17 Prozent erhöhtes Sterberisiko

Von wegen gesund: Langzeitstudie berichtet von dramatischen Folgen von Light-Getränken

+
Softdrinks werden gern getrunken, bergen aber Gefahren, wie eine neue Studie nun beweisen will.

Schon zwei Gläser eines Light-Getränks pro Tag können das Risiko für schwere Krankheiten drastisch erhöhen, zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie der WHO.

Um ihrer Gesundheit etwas Gutes zu tun, lassen viele Menschen Softdrinks links liegen und greifen lieber zu den Light-Varianten der Hersteller. Einer neuen Studie der Weltgesundheitsorganisation zufolge könnte dieser Schritt aber wenig empfehlenswert sein.

"Mammutstudie" begleitet 451.743 Menschen 16 Jahre lang

Für die Langzeitstudie der Internationalen Agentur für Krebsforschung (IARC) der WHO wurden 451.743 Menschen, 70 Prozent davon Frauen, aus zehn europäischen Ländern zu ihren Ernährungs- und Lebensgewohnheiten befragt und anschließend 16 Jahre lang beobachtet. "Die Ergebnisse zeigen, dass 9,3 Prozent derjenigen, die weniger als ein Erfrischungsgetränk pro Monat tranken, während der Studie starben, verglichen mit 11,5 Prozent derjenigen, die zwei oder mehr 250-ml-Gläser pro Tag tranken", berichtet der britische Guardian aus dem Papier.

17 Prozent erhöhtes Sterberisiko: Kreislauferkrankungen und Verdauungsbeschwerden durch Softdrinks

Die Forscher geben an, dass sich ihren Berechnungen zufolge nach der Berücksichtigung von Faktoren wie Body-Mass-Index, Ernährung, körperliche Aktivität, Rauchen und Bildung sogar ein 17 Prozent erhöhtes Sterberisiko für diejenigen abzeichnete, die zwei Gläser pro Tag konsumieren, verglichen mit denen, die weniger als ein Glas pro Monat trinken. Diese Tendenz habe sich sowohl für zucker- als auch für süßstoffhaltige Getränke gezeigt, obwohl gemeinhin die Light-Produkte als die gesündere Variante gelten. Dabei fielen bei zuckerhaltigen Getränken Verbindungen zu tödlichen Erkrankungen des Verdauungstraktes ins Auge, während sich bei süßstoffhaltigen Getränke die Kreislauferkrankungen mehr zeigten. Die Ergebnisse für Männer und Frauen glichen sich.

Auch interessant: Frau ernährt sich 40 Tage ohne Zucker - das hat schwerwiegende Folgen

Forscher bemängeln Grenzen der Studie - empfehlen aber statt Softdrinks Wasser

"Bezüglich künstlich gesüßter Erfrischungsgetränke ist unsere Studie die dritte größere Studie, die in diesem Jahr veröffentlicht wurde und über Verbindungen mit der allgemeinen Sterblichkeit berichtet", zitiert das Blatt Dr. Neil Murphy, den Co-Autor der Studie. Die Forscher gehen jedoch nicht so weit, sich darauf festzulegen, dass Softdrinks das Sterberisiko erhöhen, sondern schreiben nur von entdeckten Zusammenhängen. Menschen, die Softdrinks konsumieren, könnten auch in anderen Bereichen ungesunde Entscheidungen treffen, die zu den vorliegenden Ergebnissen führen.

Forscherkollegen weisen außerdem auf Grenzen der Studie hin. Beispielsweise seien die Teilnehmer nur zu Beginn zu ihren bevorzugten Getränken und ihrem Lebensstil befragt worden. Danach hätten sich die Forscher auf Selbstberichte der Probanden verlassen. Die Studienverfasser unterstreichen jedoch, dass die Untersuchungsergebnisse Bestrebungen unterstützen würden, den Konsum von zuckrigen Getränken zu begrenzen und stattdessen lieber zu Wasser zu greifen.

Von 1992 bis 2000 wurden für die Studie Probanden gesucht, die dann über einen Zeitraum von durchschnittlich 16 Jahren beobachten wurden. Im Verlauf der Studie verstarben über 41.600 Teilnehmer.  Die Teilnehmer der Studie hatten ein Durchschnittsalter von etwas über 50 Jahren, und diejenigen, die von vornherein gesundheitliche Probleme wie Krebs, Herzerkrankungen oder Diabetes hatten, wurden nicht in die Analyse einbezogen.

