Stiftung Warentest

Absolut rein? Drei Mineralwasser verunreinigt 

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Die "Stiftung Warentest" hat in der Juni-Ausgabe 20 Mineralwässer getestet

Berlin - Reste von Süßstoffen, Pestizidreste, Korrosionsschutzmittel: Die Liste der Rückstände die die "Stiftung Warentest" in handelsüblichen Mineral- und Tafelwasser gefunden hat, ist besorgniserregend.

Natürliche Mineralwässer sollen genau so ins Glas kommen, wie sie aus der Quelle sprudeln. Das heißt: Sie dürfen nicht aufbereitet werden - anders als Leitungswasser. Trotzdem müssen sie rein sein. Die Stiftung Warentest prüfte 20 Mineralwässer aus deutschen Quellen und entdeckte: Nicht jedes Wasser ist so rein, wie das Etikett es vorgibt. Schädlich für die Gesundheit ist aber keines der getesteten Produkte. Sechs Mineralwässer bekamen das Urteil: „einwandfrei“.

Drei der getesteten Mineralwässer waren verunreinigt. In ihnen entdeckten die Experten Süßstoffe und Abbauprodukte von Pestiziden und einem Korrosionsschutzmittel. Gefährlich sei das nicht, heißt es in der Zeitschrift „test“ (Ausgabe 06/2015). Es zeige aber, dass die Quellen womöglich nicht ausreichend geschützt sind.

„Oberirdische Verunreinigungen wie etwa Süßstoffe gelangen über die Toilette oder das Spülwasser erst ins Abwasser, dann ins Oberflächenwasser“, erklärt Birgit Rehlender von der „Stiftung Warentest“. „Das versickert dann in tiefere Schichten, und wenn die Quelle nicht durch undurchlässige Schichten geschützt ist, können die Stoffe auch ins Tiefenwasser der Quelle gelangen.“ Diese Wassersorten bekamen schlechte Noten in der Deklaration, weil sie auf ihren Schildern beispielsweise mit Reinheit werben.

Ein weiteres Manko: Zwei der Wässer enthielten Krankheitserreger. Allerdings bestanden sie den üblichen Test, erst bei einer zusätzlichen Prüfung fielen die Erreger auf. Für gesunde Menschen sei das kein Problem, wer ein schwaches Immunsystem hat, sollte diese Wässer vor dem Trinken aber besser abkochen.

dpa

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