Unsichtbare Gefahr

Feinstaubbelastung: Weiter dicke Luft in Bayern

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Die Feinstaub-Belastung in München ist 2017 besonders hoch. An der Landshuter Allee und am Stachus werden die Tagesgrenzwerte überschritten.

In zahlreichen Städten Bayerns haben die Menschen weiter mit einer starken Feinstaubbelastung zu kämpfen. Die Werte sind miserabel und werden es wohl noch bleiben. 

Am Donnerstag sei gleich an neun Stationen im Freistaat der Grenzwert von 50 Mikrogramm Feinstaub pro Kubikmeter Luft überschritten worden, teilte das Landesamt für Umwelt am Freitag in Augsburg mit. Außer der Oberpfalz waren alle Regierungsbezirke betroffen. Den höchsten Tageswert gab es in Würzburg (Stadtring Süd) mit 62 Mikrogramm. Auch am Freitag zeichneten sich wieder erhöhte Werte ab.

Feinstaub ist für das menschliche Auge unsichtbar, aber so gefährlich. Mehr Infos zu Feinstaub finden Sie hier.

Feinstaub-PM10 Tagesgrenzwert vom 9. Februar. 2017 

  • Augsburg Karlstraße: 52 µg/m3 
  • Burghausen: 52 µg/m3 
  • Kelheim Regensb. Str.: 51 µg/m3 
  • Kulmbach: 52 µg/m3 
  • München Landshuter Allee: 53 µg/m3 
  • München Stachus: 52 µg/m3 
  • Würzburg Stadtring Süd: 62 µg/m3 
  • Bayreuth Hohenzollernr.: 54 µg/m3 
  • Nürnberg Von-der-Tann-Str.: 57 µg/m3

Aktuelle Werte der bayerischen Luftmessstationen sind hier auf der Internetseite des Bayerischen Landesamt für Umwelt zu finden.

Feinstaub-Partikel sind für die Gesundheit gefährlich

Zum Schutz der Gesundheit gelten seit 2005 europaweit Grenzwerte für Feinstaub. Der Tagesgrenzwert darf nicht häufiger als 35 Mal im Jahr überschritten werden. Die Station an der Nürnberger Von-der-Tann-Straße weist für dieses Jahr aber bereits 18 Überschreitungen auf - also mehr als die Hälfte der erlaubten Menge. Nicht viel besser sieht es in Würzburg (Stadtring Süd) und in München (Stachus) aus: An beiden Stationen gab es heuer bereits an 15 Tagen zu hohe Werte.

Nach Silvester lag München unter einer Dunstglocke. Am Neujahrstag stiegen die Feinstaubwerte in der Stadt in schwindelerregende Höhen, wie Merkur.de berichtet.

Was heißt eigentlich Feinstaub-PM10?

Feinstaub entsteht durch Emissionen aus Straßenverkehr, Heizungen, Kraftwerken oder anderen Industrieanlagen. Seine Folgen hängen von der Partikelgröße ab. Die Abkürzung PM stehen deswegen Particulate Matter.  Experten unterscheiden zwischen PM10 (Particulate Matter), Teilchen unter 10 Mikrometer Durchmesser, PM2,5 und ultrafeinen Partikeln mit einem Durchmesser unter 0,1 Mikrometer - also einem Zehntausendstel Millimeter.

Zum Vergleich: Ein menschliches Haar hat einen Durchmesser von 50 bis 70 µm.


Partikel Matter PM

Gesundheitsrisiken

Größe

maximalen Durchmesser von 10 Mikrometer (µm)

PM10

lagert sich in Nasenhöhle und Luftröhre ab

Staub,

Pollen, Schimmelpilze

Partikel mit einem Durchmesser < 2,5 μm

PM2,5

Bronchien und Bronchiolen der Lunge.

Verbrennungspartikel, oragnische Verbindungen,

Metalle

ultrafeine Partikel mit einem Durchmesser von weniger als 0,1 Mikrometer (µm)

ultrafeine Partikel dringen in die Lungenbläschen und gelangen so in den Blutkreislauf, der sie in alle Regionen des Körpers transportiert.

