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Online-Apotheken verstoßen gegen Gesetze

Test offenbart: Darum sind die Pillen aus dem Netz so gefährlich

Kostengünstig im Internet: Online-Apotheken vertreiben mittlerweile allerlei Medikamente.
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Kostengünstig im Internet: Online-Apotheken vertreiben mittlerweile allerlei Medikamente.

Immer mehr Menschen bestellen sich Medikamente online anstatt zur Apotheke um die Ecke zu gehen. Wie gefährlich das ist, offenbart nun ein Test.

München - Schnell und günstig am Computer Tabletten bestellen, statt in die Apotheke fahren zu müssen: Immer mehr Menschen besorgen sich Medikamente bei Versandapotheken, die seit 2004 in Deutschland erlaubt sind. Doch wie sicher sind die Pillen aus dem Netz? Die Stiftung Warentest kam bei 18 Versandapotheken zu erschreckenden Ergebnissen. Sieben fielen mit „mangelhaft“ durch, vier schafften nur ein „ausreichend“, keine war „gut“ oder „sehr gut“.

„Zwei Arzneien, die den Kaliumspiegel im Blut senken, und noch das Nahrungsergänzungsmittel Magium K bitte.“ So lautete die Bestellung, die ein Tester im Auftrag der Stiftung bei den Onlineapotheken aufgab. Dieser Medikamentencocktail kann zu bedrohlichen Herzrhythmusstörungen führen. Keine der 18 Online-Apotheken wies darauf hin! Dabei sind Versandapotheken ebenso wie die Apothekenfiliale um die Ecke dazu verpflichtet, Wechselwirkungen von Medikamenten zu prüfen und darauf hinzuweisen. In einem zweiten Fall, wo der Testpatient mit zwei Rezepten verschiedener Ärzte den Cholesterinsenker Atorvastatin und das Mittel gegen Herzrhythmusstörungen Amiodaron bestellte, wies nur jeder zweite Versender drauf hin, dass die gleichzeitige Einnahme zum gefährlichen Abbau des Herzmuskelgewebes führen kann.

Ein Überblick über die Online-Apotheken.

Jedes dritte Paket landet beim Nachbarn

Die nächste Gefahr: Bestellte Arzneien dürfen Zusteller nur an die Person aushändigen, die sie bestellt hat. Beim Test landete jedes dritte Paket beim Nachbarn, oft fehlten Hinweise darauf, dass der Inhalt nicht Minderjährigen ausgehändigt werden darf.

Etwas besser schaute es bei der Bitte um einen Medikationsplan aus, den Apotheken seit Oktober 2016 erstellen müssen, wenn eine Patient mehr als drei Arzneien vom Hausarzt verschrieben hat und eine vierte hinzukommt. Immerhin erfüllten sechs Versandapotheken diese Bitte. In einem Vergleichstest bei zehn Vor-Ort-Apotheken gab es hier übrigens völlige Fehlanzeige.

Onlineapotheken bieten ihre Waren billig an: Juvalis.de verkauft die Paracetamol-Stada-Tabletten für 69 Cent, der Listenpreis beträgt 2,18 Euro. Allerdings kommen 3,95 Euro Versand hinzu. Der ausführliche Test ist in der November-Ausgabe der Zeitschrift Test zu lesen, die ab Donnerstag im Kiosk erhältlich ist.

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J. Welte

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