Parodontitis

Rauchen begünstigt Zahnfleischentzündungen

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Raucher haben ein erhöhtes Risiko, ihre Zähne früh zu verlieren. Gegensteuern können sie nur, wenn sie Zähne und Zahnzwischenräume regelmäßig reinigen.

Zahnfleischentzündungen können im schlimmsten Fall zum Verlust der Zähne führen. Insbesondere Raucher erkranken oft an Parodontitis. Vorbeugen kann nur eine regelmäßige Mundpflege.

Wer sehr eng stehende Zähne hat, raucht oder viel Stress hat, sollte besonders großen Wert auf eine gute Mundhygiene legen. Denn diese Faktoren begünstigen die Entstehung von Zahnfleischentzündungen.

Die Entzündungen können entstehen, wenn der Zahnbelag nicht regelmäßig entfernt wird. Darauf weist die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände in ihrer Zeitschrift "Neue Apotheken Illustrierte" (Ausgabe 15. April 2016) hin.

Wenn man nicht gegensteuert, kann man Parodontitis bekommen - dabei bilden sich Kieferknochen und Zahnfleisch zurück, die Zähne werden locker und fallen im schlimmsten Fall aus. Um vorzubeugen, sollte man zweimal täglich die Zähne putzen und einmal die Zahnzwischenräume etwa mit Zahnseide oder speziellen Zahnzwischenraumbürsten reinigen.

Regelmäßige Kontrollen können einer Zahnfleischentzündung vorbeugen. Doch jeder Zehnte hat Angst vor dem Zahnarzt.

Der Zahn: Von Krone bis Wurzel

Der Zahn: Von Krone bis Wurzel Das Gebiss eines Erwachsenen besteht aus 32 Zähnen. Jeder besteht aus der Krone, dem Hals und einer Wurzel, die fest im Knochen eingewachsen ist. Das Zahnfleisch wächst in den Zahn und bildet eine Bakterienbremse. © obs/blend-a-med
Von Mark bis Schmelz Von innen nach außen gibt es folgende Schichten: das von Gefäßen und Nerven durchzogene Mark, das Zahnbein und den Schmelz aus Hydroxylapatit und Fluorid als Schutzschild. © obs
Knochen Der Kieferknochen dient als Verankerung für die Zähne, er bleibt nur unter ständigem Druck stabil. Fehlt der Druck, weil ein Zahn ausgefallen ist, baut sich die Knochensubstanz ab. © obs
Jedes Jahr gehen in Deutschland 14 Millionen Zähne verloren. Zahnkiller Nummer eins ist die Paradontitis. Die Zahnfleischentzündung hat Karies vom ersten Platz verdrängt. © Obs/Oral B
Zahnerkrankungen: Karies ist die häufigste Infektionskrankheit des Menschen, nur ein Prozent der Erwachsenen ist kariesfrei. Die Beläge auf den Zähnen produzieren mit dem Zucker aus der Nahrung Säuren, die in den Zahnschmelz eindringen und ihn auflösen. © obs
Pardontitis Die Parodontitis ist eine schwere Entzündung des Zahnfleisches, bei der sich das Gewebe zurückbildet und den Zahnhals nicht mehr fest umschließt. Sie ist die Hauptursache für Zahnverlust. © obs
Plaque & Zahnstein Zahnbelag (Plaque) ist eine bakterielle Ablagerung auf den Zähnen. Bildet er als Kruste eine Verbindung mit dem Zahn, wird er zu Zahnstein. Dieser bakterielle Biofilm muss sorgfältig entfernt werden. © dpa
Implantat: Zahn sitzt auf einer Schraube im Knochen © obs/proDent e.V.

dpa/tmn

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