Im Zweifelsfall zum Arzt

Verbrennungen nicht mit Hausmitteln behandeln

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Bei kleineren Verbrennungen sollte man die Wunde 10 Minuten unter laufendes Wasser halten. Foto: Ralf Hirschberger

Schwerwiegende Verbrennungen der Haut sollten je nach Größe und Körperstelle ärztlich untersucht werden. Auch bei kleineren Wunden sind bestimmte Hausmittel und Eispacks Tabu.

Baierbrunn (dpa/tmn) - Vermeintliche Hausmittel wie Mehl oder Olivenöl haben auf verbrannter oder verbrühter Haut nichts verloren. Hat sich jemand zum Beispiel am Weihnachtsbaum leicht verbrannt oder mit heißem Tee verbrüht, sollte er die Hautstelle rund zehn Minuten unter laufendes Wasser halten.

Zu kalt sollte das Wasser aber nicht sein, erklärt Professor Henrik Menke, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Verbrennungsmedizin in der "Apotheken Umschau" (Ausgabe B12/2018). Auch vom Eispack aus dem Tiefkühler als Mittel gegen leichte Verbrennungen rät Menke ab.

Ist die Wunde größer als eine Hand, sollte sie hingegen nicht gekühlt werden - mit solchen Verbrennungen gehen Betroffene lieber sofort zum Arzt. Ärztlich versorgt werden sollten auch Verbrennungen im Gesicht oder über einem Gelenk sowie offene und nässende Verletzungen. Mit Säuglingen oder Kleinkindern sollten Eltern ebenfalls zum Arzt gehen.

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