Perfekte Hautreinigung

Schlechte Haut? Dieser simple Trick lässt Pickel und Co. verschwinden

+
Britischer Hautspezialist empfiehlt Double Cleansing der Gesichtshaut, um Hautirritationen vorzubeugen.

Gesichtsreinigung muss sein. Aber die Haut braucht ihre natürliche Schutzbarriere. Und wer überreinigt, zerstört sie. Ein Experte erklärt, was wir alle falschen machen.

Die Haut ist unser größtes Organ und unsere Gesichtshaut deshalb noch wichtiger, weil sie mit das Erste ist, das andere von uns sehen. Dementsprechend wichtig sind Pflege und Reinigung. Viele von uns reinigen ihre Haut aber übermäßig. Das erklärt Paul Banwell, Hautspezialist und Gründer der gleichnamigen Beauty-Klinik vor den Toren Londons.

Banwell begründet, warum viele von uns mit Hautproblemen zu kämpfen haben: "Die Verwendung des falschen Reinigers kann die Barrierefunktion der Haut beeinträchtigen und zu weiteren Problemen wie Hautausschlägen, Rötungen und Empfindlichkeiten führen - genau das können gute Reiniger in den Griff bekommen."

Was die meisten von uns falsch machen

Paul Banwell ist kein Freund von Gesichtsreinigungstüchern, die meist aus Bequemlichkeit verwendet werden würden, aber unbedingt vermieden werden sollten. Er sagt: "Sie sind in der Regel voll von Alkohol, Duftstoffen und anderen synthetischen Verbindungen, die die Haut reizen und wiederum zu Sensibilität und Rötung führen können.“

Noch konkreter wird der Klinik-Gründer bei seinen Tipps, wie genau denn die perfekte Pflege und abendliche Reinigung auszusehen haben. Gegenüber dem britischen Mirror erklärt er: "Es ist wichtig, täglich Sonnencreme zu verwenden, aber das bedeutet, dass es auch notwendig ist, die Sonnenpflege und jedes andere Make-up jede Nacht zu entfernen. Ich empfehle zweimalige Reinigung."

Auch interessant: Trockene Haut? Bei diesen Anzeichen sollten Sie einen Arzt aufsuchen.

Double Cleansing: Das Geheimnis ist die doppelte Reinigung

Die zweimalige Reinigung, das sogenannte Double Cleansing, erfolgt in zwei Schritten: Schritt eins löst Sonnenschutz, Make-up und Schmutz, Schritt zwei reinigt die Poren. Vorsicht ist aber auch hier geboten, denn Überreinigung führt zu Hautreizungen. Paul Banwell: "Es ist wichtig, die Haut nicht von ihren natürlichen Ölen zu befreien und die Barrierefunktion zu beeinträchtigen, da die Hautbarriere als Schutz dient, weil sie verhindert, dass externe Mikroben in die Haut eindringen, und die Haut feucht hält."

So pflegen Sie Ihre Haut im Winter:

Abschließend hat der Hautspezialist noch einen Tipp: "Das große Schlagwort bei der Reinigung sind im Moment Ceramide. Diese helfen, die Haut weich zu halten, die Immunfunktion zu stärken und eine gute Barrierefunktion zu erhalten."

Umfrage zum Thema

Erfahren Sie hier: Giftstoffe in Duschgel: So erkennen Sie an Ihrer Haut, dass Sie das Produkt wechseln sollten.

Weiterlesen: Von wegen von der Sonne geküsst: Darum färbt sich Ihre Haut wirklich braun.

