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Stiftung Warentest

Das sind die besten Zahnzusatzversicherungen

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Gesunde Zähne haben ihren Preis: Für hochwertigen Zahnersatz übernimmt die Krankenkasse nur einen vergleichsweise geringen Anteil. Wer eine Zahnzusatzversicherung hat, bekommt – je nach Tarif – immerhin bis zu 95 Prozent erstattet.

Inlay, Kronen oder Implantate haben ihren Preis. Lohnt sich eine Zahnzusatzversicherung? Die Stiftung Warentest hat nun über 200 Angebote verglichen. 

Eine private Zusatzversicherung kann sich da durchaus lohnen. Doch wer zahlt am meisten für teure Kronen, Inlays oder Implantate? Die Stiftung Warentest hat über 200 Angebote verglichen.

„Hier empfehle ich ein Implantat, und bei diesen zwei Zähnen ersetzen wir die Amalgamfüllungen durch Inlays...“ Für Kassenpatienten heißt das: 2000 Euro oder mehr aus der eigenen Tasche zahlen. Die gesetzliche Krankenkasse übernimmt nur einen geringen Teil der Kosten für Zahnersatz. 

Mit einer privaten Zahnzusatzversicherung sorgen Patienten dafür, dass auch teure Implantate, Kronen oder Brücken bezahlbar bleiben. Wer seinen Eigenanteil – auch bei hochwertiger Versorgung – auf fünf bis 15 Prozent drücken will – benötigt einen leistungsstarken Tarif. Die Stiftung Warentest hat für die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift „Finanztest“ 209 Zahnzusatzpolicen verglichen. Das Ergebnis: Sehr guten Schutz gibt es bereits ab 11 Euro im Monat (für einen 43-jährigen Modellkunden). Sehr guter Basisschutz kostet ab 8 Euro monatlich.

Testsieger

Insgesamt wurden bei der Untersuchung der Stiftung Warentest 66 Angebote mit „sehr gut“ bewertet, 59 mal wurde die Note „gut“ vergeben. Die Bestnote „sehr gut“ (0,5) erhielt der Tarif „DFV-Zahnschutz Exklusiv“. Ein 43-jähriger Kunde zahlt dafür 43 Euro im Monat, bis zum 73. Lebensjahr steigt der Beitrag allerdings schrittweise auf 66 Euro. Das günstigste Angebot mit sehr guten Zahnersatzleistungen beim Einstieg mit 43 Jahren ist laut Test der Tarif „DentZE. 90“ der Halleschen für 11 Euro im Monat. Der Beitrag steigt auch hier – bis zum 73. Lebensjahr auf 32 Euro. Wenn man die Beiträge auf lange Sicht vergleicht, liegen drei ebenfalls sehr gute Angebote mit 24 Euro (Durchschnitts-)Beitrag gleichauf: Hanse Merkur „EZ+EZT“, Huk-Coburg „ZZ Premium Plus“ und der DKV-Tarif „KDT85“.

Regelversorgung beim Zahnersatz

Gesetzliche Kassen kommen beim Zahnersatz lediglich für 50 Prozent der Kosten für die Regelversorgung auf – unabhängig davon, welche Art von Zahnersatz jemand am Ende wirklich bekommt. Regelversorgung heißt: Zahnersatz in einfacher Ausführung, der medizinische ausreichend ist, aber beispielsweise keine Goldlegierungen, keine Verblendung von Seitenzähnen und keine Implantate vorsieht. Patienten müssen sich also in der Regel mit 50 Prozent auch an den Kosten der Standardversorgung für Kassenpatienten beteiligen. Mit dem Bonus für regelmäßige Zahnarztbesuche lässt sich der Festzuschuss auf maximal 65 Prozent steigern. Wer nur diesen Anteil versichern möchte und keinen Wert auf teuren Zahnersatz legt, für den reicht ein Tarif mit geringeren Leistungen. Die günstigsten Tarife, die von Stiftung Warentest für die Regelversorgung mit „sehr gut“ bewertet wurden, sind: Huk-Coburg „ZZ“ und „ZZ Basis“ der Pax. Sie kosten 8 Euro im Monat.

So viel zahlt die Kasse – so viel der Patient

Eine private Zusatzversicherung lohnt sich vor allem bei teurem Zahnersatz. Die gesetzliche Krankenkasse zahlt oft weniger als 20 Prozent der Kosten. Die folgenden drei Beispiele zeigen, wie viel Geld Patienten von einer privaten Zusatzversicherung erhalten würden. 

