Der große Irrtum

Ungültig und ungenau: Ärzte dürfen sich an viele Patientenverfügungen nicht halten

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Patientenverfügungen sind häufig unbrauchbar.

Jeder dritte Deutsche hat eine Patientenverfügung. Doch sehr viele sind in der Klinik nicht anwendbar. Ein vermeidbares Drama für Ärzte und Patienten.

Es kann schleichend kommen, wie bei einer fortschreitenden Demenz. Oder der Ernstfall tritt ganz plötzlich ein, wie nach einem Unfall oder einem Herzinfarkt. Auf einmal liegt man im Krankenhaus – hilflos, bewusstlos und nicht in der Lage zu sagen, was man will oder was nicht. Jeder dritte Deutsche hat für diesen Fall schon eine Patientenverfügung – doch sehr viele sind in der Klinik nicht anwendbar, weil sie falsch formuliert sind. Ein Münchner Chefarzt erklärt, worauf Sie achten müssen:

Es ist eine Horrorvorstellung, die wohl fast jeder hat: hilflos im Krankenhaus zu liegen, angeschlossen an Maschinen. Ausgeliefert und ohne Bewusstsein, mehr tot als lebendig. Ohne Aussicht auf Heilung. Wenn es zu Ende geht, möchte man nicht lang dahinsiechen, am Leben gehalten nur mit den Mitteln der modernen Medizin. Man möchte friedlich sterben. Doch selbst wenn Patienten eine Verfügung verfasst haben, können Ärzte diese häufig nicht anwenden: „Ich habe schon viele Verfügungen gelesen, da habe ich hinterher nicht mehr gewusst als vorher“, bedauert der Münchner Onkologe und Palliativmediziner Prof. Dr. Dr. Fuat Oduncu vom Helios Klinikum München West. 

Laut einer Studie der Uni Jena waren nur die Hälfte der Patientenverfügungen umsetzbar. Folge: Wenn nicht konkret genug formuliert wird, handelt der Arzt nach seinem Ethos und erhält das Leben des Patienten.

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muss Ernstfälle und Maßnahmen möglichst genau beschreiben

Sowohl die Situationen, für die die Verfügung gelten soll, als auch die gewünschten oder ungewünschten Behandlungen müssen möglichst konkret beschrieben sein. Nicht hilfreich sind allgemeine Äußerungen wie „wenn keine Aussicht mehr auf ein sinnvolles Leben besteht“, oder: „falls mein Leben nicht mehr erträglich sein sollte“, „möchte ich nicht an Schläuchen hängen“ oder „ich möchte keinen würdelosen Tod“ bzw. „man soll mich in Ruhe sterben lassen“. 

Hinter solchen Formulierungen stehen große Ängste, so Prof. Oduncu: „Der Patient wünscht sich, dass bestimmte lebensverlängernde Maßnahmen nicht mehr ausgeführt werden, wenn ein bestimmter Krankheitszustand eingetreten ist.“

Diese Zustände müssen benannt werden, z.B. eine Tumorerkrankung im Endstadium, eine unheilbare Schädigung des Gehirns z.B. auch durch eine fortgeschrittene Demenz oder eine erfolgte Wiederbelebung, um nur einige Beispiele zu nennen. 

Nicht nur Verbote: Bestimmte Behandlungen sollten in Patientenverfügung eingefordert werden

Bedenken sollte man auch, dass im Ernstfall bestimmte Maßnahmen auch das Leiden mindern können. In der Verfügung sollte der Patient daher nicht nur medizinische Behandlungen ablehnen wie z.B. eine Wiederbelebung, eine maschinelle Beatmung, künstliche Ernährung oder wiederholte Antibiotika-Gaben, sondern ausdrücklich moderne Therapien aus der Palliativmedizin, der Schmerztherapie und der Hospizversorgung einfordern.

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Zehn blutdrucksenkende Lebensmittel

