Länger gesund leben

Stille Entzündungen begünstigen chronische Krankheiten wie Krebs - wie Sie Ihr Risiko senken

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Die richtige Ernährung hemmt Entzündungen im Körper.

Sie lassen uns vorzeitig altern und fördern chronische Krankheiten wie Rheuma: sogenannte "stille" Entzündungen im Körper. Mit kleinen Veränderungen beugen Sie vor.

Chronische Krankheiten wie Diabetes und Krebs sind nicht nur auf eine Ursache zurückzuführen. Meist ist es eine fatale Mischung verschiedener Faktoren, die Krankheiten auslösen. Zum einen spielt die genetische Veranlagung eine wesentliche Rolle, aber auch Umwelteinflüsse und Lebenswandel können chronische Krankheiten begünstigen. Der Einfluss von Entzündungen im Körper rückt dabei immer mehr in den Fokus von Medizinern. Dem Fachportal Thieme zufolge erhöhen stille Entzündungen das Risiko für chronische Erkrankungen und können den Alterungsprozess maßgeblich vorantreiben.

Stille Entzündungen im Körper bekämpfen - und richtig vorbeugen

Der Internist und Geriater Dr. med. Peter Niemann erklärt in "Die Anti-Entzündungs-Strategie. Wie Sie gesund 100 Jahre alt werden", welche Möglichkeiten es gibt, sich über die Jahre gesund und fit zu halten. Sein Rezept gegen Entzündungsprozesse im Körper: Lebensmittel mit vielen Antioxidantien, ein maßvoller Medienkonsum, viel Bewegung und ausreichend Schlaf.

Typische Merkmale von Entzündungen sind Rötungen, Schwellungen, Wärmegefühl und Schmerz. Auch die Leistungsfähigkeit leidet, wenn der Körper mit Entzündungen kämpft. "Entzündungen dienen unserem Schutz. Das Immunsystem aktiviert seine Abwehrkräfte, um eine Gefahr zu bekämpfen. Sie spielen auch heute bei vielen Erkrankungen eine wichtige Rolle", erklärt Dr. Peter Niemann. Entzündungen werden nicht nur durch äußere Reize, wie zum Beispiel einem Mückenstich, ausgelöst. Auch ungesunde Fette, Feinstaubpartikel oder Pestizide können Ursachen für Entzündungen sein. Bedenklich wird es, wenn das Immunsystem seine Aktivität nicht wieder einstellt, sobald die Gefahr gebannt ist. Dann bleibt eine Entzündung im Körper ohne die typischen Symptome bestehen – im Zahnfleisch, in den Lymphknoten, im Darm oder im Gehirn. Gefährlich ist, dass wir diese sogenannten 'stillen Entzündungen' häufig nicht bemerken. Sie schwächen den Körper von innen heraus, machen uns müde und lustlos, lassen uns vorzeitig altern und sind die Ursache für viele Erkrankungen wie Rheuma oder Schlaganfälle.

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Antientzündlich leben: Diese Substanzen senken das Krebsrisiko

Schon kleine Veränderungen im Alltag helfen, Entzündungen zu bekämpfen. Zum Beispiel sorgt eine Ernährung mit bestimmten Gewürzen oder Gemüsesorten dafür, dass wir uns fitter und ausgeglichener fühlen. Denn ihre Inhaltsstoffe dämmen Entzündungsreaktionen ein, die das Immunsystem unnötig auf Trab halten. Ingwer zum Beispiel vermindert die Produktion von Prostanoiden. Das sind Hormone, die Entzündungsprozesse fördern. In gelbem und rotem Gemüse stecken die sogenannten Karotinoide. Sie dienen nicht nur den Pflanzen zum Schutz vor UV-Strahlung, Fressfeinden, chemischen Radikalen und Oxidantien, sondern wirken sich sehr positiv auf unsere Gesundheit aus: Die Entzündungsrate sinkt, wie auch das Krebs-, Depressions- und Schlaganfallrisiko.

