Amselsterben

Usutu-Virus: Ist es auch für Menschen gefährlich?

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Amseln erkranken am Usutu-Virus - können sich auch Menschen anstecken?

Seit einigen Jahren fallen vor allem Amseln in der Westhälfte Deutschlands einem tropischen Virus zum Opfer. Doch ist es auch für Menschen gefährlich?

Berlin/Hamburg - Das insbesondere für Amseln gefährliche Usutu-Virus dringt in Deutschland in weitere Gebiete vor. Erstmals nachgewiesen wurde es in diesem Jahr bei toten Vögeln in Bremen, Hamburg und Bayern, wie Renke Lühken vom Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin auf Anfrage mitteilte.

Virus breitet sich aus: Durch Stechmücken übertragbar

Im bundesweiten Vergleich fielen mit zwölf Nachweisen demnach bislang die meisten Vögel in Hamburg dem tropischen Erreger zum Opfer. In Bremen und Bayern gibt es Lühken zufolge je zwei Nachweise. Insgesamt fanden die Spezialisten das Virus in 43 von bislang 132 untersuchten Vogelkadavern, verteilt auf zehn Bundesländer.

Das Virus wird von Stechmücken übertragen, deshalb ist die Krankheit in Deutschland auf die warme Jahreszeit beschränkt. Nach Beobachtung der Experten verenden immer dann besonders viele Vögel, wenn das Virus erstmals in einer Region vorkommt. Für Menschen, die gestochen werden, besteht laut Nabu nach bisherigem Kenntnisstand keine Gefahr. Infizierte Vögel wirkten krank und apathisch, bis sie nach einigen Tagen sterben, hieß es. Gegenmittel gibt es bisher nicht.

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Lühken rechnet allerdings mit dem Tod mehrerer tausend Amseln in Deutschland durch das Virus in diesem Jahr. Dem Naturschutzbund (Nabu) wurden bisher rund 1500 Verdachtsfälle gemeldet, der Großteil davon im August. "Die 2018 bisher gemeldeten Fälle übertreffen die Zahlen aus den Vorjahren deutlich, was für ein besonders starkes Auftreten und für einen Verbreitungssprung des Virus spricht", erklärte Nabu-Fachmann Lars Lachmann. Der warme Sommer scheine die Ausbreitung begünstigt zu haben.

Erstmals hatte der Erreger in Deutschland 2011 ein Vogelsterben ausgelöst. Anfangs waren nach Nabu-Angaben lediglich wärmebegünstigte Regionen entlang des Rheintals und am Untermain betroffen. Seit 2016 sehe man aber eine Ausbreitung über Nordrhein-Westfalen nach Norden und in Richtung Bayern, zudem habe es einen Ausbruch im Raum Leipzig und Berlin gegeben. Die Osthälfte Deutschlands blieb ansonsten jedoch weitgehend verschont.

Der Nabu ruft dazu auf, kranke und tote Vögel mit Usutu-Verdacht online zu melden. Verendete Tiere kann man zur Untersuchung einsenden, sie sollten aber nicht mit bloßen Händen angefasst werden.

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dpa

Diese Viren und Bakterien machen uns krank

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HIV-Virus: Das Virus löst die Immunschwäche Aids aus. Rund 20 Jahre nach seiner Entdeckung ist Aids die verheerendste Infektionskrankheit, die die Menschheit seit der Pest im 14. Jahrhundert herausgefordert hat.   © dpa/dpaweb-mm
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Pest Erreger Yersinia pestis: Die Infektionserkrankung wird erstmals im 6. Jahrhundert im Mittelmeerraum nachgewiesen. 1894 wird das Bakterium entdeckt. Heutzutage sind bei früher Diagnose die Heilungschancen durch Antibiotika hoch. © dpa
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Schweinegrippe Virus 1976: Die klassische Schweinegrippe ist ein Influenza-A-Virus vom Subtyp H1N1, der 1930 erstmals isoliert wurde. Daneben sind auch die drei Subtypen H1N2, H3N2 und H3N1 von Bedeutung. © dpa
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Schweinegrippe Virus unter einem Transmissionselektronenmikroskop: 2009 brach die Schweinegrippe in Mexiko aus. Dabei handelt es sich um ein mutiertes Schweinegrippevirus vom Subtyp H1N1, das anders als gewöhnlich auch von Mensch zu Mensch übertragen werden kann. © dpa
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Spanische Grippe Virus: Die Spanische Grippe (1918) gilt als die schlimmste Grippe-Pandemie aller Zeiten. Bei der Spanischen Grippe handelt es sich um den Virenstrang H1N1, der besonders junge Menschen dahin raffte. Experten schätzen die Zahl der Opfer auf 40 bis 50 Millionen. © dpa
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Vogelgrippe Influenza-A: Schema des Influenza-A-Virus (Computer-Darstellung von Januar 2006). Der aggressive Vogelgrippe-Virus des Subtyps H5N1 gehört zur Gruppe der Influenza-A-Viren, ebenso wie die zahlreichen menschlichen Grippeviren. Das Virus ist kugelrund, sein Durchmesser beträgt nur 0,1 tausendstel Millimeter. In seinem Inneren ist lediglich Platz für ein paar Proteine und die Erbsubstanz. © dpa

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