Auf Selbstreinigung setzen

Wattestäbchen sind das falsche Mittel gegen Ohrenschmalz

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Kein gutes Mittel gegen Ohrenschmalz: Mit Wattestäbchen schiebt man ihn oft nur noch weiter ins Ohr. Foto: Christin Klose/dpa-tmn

Ohrenschmalz hat eine wichtige Funktion - zu viel davon ist aber erstens unschön und zweitens unangenehm. Viele greifen da zu Wattestäbchen. Doch Experten sagen: Das macht es eher schlimmer.

Freiburg/Hamburg (dpa/tmn) - Wattestäbchen sind kein sinnvolles Mittel gegen Ohrenschmalz. Denn häufig schiebt man das sogenannte Cerumen, so der Fachausdruck für Ohrenschmalz, dabei nur noch weiter ins Ohr.

Die Folge: Es trocknet und bildet einen harten Pfropf, erklärt Roland Laszig, Direktor der Universitäts-HNO-Klinik Freiburg, in der Zeitschrift "Good Health" (Ausgabe 8/2019). Übermäßiges Gestocher im Ohr kann außerdem Entzündungen verursachen.

Stattdessen rät der Experte, dem Ohr zu vertrauen. Denn in den meisten Fällen reinigt sich das Hörorgan selbst, indem winzige Härchen Ohrenschmalz, Schmutz oder Hautpartikel in die Ohrmuscheln transportieren. Dort lässt sich der Dreck dann einfach mit einem Waschlappen oder einem Wattepad entfernen.

Wer dem Prozess auf die Sprünge helfen will, lässt zum Beispiel beim Duschen etwas Wasser in die Ohren laufen und tupft die Ohrmuscheln anschließend trocken. Von Tropfen und anderen Mitteln, die Ohrenschmalz lösen sollen, rät Laszig dagegen ab: Zu groß sei die Gefahr allergischer Reaktionen. Wer übermäßig viel Ohrenschmalz produziert, sollten ihn stattdessen regelmäßig vom HNO-Arzt entfernen lassen.

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