Wichtiges Sinnesorgan

Schlechte Ohren: Wenn Sie diesen Fehler machen, riskieren Sie Hörverlust

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In Zukunft werden immer mehr Menschen Hörhilfen brauchen, weil die Welt immer lauter wird.  

Immer mehr Menschen hören schlecht. Das liegt zum einen an Ohrerkrankungen und an zu vielen lauten Nächten im Club, aber wesentlich gefährlicher ist diese tägliche Gewohnheit.

Manchmal versteht man jemanden einfach nicht - weil es zu laut ist, man abgelenkt ist oder er einfach nur nuschelt. Kommt es allerdings häufiger vor, dass man nachfragen muss, sollte man einen Hörtest beim Hals-Nasen-Ohrenarzt machen lassen: Es könnte sein, dass der Hörsinn nicht mehr richtig funktioniert.

Das kann die unterschiedlichsten Gründe haben: Vielleicht ist es nur zu viel Ohrenschmalz im Ohr, dass das Gehör beeinträchtigt, vielleicht hat man seine Ohren aber auch lange nicht richtig vor zu lauten Geräuschen geschützt. Eine tägliche Lärmquelle, der sich viele von uns tagtäglich freiwillig aussetzen, trägt einen großen Teil dazu bei: das ständige Musikhören mit Kopfhörern.

Diese Gewohnheit den Ohren zuliebe besser ablegen

Die Dauerbeschallung - vor allem, wenn die Musik zu laut aufgedreht wird - verzeiht unser Gehör nicht: Über längeren Zeitraum kann es zu Hörschäden kommen, wie unter anderem das britische News-Portal Mirror berichtete. HNO-Ärzte warnen bereits seit längerem, dass der verstärkte Einsatz von Kopfhörern ein Faktor für den besorgniserregenden Anstieg von Hörgeschädigten ist.

So schätzt die Weltgesundheitsorganisation (WHO), dass rund 375 Millionen Menschen weltweit von einem gravierenden Hörschaden betroffen sind, der sie stark im Alltag beeinträchtigt. Und die Zahlen werden der WHO zufolge weiter steigen - vor allem deshalb, weil unsere Welt durch Smartphones, mehr Verkehr oder anderen Faktoren wie Baustellen immer lauter wird.

Weiterlesen: Sieht Ihr Ohrenschmalz so aus? Dann schnell ab zum Arzt.

Kopfhörer im Ohr gefährlicher als Over-Ear-Kopfhörer

Vor allem 12- bis 35-Jährige seien besonders gefährdet, einen Hörschaden zu entwickeln. Zum einen wegen lauten Party-Nächten, zum anderen wegen dem Gebrauch von Kopfhörern. Kopfhörer, die im Ohr sitzen, hält der Chef der HNO-Klinik an der Uni Freiburg, Roland Laszig, für gefährlicher als die aufliegende Variante, wie der Spiegel berichtete. Diese würden sich deutlich näher am empfindlichen Trommelfell befinden. Das Innenohr wird dabei nicht nur durch zu laute Musik, sondern auch durch ständige Beschallung geschädigt: Auch wenn die Lautstärke moderat eingestellt ist, kann es durch ständiges Musikhören also zu Hörschäden kommen.

Deshalb plädieren Mediziner eindringlich dafür, die Lautstärke nicht zu weit aufzudrehen und den Ohren auch Ruhe zu gönnen. Der Fachmann Stephen Wheatley von der UK Hearing Conservation Association (Britische Hörschutz-Vereinigung) warnte im Mirror: "Wenn Sie das Augenlicht verlieren, verlieren Sie den Kontakt mit Dingen, wenn Sie das Gehör verlieren, verlieren Sie den Kontakt mit Menschen."

Mehr zum Thema: Wie bitte? Infos zu Hörschäden.

jg

So schützen Sie Ihr Ohr: Die wichtigsten Tipps

Das Ohr ist ein Sinnesorgan. Zu viel Lärm, eine Beschallung ab 85 Dezibel, kann zu einem Hörschäden führen. Schützen Sie Ihr Gehör. Bei Konzerten (etwa 100 dB) können Ohrstöpsel und ein ausreichender Abstand zur Geräuschquelle Gehörschäden vermeiden.
Das Ohr ist ein Sinnesorgan. Zu viel Lärm, eine Beschallung ab 85 Dezibel, kann zu einem Hörschäden führen. Schützen Sie Ihr Gehör. Bei Konzerten (etwa 100 dB) können Ohrstöpsel und ein ausreichender Abstand zur Geräuschquelle Gehörschäden vermeiden. © dpa
Beim Musikhören über Kopfhörer die 60/60 Regel beachten: täglich nicht länger als 60 Minuten Musik über Kopfhörer hören und dabei nicht über 60 Prozent des Maximalvolumens des Gerätes aufdrehen.
Beim Musikhören über Kopfhörer die 60/60 Regel beachten: täglich nicht länger als 60 Minuten Musik über Kopfhörer hören und dabei nicht über 60 Prozent des Maximalvolumens des Gerätes aufdrehen. © dpa
Zur Regeneration bewusst akustische Pausen einlegen und alle Lärmquellen (Radio, Fernsehen etc.) abschalten. Dies gilt vor allem nach Diskobesuchen, der Arbeit in einem lauten Umfeld etc. – hier sollte man den Ohren mindestens 10 Stunden Ruhe gönnen.
Zur Regeneration bewusst akustische Pausen einlegen und alle Lärmquellen (Radio, Fernsehen etc.) abschalten. Dies gilt vor allem nach Diskobesuchen, der Arbeit in einem lauten Umfeld etc. – hier sollte man den Ohren mindestens 10 Stunden Ruhe gönnen. © dpa
Gehör regelmäßig durch einen Hörgeräteakustiker oder spezialisierten Arzt überprüfen lassen. © dpa
Falls es doch passiert und Symptome wie ein Druckgefühl im Ohr, ein dumpfer Höreindruck oder anhaltende Ohrgeräusche auftreten, sollten man dem Gehör dringend Ruhe gönnen, viel Flüssigkeit zu sich nehmen und schnellstmöglich einen HNO-Arzt aufsuchen. © dpa
Bereits eine dauerhafte Lärmeinwirkung über 85 dB kann zu einem irreparablen Hörverlust führen. Das entspricht etwa einem elektrischen Rasenmäher. © dpa
Bei einem Lärmpegel von etwa 100 dB – wie sie bei Konzerten oder bei maximal aufgedrehtem MP3-Player erreicht werden – riskiert man schon bei 20 Minuten Beschallung pro Tag eine spätere Hörminderung. © dpa

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