Wegwerfen auf Probe

Mehr Ordnung: Wie wir es mit der 3-Kisten-Methode schaffen, uns von überflüssigen Dingen zu trennen

Weniger Besitz soll die Sehnsucht stillen, einfacher zu leben. Das Prinzip des Minimalismus findet daher unzählige Anhänger. Weggeben fällt vielen allerdings nicht leicht.

Unzählige Bücher, Unmengen von Pullovern und jedes Küchenutensil in mehrfacher Ausführung: Wer sich in den eigenen vier Wänden umschaut, findet meist ein Zuviel von allem. Vor allem die Minimalismus-Bewegung setzt sich mit diesem Thema auseinander. Wer minimalistischer leben möchte, trennt sich von allem, was er nicht braucht. Das kann so weit gehen, dass die Anhänger nur noch maximal 100 Gegenstände besitzen.

Nicht nur diese extreme Form des Minimalismus verspricht mehr Zeit für die wesentlichen Dinge des Lebens. Auch die abgeschwächte Form verhilft den Verfechtern zufolge zu mehr Ordnung im Haushalt* und im Kopf. Psychologe Ben Naoua bestätigt im Interview mit Welt.de: „Durch das Aufräumen können wir auch wieder Ordnung in uns selbst schaffen“. Es ist umso einfacher, Ordnung im Außen zu halten, wenn die Wohnung nicht vollgestopft ist mit unnötigen Dingen. Doch wie schafft man es, Sachen wegzugeben?

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Klamotten, die man nicht mehr anzieht, finden neue Besitzer, wenn man sie spendet. Sozialkaufhäuser sind hier gute Anlaufstellen.

Sich von Dingen trennen durch die 3-Kisten-Methode

Einfach alles spenden oder wegwerfen, was kaputt oder nicht mehr vonnöten ist: Im Grunde wäre alles ganz einfach, wenn da nicht die guten alten Erinnerungen wären. Denn diese sind es, die eine Trennung oftmals enorm erschweren. Wer große Probleme hat, sich von Dingen zu trennen, kann die 3-Kisten-Methode ausprobieren. Es handelt sich um eine Art „Probewegwerfen“, das von Buchautorin und Lifestyle-Beraterin Marie Kondō empfohlen wird.

Dabei werden in einem ersten Schritt drei große Kartons (wer will, kann natürlich mehr Kartons füllen) zur Hand genommen. In den ersten Karton kommen Dinge, die Sie zwar nicht mehr brauchen, aber behalten möchten, in den zweiten Karton Gegenstände, die Sie verschenken oder spenden möchten und der dritte Karton ist für kaputte und nicht mehr brauchbare Dinge reserviert. Der Inhalt des dritten Kartons wird entsorgt. Was im ersten Karton landet, wird ein halbes Jahr im Keller eingelagert, wie Welt.de die Marie-Kondō-Methode erläutert. Alles, was Sie bis dahin nicht aus dem Karton geholt haben, weil sie es gebraucht oder vermisst haben, wird ebenfalls gespendet oder weggeworfen, heißt es weiter. (jg) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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