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Implantat-OP rettet zahnlosen Feuerwehrmann

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Jetzt kann er endlich wieder kraftvoll zubeißen: der strahlende Patient Christian Ettenhofer nach dem erfolgreichen Eingriff in der BolzWachtel-Dentalklinik – flankiert von Ehefrau Katrin und dem Implantologen Dr. Wolfgang Bolz. © Götzfried

München - Feuerwehrmann Christian Ettenhofer hat Angst vorm Zahnarzt, verlor nach und nach alle Zähne. Bei einer mehrstündigen Hightech-OP wurden ihm komplett neue feste Beißer eingesetzt.

Als Feuerwehrmann im Dingolfinger BMW-Werk arbeitet er problemlos auch in schwindelerregenden Höhen, und als Rettungssanitäter behält er selbst dann die Nerven, wenn es um Leben und Tod geht. Christian Ettenhofer ist also alles andere als ein Angsthase – mit einer einzigen Ausnahme: Vorm Zahnarzt fürchtet sich der 32-Jährige so sehr, dass er sich nur in größter Not auf den Behandlungsstuhl wagt. So verlor Christian nach und nach alle Zähne. Trotzdem kann er jetzt wieder kraftvoll zubeißen: Bei einer mehrstündigen Hightech-OP in der Bogenhausener BolzWachtel-Dentalklinik wurden ihm komplett neue feste Zähne eingesetzt (siehe unten).

„Wenn ich weiß, dass ich bald zum Zahnarzt muss, dann geht das Drama schon zwei Tage vorm Termin los“, erzählt Christian. „Ich bekomme Magenschmerzen und Durchfall, kann kaum noch schlafen.“ Schon beim Gedanken an Bohrer und Sonde läuft ihm der Schweiß aus allen Poren. „Deshalb bin ich nur noch dann hingegangen, wenn ich meine Schmerzen nicht mehr ausgehalten habe.“ Die schlimmen Folgen: Seine Zähne wurden immer schlechter, vor zwei Jahren musste er alle noch vorhandenen Zähne ziehen lassen. Seitdem lief der junge Mann mit einem herausnehmbaren Oma-Gebiss herum.

„Er ist kein Einzelfall“, weiß der erfahrene Implantologe Dr. Wolfgang Bolz. „Die Dunkelziffer solcher Patienten ist hoch. Wenn sie sich schon mal zu einem Zahnarzt trauen, dann schimpft der oft auch noch. So entsteht eine Spirale aus Angst und Scham, an deren Ende der schmerzliche Totalverlust aller Zähne steht.“

Für Christian entpuppte sich ein Bericht im Internet als Glücksfall. Er las von dem Münchner OP-Konzept, das feste dritte Zähne an nur einem Tag ermöglicht. Ermutigt von seiner Ehefrau vertraute er sich dem Implantologen-Team um Dr. Bolz an. Pünktlich zum 32. Geburtstag bekam der Feuerwehrmann im wahrsten Sinne des Wortes sein Lächeln zurück. „Ich könnte vor Freude das ganze Praxis-Team umarmen“, sagt Christian. Wer hätte gedacht, dass ausgerechnet er mal seinen Zahnarzt zum Fressen gern haben würde.

Andreas Beez

Die OP-Methode

Der Clou bei dieser OP-Methode ist das amerikanische All-on-four-Prinzip. Bedeutet: Je vier Schrauben – sogenannte Implantate – in Unter- und Oberkiefer reichen aus, um die beiden künstlichen Zahnreihen zu halten. In manchen Fälle ist eine fünfte Schraube nötig, so wie bei Christian Ettenhofer. „Je zwei Implantate werden schräg im Kiefer verankert“, erklärt Dr. Wolfgang Bolz. „Dadurch umgehen wir Bereiche, wo in den meisten Fällen nicht mehr genug Knochensubstanz vorhanden ist. Dort wäre ein aufwändiger Knochenaufbau erforderlich, der ein- bis eineinhalb Jahre dauern würde.“ Für ein komplett implantiertes Gebiss inklusive künstlicher Zähne verlangen die Spezialisten eine Pauschale von 27 000 Euro.

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