Zu süß

Sie trinken Ihren Kaffee gerne mit Zucker? Diese ungeahnte Folge kennen Sie noch nicht

+
Der Latte Macchiato ohne Zucker? Für manche Kaffee-Liebhaber eine schlimme Vorstellung.

Dass zu viel Zucker ungesund ist, weiß jedes Kind. Welche Folgen gesüßte Getränke wie Limo und süßer Kaffee haben, untersuchen Forscher seit langem - neue Erkenntnisse schocken. 

Limo und Softdrinks würden ohne Zucker ganz anders schmecken - und auch für viele Kaffeetrinker ist Kaffee ohne Zucker undenkbar. Doch was Wissenschaftler jetzt über den Zuckerkonsum durch Getränke herausgefunden haben, gibt zu denken.

Süßer Kaffee und Limo: Mehr als 700 Milliliter täglich bereits schädlich

So kommen US-amerikanische Forscher in einer groß angelegten Studie mit über 118.000 Männern und Frauen zu dem Ergebnis, dass zuckerhaltige Getränke für einen frühen Tod verantwortlich sind, wie das Portal Business Insider berichtete.

Über 34 Jahre wurden die Ernährungsgewohnheiten der Studienteilnehmer analysiert. Dabei fiel auf, dass vor allem diejenigen, die über einen langen Zeitraum häufig zu Limo, Softdrinks und gezuckertem Kaffee griffen, mit größerer Wahrscheinlichkeit früher versterben als diejenigen, die selten zuckerhaltige Getränke schlürften. So erkrankten die Menschen, die gerne süß tranken, früher an Herzkrankheiten oder Krebs.

Frauen, die am Tag mehr als 700 Milliliter zuckerhaltige Getränke zu sich nahmen - Fruchtsaft ausgeschlossen - hatten sogar ein um 63 Prozent höheres Risiko, an einem frühzeitigen Tod zu sterben, als Frauen, die sich nur einen süßen Drink pro Monat genehmigten. Bei Männern stieg das Risiko um 29 Prozent. (Beim Thema Zuckerkonsum zeigen inzwischen sogarviele Supermarkt-Ketten Initiative.)

Das könnte Sie auch interessieren: DASH-Diät wieder zur besten Diät gekürt - so funktioniert herzgesund abnehmen.

Zu viel Zucker: Sind Light-Produkte eine gute Alternative?

Mit den vorliegenden Studienergebnissen erhärten sich die Beweise dafür, dass eine zuckerarme Ernährung Krankheiten vorbeugen kann. Allerdings hat die Studie - wie viele Ernährungs-Studien, die mit Fragebögen arbeiten - einige Schwächen. So könne den Forschern zufolge nicht mit Sicherheit davon ausgegangen werden, dass die Studienteilnehmer bei der Abfrage ihrer Ernährungs- und Trink-Gewohnheiten immer ehrlich waren.

Auch andere Faktoren konnten nicht hinreichend berücksichtigt werden: So würden diejenigen, die viel Zucker in Form von Getränken zu sich nahmen, sich eventuell auch generell ungesünder ernähren und viel mehr Kalorien zu sich nehmen, als sie tatsächlich benötigten.

"Light-Getränke können dabei helfen, den Konsum von zuckerhaltigen Getränken zu reduzieren. Dennoch ist Wasser die beste und gesündeste Wahl", so Vasanti Malik, eine der Studienleiterinnen aus der Abteilung für Ernährung der Harvard T. H. Chan School of Public Health. Doch auch bei Light-Produkten ist Vorsicht geboten: So erklärten die Studienleiter, dass ein erhöhter Konsum von Light-Getränken und der darin enthaltenen Zuckerersatzstoffe mit der Entwicklung von Übergewicht und Bluthochdruck verbunden ist.

Zur Studie

Mehr zum Thema: Frau ernährt sich 40 Tage ohne Zucker - das hat schwerwiegende Folgen.

Weiterlesen: Zuckerfreie Ernährung - so nehmen Sie schnell und gesund ab.