  • Kassenkrone (Vollgusskrone aus edelmetallfreier Legierung) Für den Befund „1.1 Erhaltungswürdiger Zahn mit weitgehender Zerstörung der klinischen Krone“ ist als Regelversorgung eine Krone aus einer Nicht-Edelmetal-Legierung vorgesehen. Das Material kostet weniger als goldhaltige Legierungen. Da es sich um einen Seitenzahn im nicht sichtbaren Bereich (Unterkiefer, Zahn 5) handelt, übernimmt die Kasse keine Kosten für zahnfarbene Verblendungen. Die Regelversorgung wird nach kassenärztlicher Abrechnungsweise für Arztleistungen und für Laborleistungen abgerechnet.
    Gesamtkosten: 260 Euro
    Kassenzuschuss: 181 Euro (Festzuschuss 2016 mit Höchstbonus) Eigenanteil: 79 Euro
    Zahntarife decken 1 bis 79 Euro
  • Inlay (Dreiflächiges Keramik-Inlay) Ein Inlay ist eine harte Einlagenfüllung für ein Loch im Zahn, das normalerweise mit Amalgam gefüllt würde. Der Zahntechniker fertigt es nach einem Abdruckmodell zum Beispiel aus einer Goldlegierung oder aus Keramik an. Dafür zahlt die Kasse keinen Festzuschuss, sondern nur so viel, wie sie für die Füllung zahlen würde. Der Zahnarzt rechnet hier vollständig nach dem teuren privatzahnärztlichen System ab.
    Gesamtkosten: 600 Euro
    Kassenzuschuss: 45 Euro (Kosten einer dreiflächigen Amalgamfüllung)
    Eigenanteil: 555 Euro
    Zahntarife decken 0 bis 555 Euro
  • Zahnersatz auf Implantat (Implantat mit vollständig verblendeter Metall-Keramik-Krone) Der Befund heißt in diesem Beispiel „2.1 Zahnbegrenzte Lücke mit einem fehlenden Zahn“. Es handelt sich um Zahn 5 im Unterkiefer, also einen Seitenzahn im nicht sichtbaren Bereich. Die Regelversorgung wäre eine unverblendete Brücke aus einer Metalllegierung ohne Goldanteil, die an den Nachbarzähnen befestigt wird. Ein Implantat ist eine künstliche Zahnwurzel, meist aus Metall, die in den Kieferknochen eingeschraubt wird. Darauf wird der Zahnersatz befestigt. Bei einer Implantatversorgung rechnet der Zahnarzt alle Leistungen komplett nach der privatzahnärztlichen Gebührenordnung ab. Es wird hier von einer teuren Behandlung ausgegangen, bei der ein Knochenaufbau erforderlich ist, bevor der Zahnarzt das Implantat einsetzen kann.
    Gesamtkosten: 3580 Euro
    Kassenzuschuss: 429 Euro (Festzuschuss 2016 mit Höchstbonus) Eigenanteil: 3151 Euro
    Zahntarife decken 201 bis 3151 Euro


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Der Zahn: Von Krone bis Wurzel

Der Zahn: Von Krone bis Wurzel Das Gebiss eines Erwachsenen besteht aus 32 Zähnen. Jeder besteht aus der Krone, dem Hals und einer Wurzel, die fest im Knochen eingewachsen ist. Das Zahnfleisch wächst in den Zahn und bildet eine Bakterienbremse. © obs/blend-a-med
Von Mark bis Schmelz Von innen nach außen gibt es folgende Schichten: das von Gefäßen und Nerven durchzogene Mark, das Zahnbein und den Schmelz aus Hydroxylapatit und Fluorid als Schutzschild. © obs
Knochen Der Kieferknochen dient als Verankerung für die Zähne, er bleibt nur unter ständigem Druck stabil. Fehlt der Druck, weil ein Zahn ausgefallen ist, baut sich die Knochensubstanz ab. © obs
Jedes Jahr gehen in Deutschland 14 Millionen Zähne verloren. Zahnkiller Nummer eins ist die Paradontitis. Die Zahnfleischentzündung hat Karies vom ersten Platz verdrängt. © Obs/Oral B
Zahnerkrankungen: Karies ist die häufigste Infektionskrankheit des Menschen, nur ein Prozent der Erwachsenen ist kariesfrei. Die Beläge auf den Zähnen produzieren mit dem Zucker aus der Nahrung Säuren, die in den Zahnschmelz eindringen und ihn auflösen. © obs
Pardontitis Die Parodontitis ist eine schwere Entzündung des Zahnfleisches, bei der sich das Gewebe zurückbildet und den Zahnhals nicht mehr fest umschließt. Sie ist die Hauptursache für Zahnverlust. © obs
Plaque & Zahnstein Zahnbelag (Plaque) ist eine bakterielle Ablagerung auf den Zähnen. Bildet er als Kruste eine Verbindung mit dem Zahn, wird er zu Zahnstein. Dieser bakterielle Biofilm muss sorgfältig entfernt werden. © dpa
Implantat: Zahn sitzt auf einer Schraube im Knochen © obs/proDent e.V.

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