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Das Ohr einer Britin wird schwarz und muss amputiert werden - dieser beklemmende Grund steckt dahinter

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Eine Britin will, dass niemand ihr Schicksal erleiden muss - und will deshalb Solarien verbieten lassen.

Anthea Smith wunderte sich über eine dunkle Stelle im Ohr - ihr Hautarzt gab Entwarnung. Einige Jahre später kam es zur Amputation. Heute kämpft sie gegen Solarien.

Die 43-jährige Anthea Smith aus der Nähe von Manchester, Großbritannien, war schon immer eine Sonnenanbeterin. Seit ihrem 14. Geburtstag ging sie regelmäßig ins Sonnenstudio. Für dieses Hobby musste sie jetzt einen hohen Preis zahlen.

Kleiner roter Punkt am Ohr wurde zur Wucherung - und juckte extrem

Es begann vor etwa neun Jahren. Die Britin entdeckte einen kleinen roten Klumpen am Ohr, den sie vom Arzt anschauen ließ. Dieser meinte, es handele sich um eine Warze. Doch es blieb nicht bei der unscheinbaren Hautveränderung: Nach und nach wuchs der Fleck und wurde zu einer schwarz-braunen Wucherung:

Sogar ihr Friseur sprach Smith auf die Hautveränderung am Ohr an. Als es anfing, immer häufiger zu jucken, ging Smith wieder zum Arzt. Es mussten aber noch Jahre vergehen, bis ein Notarzt endlich die richtige Diagnose stellte: Hautkrebs. Dem News-Portal Unilad sagte die Patientin: "Ich fühle mich von meinem Hausarzt und Dermatologen im Stich gelassen." - Beide hatten das Melanom am Ohr nicht erkannt.

Lesen Sie auch: Nach Solariumsbesuch: So sieht dieses junge Model nicht mehr aus

Diagnose Hautkrebs: Jetzt will Smith Solarien verbieten lassen

Seit der Diagnose Hautkrebs vor rund vier Jahren wurde Anthea zweimal operiert. Ihr Ohr konnte nicht gerettet werden und musste amputiert werden. Die Amputation und Strahlentherapie retteten ihr allerdings das Leben. Heute trägt Smith eine Ohrprothese.

Smith bereut ihre naive Nutzung von Solarien seit Teenager-Tagen und möchte andere vor ihrem eigenen Schicksal bewahren. Deshalb unterstützt sie die Petition von Melanoma UK, die ein landesweites Verbot von Solarien zum Ziel hat. Hauptursache von Hautkrebs ist UV-Strahlung durch Sonnenbäder - und Besuche im Solarium. "Mein Hauptziel ist, dass Solarien verboten werden. Es wäre ein Fest für mich, wenn sie in Großbritannien verboten würden. Es gibt keinen Grund für Sonnenliegen", sagte die Hautkrebs-Überlebende.

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Mehr zur Hautkrebs-Therapie: Alltags-Medikament tötet Krebszellen ab - wie neue Studie Therapie revolutionieren könnte.