Umfrage zum Thema

jg

Schnell schlank und fit: Sechs gesunde Zuckeralternativen

Die wenigsten kennen ihn, doch Veganer schätzen ihn schon seit langem: den Reissirup. Auf den ersten Blick hat er die gleiche Konsistenz und Farbe wie Honig, doch er ist transparenter. Dennoch kann man mit Reissirup sein Frühstück aufpeppen. Er süßt zwar etwas weniger als Haushaltszucker, hat dafür aber einen leicht karamellartigen Geschmack. Zudem enthält er viele Mineralstoffe wie Magnesium, Eisen oder Kalzium und hält dank seiner Mehrfachzucker den Zuckerausstoß gering.
Die wenigsten kennen ihn, doch Veganer schätzen ihn schon seit langem: den Reissirup. Auf den ersten Blick hat er die gleiche Konsistenz und Farbe wie Honig, doch er ist transparenter. Dennoch kann man mit Reissirup sein Frühstück aufpeppen. Er süßt zwar etwas weniger als Haushaltszucker, hat dafür aber einen leicht karamellartigen Geschmack. Zudem enthält er viele Mineralstoffe wie Magnesium, Eisen oder Kalzium und hält dank seiner Mehrfachzucker den Zuckerausstoß gering. © pixabay/ponce_photography
Kokosblütenzucker, auch Kokos- oder Palmzucker genannt, ist erst seit kurzem bekannt, aber dank seines niedrigen glykämischen Index bereits ein Star in der veganen und der Paleo-Community. Deshalb wird er besonders bei Diabetes, hohem Blutdruck oder Herzerkrankungen empfohlen. Der Kokoszucker wird aus dem Nektar der Kokospalme hergestellt und ist ebenfalls reich an diversen Mineralstoffen. Dennoch schmeckt er nicht nach Kokos, sondern hat ebenfalls eine karamellige Note. Man kann ihn 1:1 wie braunen Zucker verwenden.
Kokosblütenzucker, auch Kokos- oder Palmzucker genannt, ist erst seit kurzem bekannt, aber dank seines niedrigen glykämischen Index bereits ein Star in der veganen und der Paleo-Community. Deshalb wird er besonders bei Diabetes, hohem Blutdruck oder Herzerkrankungen empfohlen. Der Kokoszucker wird aus dem Nektar der Kokospalme hergestellt und ist ebenfalls reich an diversen Mineralstoffen. Dennoch schmeckt er nicht nach Kokos, sondern hat ebenfalls eine karamellige Note. Man kann ihn 1:1 wie braunen Zucker verwenden. © pixabay/Couleur
Wer schon einmal in den USA oder Kanada war, kennt ihn meist auf Pancakes zum Frühstück: den Ahornsirup. Als gesunde Alternative ist er bei Veganern sehr beliebt. Er wird aus kanadischen Ahornbäumen gewonnen und als Saft eingekocht. Er gilt als natürliches Süßungsmittel und ist in verschiedenen Qualitätsgraden (AA, A, B, C, D) erhältlich. Auch Ahornsirup wird für seine vielen Mineralstoffe und Spurenelemente geschätzt. Zudem sollen darin befindliche Substanzen antioxidativ und entzündungshemmend wirken.
Wer schon einmal in den USA oder Kanada war, kennt ihn meist auf Pancakes zum Frühstück: den Ahornsirup. Als gesunde Alternative ist er bei Veganern sehr beliebt. Er wird aus kanadischen Ahornbäumen gewonnen und als Saft eingekocht. Er gilt als natürliches Süßungsmittel und ist in verschiedenen Qualitätsgraden (AA, A, B, C, D) erhältlich. Auch Ahornsirup wird für seine vielen Mineralstoffe und Spurenelemente geschätzt. Zudem sollen darin befindliche Substanzen antioxidativ und entzündungshemmend wirken. © Pixabay