Video: Studie - Erfrischungsgetränke verkürzen das Leben

Lesen Sie auch: Sie trinken Ihren Kaffee gerne mit Zucker? Diese ungeahnte Folge kennen Sie noch nicht

ante

Schnell schlank und fit: Sechs gesunde Zuckeralternativen

Die wenigsten kennen ihn, doch Veganer schätzen ihn schon seit langem: den Reissirup. Auf den ersten Blick hat er die gleiche Konsistenz und Farbe wie Honig, doch er ist transparenter. Dennoch kann man mit Reissirup sein Frühstück aufpeppen. Er süßt zwar etwas weniger als Haushaltszucker, hat dafür aber einen leicht karamellartigen Geschmack. Zudem enthält er viele Mineralstoffe wie Magnesium, Eisen oder Kalzium und hält dank seiner Mehrfachzucker den Zuckerausstoß gering.
Die wenigsten kennen ihn, doch Veganer schätzen ihn schon seit langem: den Reissirup. Auf den ersten Blick hat er die gleiche Konsistenz und Farbe wie Honig, doch er ist transparenter. Dennoch kann man mit Reissirup sein Frühstück aufpeppen. Er süßt zwar etwas weniger als Haushaltszucker, hat dafür aber einen leicht karamellartigen Geschmack. Zudem enthält er viele Mineralstoffe wie Magnesium, Eisen oder Kalzium und hält dank seiner Mehrfachzucker den Zuckerausstoß gering. © pixabay/ponce_photography
Kokosblütenzucker, auch Kokos- oder Palmzucker genannt, ist erst seit kurzem bekannt, aber dank seines niedrigen glykämischen Index bereits ein Star in der veganen und der Paleo-Community. Deshalb wird er besonders bei Diabetes, hohem Blutdruck oder Herzerkrankungen empfohlen. Der Kokoszucker wird aus dem Nektar der Kokospalme hergestellt und ist ebenfalls reich an diversen Mineralstoffen. Dennoch schmeckt er nicht nach Kokos, sondern hat ebenfalls eine karamellige Note. Man kann ihn 1:1 wie braunen Zucker verwenden.
Kokosblütenzucker, auch Kokos- oder Palmzucker genannt, ist erst seit kurzem bekannt, aber dank seines niedrigen glykämischen Index bereits ein Star in der veganen und der Paleo-Community. Deshalb wird er besonders bei Diabetes, hohem Blutdruck oder Herzerkrankungen empfohlen. Der Kokoszucker wird aus dem Nektar der Kokospalme hergestellt und ist ebenfalls reich an diversen Mineralstoffen. Dennoch schmeckt er nicht nach Kokos, sondern hat ebenfalls eine karamellige Note. Man kann ihn 1:1 wie braunen Zucker verwenden. © pixabay/Couleur
Wer schon einmal in den USA oder Kanada war, kennt ihn meist auf Pancakes zum Frühstück: den Ahornsirup. Als gesunde Alternative ist er bei Veganern sehr beliebt. Er wird aus kanadischen Ahornbäumen gewonnen und als Saft eingekocht. Er gilt als natürliches Süßungsmittel und ist in verschiedenen Qualitätsgraden (AA, A, B, C, D) erhältlich. Auch Ahornsirup wird für seine vielen Mineralstoffe und Spurenelemente geschätzt. Zudem sollen darin befindliche Substanzen antioxidativ und entzündungshemmend wirken.
Wer schon einmal in den USA oder Kanada war, kennt ihn meist auf Pancakes zum Frühstück: den Ahornsirup. Als gesunde Alternative ist er bei Veganern sehr beliebt. Er wird aus kanadischen Ahornbäumen gewonnen und als Saft eingekocht. Er gilt als natürliches Süßungsmittel und ist in verschiedenen Qualitätsgraden (AA, A, B, C, D) erhältlich. Auch Ahornsirup wird für seine vielen Mineralstoffe und Spurenelemente geschätzt. Zudem sollen darin befindliche Substanzen antioxidativ und entzündungshemmend wirken. © Pixabay
