Infotag im Uniklinikum Großhadern

Prostatakrebs: Männeralbtraum und Volkskrankheit

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Höhepunkt des Krebsinfotags im Hörsaaltrakt von Großhadern: der Auftritt der Zwillingsbrüder Michael und Uli Roth (dunkles Hemd), flankiert von Prof. Wolfgang Hiddemann (li.) und Prof. Günter Schlimok (re.)

München - Die Zwillingsbrüder Uli und Michael Roth haben den Mut gehabt, beim Krebsinformationstag zum Thema Prostatakrebs zu sprechen. Ihre Zuhörer im Hörsaal des Uniklinikums Großhadern waren beeindruckt.

Als „Supertypen mit viel Herzblut“ beschreibt Krebsspezialist und Gastgeber Prof. Dr. Wolfgang Hiddemann die früheren Handballstars vom MTSV Schwabing. Und zwar nicht nur wegen ihrer sportlichen Qualitäten, sondern vor allem wegen ihrer menschlichen Art: „Sie haben andere Patienten offen an ihrer Geschichte teilhaben lassen und mit leidenschaftlichem Engagement verdeutlicht, wie wichtig das Thema Krebsvorsorge ist“, so der Vorsitzende des Vereins lebensmut.

Der gemeinnützige Verein hatte den Krebsinfotag federführend organisiert – in Partnerschaft mit der Bayerischen Krebsgesellschaft und dem Klinikum der Universität München. Die Bilanz kann sich sehen lassen: „Wir haben 850 Besucher bei uns im Uniklinikum Großhadern begrüßt“, berichtet Serap Tari, die Leiterin der lebensmut-Kontaktstelle. „Viele Patienten wollen genauer verstehen, was ihre Erkrankung und die Therapien für sie bedeuten.“ Dazu hatten die Besucher in zahlreichen Arbeitsgruppen und Einzelgesprächen mit Experten Gelegenheit. Aber auch viele Angehörige und interessierte Bürger nutzten die Chance, sich aus erster Hand über die Fortschritte und Perspektiven im Kampf gegen den Krebs zu informieren.

Wie die Rahmenbedingungen für eine noch bessere flächendeckende Behandlung geschaffen werden können, diskutierten u. a. Gesundheitsministerin Melanie Huml und die Landeschefin des Sozialverbands VdK, Ulrike Mascher, bei einer Podiumsdiskussion.

Helfen Sie beim Helfen!

Der Verein lebensmut hilft dabei, Angebote für Krebspatienten zu finanzieren – etwa eine Atem- und eine Kunsttherapie sowie eine Ernährungsberatung. Beim Draußen-Aktiv-Programm erkunden Patienten gemeinsam das Voralpenland. „Wir möchten Menschen mit Krebs und ihren Angehörigen neben der medizinischen Versorgung auch Geborgenheit und Mut geben“, erläutert Vorsitzender Prof. Dr. Wolfgang Hiddemann. Wer Näheres über eine Mitgliedschaft erfahren möchte, kann sich bei der lebensmut-Kontaktstelle unter Tel. 089/44 00 74 903 informieren.

Auch Spenden helfen. Die Bankverbindung: lebensmut e.V., Stadtsparkasse München, Ktnr. 577 999, BLZ 701 500 00, IBAN DE70 70150 0000 0005 77999.

Andreas Beez

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