So reduzieren Sie die Kosten für teuren Zahnersatz

Zahnersatz ist kostspielig
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Wer Zahnersatz benötigt, muss einen Teil der Kosten selbst tragen. Es sei denn er ist gut versichert oder nutzt eine der anderen Möglichkeiten, um die Kosten zu senken.

Der Besuch beim Zahnarzt gehört nicht gerade zu den Lieblingsterminen. Umso bitterer, wenn dieser einem auch noch die Notwendigkeit von Zahnersatz mitteilt.

Schließlich ist so eine intensive Zahnbehandlung nicht nur schmerzhaft, sondern auch teuer. Doch es gibt verschiedene Wege um die Zahnersatzkosten zu reduzieren.

Der Klassiker ist die Zahnzusatzversicherung. Die Deutschen sind ein Versicherungsvolk und so wundert es kaum, dass 15 Millionen Bundesbürger eine Zahnzusatzversicherung abgeschlossen haben. Dabei gehört sie nicht gerade zu den günstigen Policen. Im Schnitt zwischen zehn und 50 Euro müssen Versicherte berappen – pro Monat. Zum Vergleich: Die viel wichtigere Haftpflichtversicherung, die gegen Millionenschäden absichert, kostet gerade mal 50 bis 100 Euro pro Jahr.

Maximal 65 Prozent Zuschuss von der gesetzlichen Krankenkasse

Der Grund für die vielen Zahnzusatzversicherungen liegt in der Regelleistung der gesetzlichen Krankenkassen. Die ziehen sich nämlich ausgerechnet dann zum Teil aus der Finanzierung zurück, wenn es ernst und teuer wird. Braucht ein Versicherter Zahnersatz, gibt es von der gesetzlichen Krankenversicherung lediglich einen festgelegten Zuschuss. Dieser beträgt die Hälfte der Regelleistung. Wer mindestens einmal jährlich bei der Vorsorgeuntersuchung war und sich das im Bonusheft stets hat bescheinigen lassen, kann den Zuschuss um maximal 15 auf 65 Prozent steigern.

Klingt erst einmal gar nicht so schlecht. Das Problem: Der Zuschuss bezieht sich auf eine Brücke aus einer Metalllegierung. Viele Patienten wünschen sich allerdings die optisch schönere weil unauffälligere Vollkeramikbrücke – oder eine Implantatlösung. Und die kostet locker mal 3.000 Euro und mehr. Der Zuschuss der Krankenkasse ist dann nur noch ein Tropfen auf den heißen Stein.

Bedingungen der Zahnzusatzversicherung genau prüfen

Ob sich eine Zahnzusatzversicherung lohnt, hängt neben dem Preis vor allem von den Bedingungen ab. Wer bereits eine entsprechende Diagnose gestellt bekommen hat, aber noch keine Versicherung besitzt, kann mit ganz wenigen Ausnahmen nicht auf eine Versicherungsleistung hoffen. Überhaupt zahlen viele Versicherungen in den ersten Monaten nach Vertragsabschluss ohnehin nicht. Danach gilt meist eine Höchstleistungsgrenze, die selten die gesamten Kosten abdeckt.

Wer eine Zahnzusatzversicherung sucht, sollte also die Bedingungen gut vergleichen. Eine gute erste Anlaufstelle sind Testzeitschriften wie Stiftung Warentest oder Ökotest, die regelmäßig ihre Testergebnisse zum Thema Zahnzusatzversicherungen veröffentlichen.

Eine Zusatzversicherung lohnt sich umso mehr, je schneller nach Vertragsabschluss der Leistungsfall eintritt. Aber wirklich wünschen tut sich das ja auch keiner. Was sind also die Alternativen?

Kostenlose Regelleistungen bei Partnerzahnärzten der Krankenkassen

Viele Krankenversicherungen haben mit Zahnarztnetzwerken wie Dent-Net Sondervereinbarungen getroffen, die die Regelleistung für Kassenpatienten ohne Zuzahlung anbieten. Voraussetzung dafür ist, dass bereits angesprochene Bonusheft, das eine lückenlose Prophylaxe belegen muss. Rund 1.200 solcher Zahnärzte gibt es bereits in Deutschland. Implantate sind bei ihnen deutlich günstiger. Die Krankenkasse gibt Auskunft darüber, ob und wenn ja mit vielem Netzwerk sie zusammenarbeitet.

Eine andere Möglichkeit besteht darin, die Zahnbehandlung im Ausland durchführen zu lassen. Vor allem osteuropäische Dentisten sind deutlich günstiger, aber nicht zwangsläufig auch schlechter als ihre deutschen Kollegen. Die Krankenkasse gibt ihren Anteil natürlich auch bei Auslandsbehandlungen dazu. Durch die geringeren Behandlungskosten sinkt der Differenzbetrag, den der Versicherte aus eigener Tasche zahlen muss. Dadurch rückt für manchen auch schon mal die Luxusausführung des Zahnersatzes in greifbare Nähe.

Zahnarzttourismus im europäischen Ausland

Damit die Krankenkasse einen Teil der Kosten übernimmt, muss wie beim deutschen Zahnarzt auch, ein Heil- und Kostenplan vorliegen, den der Arzt erstellt. Die Krankenkasse muss ihn vor der Behandlung genehmigen. Ausländische Ärzte müssen sich bei der Erstellung an die deutsche Vorlage halten, was allerdings kein Problem ist. Viel Zahnärzte sind längst auf deutsche Kunden spezialisiert und voll und ganz auf ihre Bedürfnisse eingestellt. Im Ausland deutschsprachige Zahnärzte zu finden, ist kein Problem mehr.

Wer von Absicherung und Zahnarzttourismus nichts wissen will, der kann aktuell zumindest guten Gewissens sein Erspartes ausgeben. Die Zinsen sind weiterhin im Keller. Sparbuch, Tagesgeld- und Festgeldkonten bringen keine Gewinne ein, ganz im Gegenteil: Die Inflation lässt das Sparvermögen schrumpfen. Da ist das Angesparte in qualitativ hochwertigem Zahnersatz, der dafür sorgt, dass man wieder kräftig zubeißen kann, ohnehin besser investiert.

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