Neben Xylit gehört auch Erythrit zu den Zuckeralkoholen und wird als Zuckeraustauschstoff verwendet. Er sieht dem Haushaltszucker ebenfalls gleich und schmeckt süß. Er kommt in natürlicher Form in Käse, Mais oder Obst vor und wird durch Fermentation gewonnen. Erythrit enthält ebenfalls kaum Kalorien und beeinflusst nicht den Blutzucker- oder Insulinspiegel. Daher wird er bei Diabetes oder Übergewicht empfohlen. Allerdings süßt er nicht so stark wie Xylit oder normaler Haushaltszucker.
Neben Xylit gehört auch Erythrit zu den Zuckeralkoholen und wird als Zuckeraustauschstoff verwendet. Er sieht dem Haushaltszucker ebenfalls gleich und schmeckt süß. Er kommt in natürlicher Form in Käse, Mais oder Obst vor und wird durch Fermentation gewonnen. Erythrit enthält ebenfalls kaum Kalorien und beeinflusst nicht den Blutzucker- oder Insulinspiegel. Daher wird er bei Diabetes oder Übergewicht empfohlen. Allerdings süßt er nicht so stark wie Xylit oder normaler Haushaltszucker. © pixabay/Pezibear
Honig gilt seit Menschengedenken als wertvolles Nahrungs- und Heilmittel. Er wird von Bienen aus gesammeltem Nektar von Blüten oder durch Ausscheidungsprodukte verschiedener Läusearten, dem sogenannten Honigtau, produziert. Honig besteht zu 80 Prozent aus reinem Zucker. Heutzutage wird er als Süßungsmittel genutzt und seit der Antike für seine entzündungshemmende und antibakterielle Wirkung bei diversen Erkrankungen gerühmt.
Honig gilt seit Menschengedenken als wertvolles Nahrungs- und Heilmittel. Er wird von Bienen aus gesammeltem Nektar von Blüten oder durch Ausscheidungsprodukte verschiedener Läusearten, dem sogenannten Honigtau, produziert. Honig besteht zu 80 Prozent aus reinem Zucker. Heutzutage wird er als Süßungsmittel genutzt und seit der Antike für seine entzündungshemmende und antibakterielle Wirkung bei diversen Erkrankungen gerühmt. © Pixabay
Stevia wird aus der südamerikanischen Pflanze Stevia rebaudiana (auch "Süßkraut" oder "Honigkraut" genannt) gewonnen und ist ebenfalls ein natürlicher und beliebter Süßstoff. Er besteht großteils aus den sogenannten Stevioglycosiden und hat weder Kalorien noch Zucker. Daher ist Stevia bei Diabetes, Insulinresistenz und sogar zur Kariesprophylaxe geeignet. Doch Vorsicht: Der Süßstoff ist bis zu 300 Mal süßer als herkömmlicher Haushaltszucker.
Stevia wird aus der südamerikanischen Pflanze Stevia rebaudiana (auch "Süßkraut" oder "Honigkraut" genannt) gewonnen und ist ebenfalls ein natürlicher und beliebter Süßstoff. Er besteht großteils aus den sogenannten Stevioglycosiden und hat weder Kalorien noch Zucker. Daher ist Stevia bei Diabetes, Insulinresistenz und sogar zur Kariesprophylaxe geeignet. Doch Vorsicht: Der Süßstoff ist bis zu 300 Mal süßer als herkömmlicher Haushaltszucker. © picture alliance / dpa / Marijan Murat

Auch interessant

Meistgelesen

Mann isst Gecko nach einer Wette: Mutprobe nimmt unfassbar trauriges Ende
Mann isst Gecko nach einer Wette: Mutprobe nimmt unfassbar trauriges Ende
Zwei Jahre schwanger? Was im Bauch dieser Frau wächst, wiegt unglaubliche 26 Kilo
Zwei Jahre schwanger? Was im Bauch dieser Frau wächst, wiegt unglaubliche 26 Kilo
Neuer Abnehm-Trend aus Amerika: So effektiv ist "Switchel" gegen Bauchfett
Neuer Abnehm-Trend aus Amerika: So effektiv ist "Switchel" gegen Bauchfett
Frau trinkt vier Wochen lang drei Liter Wasser - so sieht sie danach aus
Frau trinkt vier Wochen lang drei Liter Wasser - so sieht sie danach aus

Kommentare