Im Video: Diese Lebensmittel sind wahre Entzündungskiller

Selbst Infektionskrankheiten treten seltener auf. Kombiniert man eine solche abwechslungsreiche und gesunde Ernährung mit regelmäßiger Bewegung, schafft man die Basis für ein langes und gesundes Leben. Auch ausreichend Schlaf und soziale Kontakte sind wichtig, denn jede Umarmung und jede beiläufige Berührung lässt den Blutdruck sinken und setzt Endorphine frei, die uns glücklich machen. "Wir sind selbst dafür verantwortlich, wie es uns geht. Zum Glück können wir unsere Gesundheit ganz leicht beeinflussen – ohne dass wir unser Leben von heute auf morgen komplett verändern müssen!", so Niemann.

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Schnittlauch gegen Entzündungen

Schon mit einfachen Dingen können Entzündungen vermieden und das Wohlbefinden gesteigert werden – beispielsweise indem man bestimmte Lebensmittel in die Ernährung integriert. Schnittlauch zum Beispiel wächst im heimischen Garten und wirkt im Körper wachstumshemmend auf Bakterien. In ihm steckt eine große Menge an wichtigen Stoffen, die die Gesundheit fördern. Außerdem enthält er Antioxidantien, also entzündungshemmende Stoffe, wie Kaempferol, Quercetol oder Rutin, ebenso hohe Mengen an Vitamin A, C und K. Mineralsalze und Spurenelemente sind ebenfalls enthalten und der Nährwert ist mit 30 kcal pro 100 g Schnittlauch sehr niedrig. Auch auf zu hohen Blutdruck wirkt sich Schnittlauch positiv aus