jg

Hautkrebs - die unterschätze Gefahr

Sonnen im Liegestuhl
Sonnenanbeter am Strand, Solariumsbesucher oder Bauarbeiter, die in der prallen Mittagssonne schuften - sie alle setzen sich UV-Strahlung aus, die das Hauptrisiko für Hautkrebs ist. Krebserkrankungen sind in Deutschland weiter auf dem Vormarsch. Der am Dienstag veröffentlichte Arztreport der Barmer GEK belegt das: 2012 waren schätzungsweise 1,56 Millionen Menschen von Krebs betroffen - Tendenz steigend. © dpa-mzv
Hautkrebs
Wie viele Neuerkrankungen gibt es? Jedes Jahr erkranken in Deutschland laut Barmer-Report mehr als 200.000 Menschen neu an Hautkrebs. Die Deutsche Krebshilfe geht sogar von jährlich rund 234.000 Neuerkrankungen aus. Allein mehr als 20.000 Diagnosen betreffen den gefährlichen "schwarzen" Hautkrebs. © dpa-mzv
Schwarzer Hautkrebs
Welche Arten von Hautkrebs gibt es? Die gefährlichste Form ist das maligne Melanom, der sogenannte schwarze Hautkrebs. Er kann sich rasch über das Lymphgefäßsystem oder die Blutbahn im Körper ausbreiten. © dpa
Hautkrebs
Der sogenannte helle Hautkrebs, zu dem das Basalzellkarzinom und das Plattenephithelkarzinom zählen, ist deutlich verbreiteter, bildet aber seltener Metastasen. Kennzeichen sind leichte Verhornungen auf der Haut, vornehmlich an Stellen, die besonders der Sonneneinstrahlung ausgesetzt sind wie Gesicht und Nacken.   © dpa
Hautkrebs-Screening
2012 starben laut Statistischem Bundesamt 2875 Menschen an einem schwarzen Hautkrebs. Die Prognosen sind Experten zufolge vergleichsweise günstig: Zwei Jahre nach der Erstdiagnose leben noch 97,3 Prozent der Männer und 97,5 Prozent der Frauen. Beim hellen Hautkrebs sind die Prognosen noch etwas günstiger. Grundsätzlich gilt: Wird Hautkrebs früh erkannt, bestehen gute Heilungschancen. © dpa
UV-Strahlung Sonne
Welche Faktoren begünstigen die Entstehung? Hauptrisikofaktor ist die UV-Strahlung der Sonne, die die Haut schädigen und Krebs hervorrufen kann. Auch das künstliche UV-Licht von Solarien erhöht das Hautkrebsrisiko, weshalb zum Beispiel die Deutsche Krebshilfe von Solarienbesuchen abrät. Neben UV-Strahlen beeinflusst nach Angaben des unabhängigen IQWiG-Instituts vor allem das Erbgut, ob jemand erkrankt. © dpa
Sonne in den Bergen
Was sind weitere Risikofaktoren? Menschen mit heller Haut haben ein höheres Risiko als jene mit dunklerer Haut. Auch häufiger und starker Sonnenbrand vor allem im Kindesalter steigert das Risiko, ebenso eine höhere Zahl von Muttermalen und Leberflecken. Hat jemand einen Hautkrebsfall in der eigenen Familie, kann dies das eigene Risiko steigern. Auch manche Chemikalien und bestimmte Medikamente können Hautkrebs fördern. Nicht zuletzt wächst das Hautkrebsrisiko mit zunehmendem Alter. © obs
Solarium
Dürfen Minderjährige ins Solarium? Nein. Seit 2009 ist unter 18-Jährigen die Benutzung von Solarien verboten. 2012 wurden die Vorschriften für Sonnenstudio-Betreiber nochmals verschärft. So gilt unter anderem ein Mindestabstand für Lampen. Das Personal muss jeden Kunden außerdem beraten. © dpa
Hautkrebs erkennen?
Wie kann ich Hautkrebs erkennen? Man sollte auf auffällige Hautstellen achten. Schwarze Melanome etwa können in sehr unterschiedlicher Form auftreten. Sie können zum Beispiel asymmetrisch sein, einen fransigen Rand haben, sich verfärben oder größer werden. Verdächtige Flecken sollten beim Hausarzt oder Dermatologen abgeklärt werden. © dpa
Sonnen
Gibt es eine Früherkennungsuntersuchung? Ja. Ab dem 35. Lebensjahr können sich gesetzlich Versicherte alle zwei Jahre untersuchen lassen. Das Hautkrebs-Screening bezahlt die Kassen. © dpa-mm
Sonnencreme
Wie kann ich Hautkrebs generell vorbeugen? Da wichtigste ist ein guter Sonnenschutz durch entsprechende Kleidung, Mützen und Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor, um sich gegen Sonnenbrand zu wappnen. © dpa
Unter dem Sonnenschirm
Im Sommer sollte man sich vor allem mittags und am frühen Nachmittag besser im Schatten aufhalten. Zur Vorsicht raten Experten bei Lebens- und Nahrungsergänzungsmitteln, die mit dem Versprechen angepriesen werden, Hautkrebs vorzubeugen. Dafür gebe es keine zuverlässigen wissenschaftlichen Belege. © dpa-mzv

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