Pollen, Tonerstaub, Hundehaare im XXL-Format

Dieselruß, Pollen, Tonerstaub, Hundehaare im XXL-Format: Rasterelektronenmikroskop-Fotos zeigen winzigste Partikel in der Luft.
Haselnusspollen, Schimmelpilzsporen, Tonerstaub und Dieselruß gefangen auf einem IQ-Air Luftfilter. Die Nano- und Mikro-Partikel schweben durch die Luft und sind mit dem blosem Auge unsichtbar, trotzdem machen sie uns das Leben schwer. Im schlimmsten Fall können sie für unsere Gesundheit gefährlich sein, Asthma und Krebs auslösen. Eine Fotoausstellung im Rahmen einer Konferenz unter dem Titel "Saubere Luft für alle" zeigt nun Luftschadstoffen und Allergenen im XXL-Format. © IQ Air.com
Dieselruß, Pollen, Tonerstaub, Hundehaare im XXL-Format: Rasterelektronenmikroskop-Fotos zeigen winzigste Partikel in der Luft.
Ein Hundehaar mit vielen kleinen Partikeln. Allergische Reaktionen verursachen nicht die Tierhaare ansich, sondern der Speichel, wenn er getrocknet abblättert und dann in der Luft wirbelt.  © IQ Air.com
Dieselruß, Pollen, Tonerstaub, Hundehaare im XXL-Format: Rasterelektronenmikroskop-Fotos zeigen winzigste Partikel in der Luft.
Menschliches Haar und Erlenpollen. Der Durchmesser eines menschlichen Haares kann zwischen 17 und 180 Mikrometern varriieren. © IQ Air.com
Dieselruß, Pollen, Tonerstaub, Hundehaare im XXL-Format: Rasterelektronenmikroskop-Fotos zeigen winzigste Partikel in der Luft.
Hausstaub aus einer Wohnung, in der auch eine Katze lebt. Die Vergrößerung zeigt winzige Hautschuppen mit getrockneten Speichel, der problemlos eingeatmet werden kann.  © IQ Air.com
Dieselruß, Pollen, Tonerstaub, Hundehaare im XXL-Format: Rasterelektronenmikroskop-Fotos zeigen winzigste Partikel in der Luft.
Laser-Tonerpartikel auf einer Filterfaser. Tonerstaub vom Laserdrucker ist in der Regel 8 bis 10 Mikrometer groß. Sie können beim Druckvorgang freigegeben werden oder wenn die Tonerkartusche ersetzt werden muss. © IQ Air.com
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Schimmelsporen können allergische Reaktionen auslösen. © IQ Air.com
Dieselruß, Pollen, Tonerstaub, Hundehaare im XXL-Format: Rasterelektronenmikroskop-Fotos zeigen winzigste Partikel in der Luft.
Erlenpollen, Schimmelpilzsporen und Dieselrußpartikel hängen an einer Fasermasche. © IQ Air.com
Dieselruß, Pollen, Tonerstaub, Hundehaare im XXL-Format: Rasterelektronenmikroskop-Fotos zeigen winzigste Partikel in der Luft.
Eine gewöhnliche Schimmelspore 60.000 mal vergrößert. Schimmelsporen sind überall - im Staub zu Hause oder am Arbeitsplatz in der Luft. © IQ Air.com
Dieselruß, Pollen, Tonerstaub, Hundehaare im XXL-Format: Rasterelektronenmikroskop-Fotos zeigen winzigste Partikel in der Luft.
Schimmelpilzsporen an einer Filterfaser. © IQ Air.com
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Dieselrußpartikel weniger als 1/10, 000 Millimeter auf der Faser eines Luftfilters. © IQ Air.com
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Eine Haselnusspolle (großes rundes Objekt) und mehrere Laser-Tonerpartikel auf der Spitze eines Fixierstifts. © IQ Air.com
Dieselruß, Pollen, Tonerstaub, Hundehaare im XXL-Format: Rasterelektronenmikroskop-Fotos zeigen winzigste Partikel in der Luft.
Ein einzelnes Zuckerkristall mit ein paar winzigen Flecken von Laser-Tonerpartikel von Pollen umgeben. © IQ Air.com

dpa/ml

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