Video: glomex

Hautkrebs - die unterschätze Gefahr

Sonnen im Liegestuhl
Sonnenanbeter am Strand, Solariumsbesucher oder Bauarbeiter, die in der prallen Mittagssonne schuften - sie alle setzen sich UV-Strahlung aus, die das Hauptrisiko für Hautkrebs ist. Krebserkrankungen sind in Deutschland weiter auf dem Vormarsch. Der am Dienstag veröffentlichte Arztreport der Barmer GEK belegt das: 2012 waren schätzungsweise 1,56 Millionen Menschen von Krebs betroffen - Tendenz steigend. © dpa-mzv
Hautkrebs
Wie viele Neuerkrankungen gibt es? Jedes Jahr erkranken in Deutschland laut Barmer-Report mehr als 200.000 Menschen neu an Hautkrebs. Die Deutsche Krebshilfe geht sogar von jährlich rund 234.000 Neuerkrankungen aus. Allein mehr als 20.000 Diagnosen betreffen den gefährlichen "schwarzen" Hautkrebs. © dpa-mzv
Schwarzer Hautkrebs
Welche Arten von Hautkrebs gibt es? Die gefährlichste Form ist das maligne Melanom, der sogenannte schwarze Hautkrebs. Er kann sich rasch über das Lymphgefäßsystem oder die Blutbahn im Körper ausbreiten. © dpa
Hautkrebs
Der sogenannte helle Hautkrebs, zu dem das Basalzellkarzinom und das Plattenephithelkarzinom zählen, ist deutlich verbreiteter, bildet aber seltener Metastasen. Kennzeichen sind leichte Verhornungen auf der Haut, vornehmlich an Stellen, die besonders der Sonneneinstrahlung ausgesetzt sind wie Gesicht und Nacken.   © dpa
Hautkrebs-Screening
2012 starben laut Statistischem Bundesamt 2875 Menschen an einem schwarzen Hautkrebs. Die Prognosen sind Experten zufolge vergleichsweise günstig: Zwei Jahre nach der Erstdiagnose leben noch 97,3 Prozent der Männer und 97,5 Prozent der Frauen. Beim hellen Hautkrebs sind die Prognosen noch etwas günstiger. Grundsätzlich gilt: Wird Hautkrebs früh erkannt, bestehen gute Heilungschancen. © dpa
UV-Strahlung Sonne
Welche Faktoren begünstigen die Entstehung? Hauptrisikofaktor ist die UV-Strahlung der Sonne, die die Haut schädigen und Krebs hervorrufen kann. Auch das künstliche UV-Licht von Solarien erhöht das Hautkrebsrisiko, weshalb zum Beispiel die Deutsche Krebshilfe von Solarienbesuchen abrät. Neben UV-Strahlen beeinflusst nach Angaben des unabhängigen IQWiG-Instituts vor allem das Erbgut, ob jemand erkrankt. © dpa
Sonne in den Bergen
Was sind weitere Risikofaktoren? Menschen mit heller Haut haben ein höheres Risiko als jene mit dunklerer Haut. Auch häufiger und starker Sonnenbrand vor allem im Kindesalter steigert das Risiko, ebenso eine höhere Zahl von Muttermalen und Leberflecken. Hat jemand einen Hautkrebsfall in der eigenen Familie, kann dies das eigene Risiko steigern. Auch manche Chemikalien und bestimmte Medikamente können Hautkrebs fördern. Nicht zuletzt wächst das Hautkrebsrisiko mit zunehmendem Alter. © obs
Solarium
Dürfen Minderjährige ins Solarium? Nein. Seit 2009 ist unter 18-Jährigen die Benutzung von Solarien verboten. 2012 wurden die Vorschriften für Sonnenstudio-Betreiber nochmals verschärft. So gilt unter anderem ein Mindestabstand für Lampen. Das Personal muss jeden Kunden außerdem beraten. © dpa
Hautkrebs erkennen?
Wie kann ich Hautkrebs erkennen? Man sollte auf auffällige Hautstellen achten. Schwarze Melanome etwa können in sehr unterschiedlicher Form auftreten. Sie können zum Beispiel asymmetrisch sein, einen fransigen Rand haben, sich verfärben oder größer werden. Verdächtige Flecken sollten beim Hausarzt oder Dermatologen abgeklärt werden. © dpa
Sonnen
Gibt es eine Früherkennungsuntersuchung? Ja. Ab dem 35. Lebensjahr können sich gesetzlich Versicherte alle zwei Jahre untersuchen lassen. Das Hautkrebs-Screening bezahlt die Kassen. © dpa-mm
Sonnencreme
Wie kann ich Hautkrebs generell vorbeugen? Da wichtigste ist ein guter Sonnenschutz durch entsprechende Kleidung, Mützen und Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor, um sich gegen Sonnenbrand zu wappnen. © dpa
Unter dem Sonnenschirm
Im Sommer sollte man sich vor allem mittags und am frühen Nachmittag besser im Schatten aufhalten. Zur Vorsicht raten Experten bei Lebens- und Nahrungsergänzungsmitteln, die mit dem Versprechen angepriesen werden, Hautkrebs vorzubeugen. Dafür gebe es keine zuverlässigen wissenschaftlichen Belege. © dpa-mzv

Auch interessant

Meistgelesen

Juckreiz droht: Warum Sie dieses Toilettenpapier ab sofort nicht mehr kaufen sollten
Juckreiz droht: Warum Sie dieses Toilettenpapier ab sofort nicht mehr kaufen sollten
Zeitumstellung: Schlafstörungen, Unruhe & Co. - diese gesundheitlichen Risiken birgt sie für uns
Zeitumstellung: Schlafstörungen, Unruhe & Co. - diese gesundheitlichen Risiken birgt sie für uns
Rückenschmerzen: Trotz Bandscheibenvorfall aktiv bleiben
Rückenschmerzen: Trotz Bandscheibenvorfall aktiv bleiben
Auf nicht notwendige Zahnarztbesuche verzichten
Auf nicht notwendige Zahnarztbesuche verzichten

Kommentare