Kresse als gesundes Würzmittel - Wer Kräuter und Gewürze verwendet, kann Gerichte ganz ohne Kochsalz verfeinern. Auch Basilikum, Koriander, Curry, Ingwer, Thymian usw. gehören zu einer ausgewogenen Ernährung dazu. Besonders Kurkuma soll Cholesterin senken und so die Entwicklung von Herz-Kreislaufkrankheiten verhindern.
Kresse als gesundes Würzmittel: Wer Kräuter und Gewürze verwendet, kann Gerichte ganz ohne Kochsalz verfeinern. Auch Basilikum, Koriander, Curry, Ingwer, Thymian usw. gehören zu einer ausgewogenen Ernährung dazu. Besonders Kurkuma soll Cholesterin senken und so die Entwicklung von Herz-Kreislaufkrankheiten verhindern. © dpa/Patrick Pleul
Bananen enthalten viel Kalium und wenig Natrium und sind deshalb ein wahrer Herzstärker. Auch andere Obstsorten und auch Trockenobst zählen zu den kaliumreichen und natriumarmen Nahrungsmitteln und sind deshalb für eine herzgesunde Ernährung geeignet.
Bananen enthalten viel Kalium und wenig Natrium und sind deshalb ein wahrer Herzstärker. Auch andere Obstsorten wie Äpfel und auch Trockenobst zählen zu den kaliumreichen und natriumarmen Nahrungsmitteln und sind deshalb für eine herzgesunde Ernährung geeignet. © Frank Leonhardt/dpa
Es wird diskutiert, ob ein niedriger Vitamin-C-Spiegel im Blut Herzkrankheiten fördert. Zitrusfrüchte wie Zitronen, Orangen aber auch anderes Obst wie Papaya enthalten besonders viel Vitamin C. Dieses soll die Blutgefäße stärken, vor oxidativem Stress schützen und die Aufnahme von Cholesterin hemmen.
Es wird diskutiert, ob ein niedriger Vitamin-C-Spiegel im Blut Herzkrankheiten fördert. Zitrusfrüchte wie Zitronen, Orangen aber auch anderes Obst wie Papaya enthalten besonders viel Vitamin C. Dieses soll die Blutgefäße stärken, vor oxidativem Stress schützen und die Aufnahme von Cholesterin hemmen. © Susann Prautsch/dpa
Blattgemüse wie Spinat enthält Antioxidantien, Ballaststoffe und gesunde Fette und schützt so die Arterien. Brokkoli ist auch ein wahrer Gesundmacher mit Vitamin C, E, Kalium, Kalzium und Ballaststoffen - alles wichtig für ein gesundes Herz.
Blattgemüse wie Spinat enthält Antioxidantien, Ballaststoffe und gesunde Fette und schützt so die Arterien. Brokkoli ist auch ein wahrer Gesundmacher mit Vitamin C, E, Kalium, Kalzium und Ballaststoffen - alles wichtig für ein gesundes Herz. © Jens Kalaene/dpa
In dunkler Schokolade (mindestens 70 Prozent Kakao-Anteil sollten es sein) stecken Flavonoide und andere Verbindungen, die einen positiven Effekt auf den Cholesterinspiegel haben. Einen Haken gibt es: In Schokolade ist viel Zucker und ungesundes Fett enthalten, weshalb man sie nicht in rauen Mengen essen sollte. Rohkakao ist eine gesunde Alternative.
In dunkler Schokolade (mindestens 70 Prozent Kakao-Anteil sollten es sein) stecken Flavonoide und andere pflanzliche Verbindungen, die einen positiven Effekt auf den Cholesterinspiegel haben. Einen Haken gibt es: In Schokolade ist viel Zucker und ungesundes Fett enthalten, weshalb man sie nicht in rauen Mengen essen sollte. Rohkakao ist eine gesunde Alternative. © Oliver Berg/dpa
Omega-3-Fettsäuren sollen gutes Cholesterin erhöhen, Entzündungen im Körper hemmen und das Risiko für Herzerkrankungen senken. Vor allem in Seefisch wie Forelle, Makrele, Lachs und Sardine ist viel enthalten. Gute Omega-3-Lieferanten sind außerdem Samen wie Chia und Sesam.
Omega-3-Fettsäuren sollen gutes Cholesterin erhöhen, Entzündungen im Körper hemmen und das Risiko für Herzerkrankungen senken. Vor allem in Seefisch wie Forelle, Makrele, Lachs und Sardine ist viel enthalten. Gute Omega-3-Lieferanten sind außerdem Samen wie etwa Chia und Sesam. © Daniel Bockwoldt/dpa
Wer häufig Ballaststoffe isst, reduziert das Risiko Herz-Kreislaufkrankheiten zu bekommen. Vor allem Hülsenfrüchte wie Linsen und Bohnen liefern viele Ballaststoffe, aber auch Vollkornprodukte, Getreide wie Amaranth und Dinkel, Obst und Gemüse.
Wer häufig Ballaststoffe isst, reduziert das Risiko Herz-Kreislaufkrankheiten zu bekommen. Vor allem Hülsenfrüchte wie Linsen und Bohnen liefern viele Ballaststoffe, aber auch Vollkornprodukte, Getreide wie Amaranth und Dinkel, Obst und Gemüse. © Andreas Gebert/dpa
Heidelbeeren liefern viele Antioxidantien, die die Zellen und so auch die Blutgefäße schützen. Deshalb wird ihnen eine herzgesunde Wirkung zugesprochen. Auch andere Beeren haben diesen Effekt.
Heidelbeeren liefern viele Antioxidantien, die die Zellen und so auch die Blutgefäße schützen. Deshalb wird ihnen eine herzgesunde Wirkung zugesprochen. Auch andere Beeren haben diesen Effekt. © Mohssen Assanimoghaddam/dpa
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Knoblauch wirkt als Blutdruck- und Cholesterinsenker und beugt so Herz-Kreislauf-Erkrankungen vor. © Sven Hoppe/dpa
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Nüsse enthalten gesunde Fette und Ballaststoffe und machen sie deshalb zum perfekten Bestandteil herzgesunder Ernährung. © Gregor Fischer/dpa

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