Neben Xylit gehört auch Erythrit zu den Zuckeralkoholen und wird als Zuckeraustauschstoff verwendet. Er sieht dem Haushaltszucker ebenfalls gleich und schmeckt süß. Er kommt in natürlicher Form in Käse, Mais oder Obst vor und wird durch Fermentation gewonnen. Erythrit enthält ebenfalls kaum Kalorien und beeinflusst nicht den Blutzucker- oder Insulinspiegel. Daher wird er bei Diabetes oder Übergewicht empfohlen. Allerdings süßt er nicht so stark wie Xylit oder normaler Haushaltszucker.
Neben Xylit gehört auch Erythrit zu den Zuckeralkoholen und wird als Zuckeraustauschstoff verwendet. Er sieht dem Haushaltszucker ebenfalls gleich und schmeckt süß. Er kommt in natürlicher Form in Käse, Mais oder Obst vor und wird durch Fermentation gewonnen. Erythrit enthält ebenfalls kaum Kalorien und beeinflusst nicht den Blutzucker- oder Insulinspiegel. Daher wird er bei Diabetes oder Übergewicht empfohlen. Allerdings süßt er nicht so stark wie Xylit oder normaler Haushaltszucker. © pixabay/Pezibear
Honig gilt seit Menschengedenken als wertvolles Nahrungs- und Heilmittel. Er wird von Bienen aus gesammeltem Nektar von Blüten oder durch Ausscheidungsprodukte verschiedener Läusearten, dem sogenannten Honigtau, produziert. Honig besteht zu 80 Prozent aus reinem Zucker. Heutzutage wird er als Süßungsmittel genutzt und seit der Antike für seine entzündungshemmende und antibakterielle Wirkung bei diversen Erkrankungen gerühmt.
Honig gilt seit Menschengedenken als wertvolles Nahrungs- und Heilmittel. Er wird von Bienen aus gesammeltem Nektar von Blüten oder durch Ausscheidungsprodukte verschiedener Läusearten, dem sogenannten Honigtau, produziert. Honig besteht zu 80 Prozent aus reinem Zucker. Heutzutage wird er als Süßungsmittel genutzt und seit der Antike für seine entzündungshemmende und antibakterielle Wirkung bei diversen Erkrankungen gerühmt. © Pixabay
Stevia wird aus der südamerikanischen Pflanze Stevia rebaudiana (auch "Süßkraut" oder "Honigkraut" genannt) gewonnen und ist ebenfalls ein natürlicher und beliebter Süßstoff. Er besteht großteils aus den sogenannten Stevioglycosiden und hat weder Kalorien noch Zucker. Daher ist Stevia bei Diabetes, Insulinresistenz und sogar zur Kariesprophylaxe geeignet. Doch Vorsicht: Der Süßstoff ist bis zu 300 Mal süßer als herkömmlicher Haushaltszucker.
Stevia wird aus der südamerikanischen Pflanze Stevia rebaudiana (auch "Süßkraut" oder "Honigkraut" genannt) gewonnen und ist ebenfalls ein natürlicher und beliebter Süßstoff. Er besteht großteils aus den sogenannten Stevioglycosiden und hat weder Kalorien noch Zucker. Daher ist Stevia bei Diabetes, Insulinresistenz und sogar zur Kariesprophylaxe geeignet. Doch Vorsicht: Der Süßstoff ist bis zu 300 Mal süßer als herkömmlicher Haushaltszucker. © picture alliance / dpa / Marijan Murat

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

Diese 13 Anzeichen verraten, ob Sie zu viel Alkohol trinken
Diese 13 Anzeichen verraten, ob Sie zu viel Alkohol trinken
Sie können bei der Hitze nicht schlafen? Dann haben Sie wohl DAS falsch gemacht 
Sie können bei der Hitze nicht schlafen? Dann haben Sie wohl DAS falsch gemacht 
Fatale Suchtwelle in den USA: Deshalb könnte die Schmerzmittel-Krise auch uns erreichen
Fatale Suchtwelle in den USA: Deshalb könnte die Schmerzmittel-Krise auch uns erreichen
Mit diesem ungewöhnlichen Trick werden Sie Pickel schnell und einfach los
Mit diesem ungewöhnlichen Trick werden Sie Pickel schnell und einfach los

Kommentare