Wöchentlich 100 neue Fälle

Virus-Alarm in München: Jetzt rollt die Grippewelle an

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Wer Grippe-Erreger vermeiden möchte, sollte häufig und gründlich Hände waschen.

Es niest, schnupft und hustet in der bayerischen Landeshauptstadt. Die Grippewelle überrollt gerade München. Was gegen Symptome hilft, erklären Ihnen Experten.

Starke Halsschmerzen, heftiges Kopfweh und völlig kraftlos – so elend fühlte sich Petra M. (57) gestern Mittag und ging in die Hausarztpraxis Dr. Grassl. Sie ist eine von täglich rund 120 Bürgern, die hier in der Boschetsrieder Straße ärztliche Hilfe wegen Virus-Erkrankungen suchen – knapp ein Drittel aller Patienten.

Grippewelle rollt über München

"Die Grippewelle rollt an, das merken wir deutlich", sagt Dr. Wolfgang Ritter (50) aus der Praxis Dr. Grassl. Das bestätigen auch Zahlen des städtischen Gesundheitsreferats. Demnach gab es in der dritten Kalenderwoche 347 positive Laborbefunde auf Influenza, also echte Grippe.

In den Wochen zuvor waren es 243 bzw. 111 Fälle gewesen. Im Notfallzentrum des Klinikums Bogenhausen kursiert ebenfalls die Influenza. "Zu uns kommen etwa 110 Patienten pro Tag – zehn Prozent davon mit Grippe-Symptomen wie hohem Fieber", sagt der Chefarzt, Professor Christoph Dodt. Auch Teile des Personals liegen bereits flach.

Der Professor rechnet damit, dass die Hochphase der Influenza bis in den März dauert – darum rät er auch jetzt noch zur Impfung. Vierfach-Impfstoffe sollen gegen unterschiedliche Virusstämme am besten schützen. Damit seien auch 1.300 Klinik- Mitarbeiter geimpft. Dodt: "25 Prozent mehr als 2015/16." Auch Dr. Ritter findet die Impfung sinnvoll. Was er seiner Patientin empfiehlt – und was eine Apothekerin rät.

Die Tipps vom Mediziner: So bleiben Sie gesund

Dr. Wolfgang Ritters Tipps, wenn Sie eine Erkältung erwischt hat:

  • Schonen Sie sich, bleiben Sie im Bett, damit der Körper wieder zu Kräften kommt.
  • Keine Badewanne, keine Sauna, das belastet das Immunsystem.
  • Trinken Sie viel, am besten zwei Liter über den Tag verteilt. Besonders gut: Salbeitee mit Ingwer.
  • Diese Medikamente helfen: Ibuprofen senkt das Fieber, wirkt entzündungshemmend; Hustensaft mit Efeu und Thymian dämpft den Husten; ein abschwellendes Nasenspray, damit die Nasengänge und das Mittelohr frei bleiben; Eukalyptusöl beruhigt die Schleimhäute.
  • Auch Dr. Ritter rät Menschen mit viel Kontakt zu anderen, etwa als Kundenberater, noch zur Impfung – der Wirkstoff wirkt nach gut zehn Tagen. Aber, so der Mediziner: "Einen grippalen Infekt, also eine Erkältung, kann man trotzdem kriegen."

Apothekerin Carolin Reibenspiess aus der Internationalen Apotheke am Hauptbahnhof weiß, was gegen Grippe hilft

In letzter Zeit hat die Anzahl der grippalen Infekte in allen Altersgruppen erheblich zugenommen, das merkt man ganz deutlich. Da wir eine internationale Apotheke sind, kommen auch häufig Touristen zu uns, die sich erkältet haben. Sie benötigen dann Medikamente zur Erstlinderung, also Halstabletten, Schmerzmittel oder Vitamin C sowie Zink für den Immunaufbau.

Ein ganz aktuelles Medikament ist das Viru-Protect-Spray. Wenn man es sich in den Mund sprüht, entsteht dort eine Art Schleimschicht, sie soll ein Schutzschild gegen Erkältungsviren sein.

tz/Video: Glomex

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