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jg

Zehn blutdrucksenkende Lebensmittel

Kresse als gesundes Würzmittel - Wer Kräuter und Gewürze verwendet, kann Gerichte ganz ohne Kochsalz verfeinern. Auch Basilikum, Koriander, Curry, Ingwer, Thymian usw. gehören zu einer ausgewogenen Ernährung dazu. Besonders Kurkuma soll Cholesterin senken und so die Entwicklung von Herz-Kreislaufkrankheiten verhindern.
Kresse als gesundes Würzmittel: Wer Kräuter und Gewürze verwendet, kann Gerichte ganz ohne Kochsalz verfeinern. Auch Basilikum, Koriander, Curry, Ingwer, Thymian usw. gehören zu einer ausgewogenen Ernährung dazu. Besonders Kurkuma soll Cholesterin senken und so die Entwicklung von Herz-Kreislaufkrankheiten verhindern. © dpa/Patrick Pleul
Bananen enthalten viel Kalium und wenig Natrium und sind deshalb ein wahrer Herzstärker. Auch andere Obstsorten und auch Trockenobst zählen zu den kaliumreichen und natriumarmen Nahrungsmitteln und sind deshalb für eine herzgesunde Ernährung geeignet.
Bananen enthalten viel Kalium und wenig Natrium und sind deshalb ein wahrer Herzstärker. Auch andere Obstsorten wie Äpfel und auch Trockenobst zählen zu den kaliumreichen und natriumarmen Nahrungsmitteln und sind deshalb für eine herzgesunde Ernährung geeignet. © Frank Leonhardt/dpa
Es wird diskutiert, ob ein niedriger Vitamin-C-Spiegel im Blut Herzkrankheiten fördert. Zitrusfrüchte wie Zitronen, Orangen aber auch anderes Obst wie Papaya enthalten besonders viel Vitamin C. Dieses soll die Blutgefäße stärken, vor oxidativem Stress schützen und die Aufnahme von Cholesterin hemmen.
Es wird diskutiert, ob ein niedriger Vitamin-C-Spiegel im Blut Herzkrankheiten fördert. Zitrusfrüchte wie Zitronen, Orangen aber auch anderes Obst wie Papaya enthalten besonders viel Vitamin C. Dieses soll die Blutgefäße stärken, vor oxidativem Stress schützen und die Aufnahme von Cholesterin hemmen. © Susann Prautsch/dpa
Blattgemüse wie Spinat enthält Antioxidantien, Ballaststoffe und gesunde Fette und schützt so die Arterien. Brokkoli ist auch ein wahrer Gesundmacher mit Vitamin C, E, Kalium, Kalzium und Ballaststoffen - alles wichtig für ein gesundes Herz.
Blattgemüse wie Spinat enthält Antioxidantien, Ballaststoffe und gesunde Fette und schützt so die Arterien. Brokkoli ist auch ein wahrer Gesundmacher mit Vitamin C, E, Kalium, Kalzium und Ballaststoffen - alles wichtig für ein gesundes Herz. © Jens Kalaene/dpa
In dunkler Schokolade (mindestens 70 Prozent Kakao-Anteil sollten es sein) stecken Flavonoide und andere Verbindungen, die einen positiven Effekt auf den Cholesterinspiegel haben. Einen Haken gibt es: In Schokolade ist viel Zucker und ungesundes Fett enthalten, weshalb man sie nicht in rauen Mengen essen sollte. Rohkakao ist eine gesunde Alternative.
In dunkler Schokolade (mindestens 70 Prozent Kakao-Anteil sollten es sein) stecken Flavonoide und andere pflanzliche Verbindungen, die einen positiven Effekt auf den Cholesterinspiegel haben. Einen Haken gibt es: In Schokolade ist viel Zucker und ungesundes Fett enthalten, weshalb man sie nicht in rauen Mengen essen sollte. Rohkakao ist eine gesunde Alternative. © Oliver Berg/dpa
Omega-3-Fettsäuren sollen gutes Cholesterin erhöhen, Entzündungen im Körper hemmen und das Risiko für Herzerkrankungen senken. Vor allem in Seefisch wie Forelle, Makrele, Lachs und Sardine ist viel enthalten. Gute Omega-3-Lieferanten sind außerdem Samen wie Chia und Sesam.
Omega-3-Fettsäuren sollen gutes Cholesterin erhöhen, Entzündungen im Körper hemmen und das Risiko für Herzerkrankungen senken. Vor allem in Seefisch wie Forelle, Makrele, Lachs und Sardine ist viel enthalten. Gute Omega-3-Lieferanten sind außerdem Samen wie etwa Chia und Sesam. © Daniel Bockwoldt/dpa
Wer häufig Ballaststoffe isst, reduziert das Risiko Herz-Kreislaufkrankheiten zu bekommen. Vor allem Hülsenfrüchte wie Linsen und Bohnen liefern viele Ballaststoffe, aber auch Vollkornprodukte, Getreide wie Amaranth und Dinkel, Obst und Gemüse.
Wer häufig Ballaststoffe isst, reduziert das Risiko Herz-Kreislaufkrankheiten zu bekommen. Vor allem Hülsenfrüchte wie Linsen und Bohnen liefern viele Ballaststoffe, aber auch Vollkornprodukte, Getreide wie Amaranth und Dinkel, Obst und Gemüse. © Andreas Gebert/dpa
Heidelbeeren liefern viele Antioxidantien, die die Zellen und so auch die Blutgefäße schützen. Deshalb wird ihnen eine herzgesunde Wirkung zugesprochen. Auch andere Beeren haben diesen Effekt.
Heidelbeeren liefern viele Antioxidantien, die die Zellen und so auch die Blutgefäße schützen. Deshalb wird ihnen eine herzgesunde Wirkung zugesprochen. Auch andere Beeren haben diesen Effekt. © Mohssen Assanimoghaddam/dpa
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Knoblauch wirkt als Blutdruck- und Cholesterinsenker und beugt so Herz-Kreislauf-Erkrankungen vor. © Sven Hoppe/dpa
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Nüsse enthalten gesunde Fette und Ballaststoffe und machen sie deshalb zum perfekten Bestandteil herzgesunder Ernährung. © Gregor Fischer/dpa

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