Patiententag am 20.März im Münchner Pressehaus

„Alt für Alt“: Das Eurotransplant-Senior-Programm

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Weil die Zahl älterer Patienten, dieauf eine Nierentransplantation warten, steigt, wurde bereits im Jahr 1999 das „Eurotransplant-Senior-Programm“ (ESP) aufgelegt. Dabei werden Organe von Spendern, die über 65 Jahre alt sind, an potenzielle Empfänger in der gleichen Altersgruppe vermittelt.

Wegen relativ unkomplizierter Vergaberegeln und kurzer Entfernungen, hier greift das „Regionalitätsprinzip“, ist die Wartezeit deutlich verkürzt – im Vergleich zu den „üblichen“ Wartezeiten, die sich über viele Jahre ziehen können: weil Spenderorgane hierzulande fehlen.

Untersuchungen belegen, dass vor allem die Nieren älterer Spender in der Tat eine sehr gute Nierenfunktion bei gleichaltrigen Empfängern zeigen. Im ESP werden daher diese Nieren bevorzugt älteren Patienten angeboten. „Die
Übereinstimmung der Spender- und Empfängermerkmale wird nach den Kriterien Blutgruppenverträglichkeit und Wartezeit bestimmt“, heißt es. Aber: Damit die Transplantation erfolgreich ist, müssen bestimmte Gewebemerkmale dennoch zusammenpassen – die Ärzte überprüfen das in der Regel beim
potenziellen Empfänger im Vorfeld und gleichen es dann ab, sobald ein Spenderorgan zu Verfügung steht.

Auch ältere Transplantierte müssen zeitlebens sogenannte Immunsuppressiva
einnehmen: also Medikamente, die das
körpereigene Abwehrsystem herunterfahren. Die ursprüngliche Annahme,
wonach ihr Immunsystem eher schwach reagiere, erwies sich nämlich bald als falsch. Es gab von Anfang an mehr sogenannte Abstoßungsreaktionen als erwartet; jedes neue Organ ist ja erst mal fremd für unseren Körper – deshalb wehrt er sich dagegen.

Fest steht: Für eine Organspende gibt es
keine Altersgrenze. Allein der Zustand des Organs ist entscheidend. Stirbt etwa ein 70-Jähriger an einem Hirnschlag,
sind seine Nieren oder die Leber oft in
Ordnung – und können noch Jahrzehnte ihren Dienst tun. Lang genug also für
einen Empfänger im ähnlichen Alter. 

Patiententag: Organe retten Leben

Füllen Sie das Formular unten auf dieser Seite aus und melden Sie sich an für den Patiententag am 20. März, 17.30 Uhr, im Münchner Pressehaus. Die Teilnahme am Patiententag ist kostenlos, die Teilnehmerzahl ist jedoch begrenzt.

Die Anmeldefrist ist leider abgelaufen.

Video: Nieren-Patient wäscht sein Blut zu Hause mittels Dialyse

Jeden zweiten Abend muss er an die Maschine. Dann hängt Peter Kreilkamp siebeneinhalb Stunden lang an Schläuchen, durch die sein Blut fließt. Das wird dabei mittels Dialyse gereinigt. Die Apparatur ersetzt seine Nieren. Der Mann ist dankbar, dass er auch ohne Organspende überleben kann.

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