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Zahlen und Forschungsergebnisse

Krebs: Neue Diagnoseverfahren und Therapien

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Hilfe nach der Albtraum-Diagnose Brustkrebs: Ärzte besprechen das Untersuchungsergebnis.

München - Es ist nur ein kurzes Wort aus fünf Buchstaben, aber seine Schreckenskraft ist stark genug, um Menschen von einer auf die andere Sekunde in Angst, Ohnmacht und Verzweiflung zu stürzen: Krebs

Die Diagnose lässt fast jeden Betroffenen an den Tod denken. Dabei ist die Erfolgsquote im Kampf gegen die Volkskrankheit wesentlich höher, als viele Leute glauben. „Wir haben große Fortschritte gemacht“, sagt der erfahrene Krebsmediziner Professor Dr. Wolfgang Hiddemann. Er ist der Kopf eines hochkarätigen Expertenteams, das in einer großen tz-Serie über die neuen Erkenntnisse, ­Diagnoseverfahren und Behandlungsmöglichkeiten berichtet. Unsere Leser haben auch die Möglichkeit, den Medizinern persönlich Fragen zu stellen: beim Krebsinformationstag, den der Verein Lebensmut, die Bayerische Krebsgesellschaft und das Klinikum der Universität am Samstag, 20. September, in der Uniklinik Großhadern veranstalten.

Bessere Medizin für Krebspatienten

Albtraum Krebs – leider wird er für immer mehr Menschen Realität. Jedes Jahr bekommen etwa 500 000 Bundesbürger die Schockdiagnose (siehe Tabelle). Die bösartige Krankheit breitet sich mit Macht aus – vor allem deshalb, weil unsere Gesellschaft älter wird. So rechnet die Deutsche Krebshilfe damit, dass die Neuerkrankungen bis 2030 um 20 Prozent zunehmen werden.

Schon jetzt kämpfen Millionen gegen Tumoren und Tochtergeschwülste aller Art, jährlich sterben etwa 218 000 Patienten daran. Hinter der nüchternen Statistik stehen 218 000 Einzelschicksale – und das Leid ganzer Familien.

Trotz dieser traurigen Bilanz gibt es Hoffnung – und die wächst jeden Tag. Denn die Mediziner konnten den „Feind“ genauer erforschen und schlagkräftigere Waffen entwickeln. Sie stehen ihm in vielen Fällen alles andere als machtlos gegenüber. „Die Diagnose Krebs muss kein Todesurteil mehr sein“, betont Hiddemann.

Etwa die Hälfte aller Krebserkrankungen werde in einem Stadium festgestellt, in dem man den Betroffenen sogar ohne eine belastende Chemotherapie noch gut helfen könne, erläutert der Onkologe. „Mehr als 80 000 dieser Patienten werden jedes Jahr dauerhaft geheilt.“ Aber auch jene Patienten, bei denen ein weiter fortgeschrittener Krebs diagnostiziert wird, sind längst nicht verloren. „In 80 Prozent dieser Fälle gelingt es uns heute, den Krebs zumindest vorübergehend zurückzudrängen. Immerhin 20 Prozent der fortgeschrittenen Erkrankungen lassen sich sogar heilen“, erläutert Hiddemann. „Und fast immer können wir die Lebensqualität unserer Patienten deutlich verbessern.“

Wie sehr es sich lohnen kann zu kämpfen, zeigt die Geschichte einer jungen Frau aus dem Landkreis Weilheim-Schongau. Nicole Schropp (31) ist während ihrer Schwangerschaft an Blutkrebs erkrankt. Trotzdem hat sie es geschafft, ein gesundes Baby auf die Welt zu bringen – mit größter Willenskraft und mithilfe hochmoderner Behandlungsmethoden. Heute geht es der Mama und ihrem Zwergerl David gut. Gemeinsam mit Papa Michael (35) genießen sie ihr Familienlück. An diesem Samstagabend erzählen die drei in der ZDF-Gala Willkommen bei Carmen Nebel ihre bewegende Geschichte (siehe Bericht rechts).

Nicole geht es darum, anderen Krebspatienten Mut zu machen. Eine Herzensangelegenheit, der sich auch ihr Arzt Professor Hiddemann und seine Mitstreiter verschrieben haben. Bei ihrem gemeinnützigen Verein Lebensmut – Leben mit Krebs ist der Name Programm. „Unsere Botschaft an die Patienten ist: Ihr seid nicht allein mit Eurer Krankheit. Wir helfen Euch – mit unserem Fachwissen, aber auch mit menschlicher Zuwendung und seelischer Unterstützung.“

In diesem Geist der Gemeinschaft soll auch der Krebsinformationstag am 20. September über die Bühne gehen. „Wir möchten unseren Besuchern Professoren zum Anfassen präsentieren, einen Austausch auf Augenhöhe ermöglichen“, erklärt Hiddemann. „Dazu gehört auch, dass wir von Patienten und Angehörigen lernen können: Welche Fragen beschäftigen sie am meisten? Wie können wir ihnen noch besser helfen?“ So werden im Hörsaaltrakt der Uniklinik Großhadern zwischen 9 und 17 Uhr Arbeitsgruppen, Vorträge und eine Podiumsdiskussion angeboten. Ohne Voranmeldung und kostenlos. Die Experten erhalten keine Honorare. Mehr über den Krebsinformationstag gibt’s im Internet unter der Adresse www.lebensmut.org.

Andreas Beez

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