, wurde er zum Entzug gezwungen. Danach begab er sich freiwillig in ein Selbsthilfezentrum. © Imgur (Screenshot)
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"Ich fühle mich wieder wie ich selbst" - das schrieb diese Frau unter ihrem Vorher-Nachher-Bild auf der Plattform Imgur. Achteinhalb Monate nach ihrem Entzug ist sie nun 15 Kilo leichter. © Imgur (Screenshot)
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Aufgedunsen, übergewichtig und unglücklich: Dieser Reddit-Nutzer soll eigenen Angaben zufolge sieben Jahre lang Alkoholiker gewesen sein. © Imgur (Screenshot)
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"Das ist das Gesicht einer akuten Pankreatitis" - titelt dieser Nutzer sein Selfie aus der Notaufnahme. Dabei handelt es sich um eine Bauchspeicheldrüsenentzündung. Symptome sind heftige Schmerzen im Oberbauch, Erbrechen und Fieber. © Imgur (Screenshot)
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Nur sechs Monate später ist der Mann wie neugeboren - und sieht völlig verändert aus. Nach seinem Entzug verlor er 18 Kilo und nahm sogar an einer 50 Kilometer langen Radtour teil. © Imgur (Screenshot)
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Dieser Mann behauptet über sich, er sei auf dem Bild "betrunken und fett" gewesen. Weil er sich dafür hasste, hörte er nach über zehn Jahren auf, zu trinken und begann, zu trainieren. © Imgur (Screenshot)
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Ein neues Spiegel-Selfie zeigt, wie gut er sich jetzt in seinem neuen, gesunden Körper fühlt und schreibt darunter stolz: "nüchtern und schlanker". © Imgur (Screenshot)

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