Wenn der Schädel brummt

Wenn der Schädel brummt: Wissenswertes zu Kopfschmerzen

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Oft haben Kopfschmerzen oder Migräne-Anfälle bestimmte Auslöser: zum Beispiel Durst, Wetterumschwung, zu viel Sonne oder Alkohol.

Pochende Schläfen, ziehende Stirn, Druck auf dem Scheitel: Kopfschmerzen sind immer unangenehm. Was können Betroffene dagegen tun? Und wie beugt man vor?

Kopfschmerzen sind eine Volkskrankheit, heißt es. Manche Menschen haben sie nur selten, andere sind oft betroffen. Doch was hilft eigentlich gegen den Schmerz? Und kann man vorbeugen? Ein Experte hat Antworten auf die wichtigsten Fragen zum Thema.

Wo liegen die Ursachen für Kopfschmerzen?

Oft sind sie nicht klar zu benennen. Aber es gibt Auslöser, sagt Charly Gaul von der Deutschen Kopfschmerz- und Migränegesellschaft. Das können zum Beispiel Durst, ein Wetterumschwung, zu viel Sonne oder ein Glas Alkohol sein. Kopfschmerzen können zudem das Symptom einer Krankheit sein, etwa von Grippe.

Was unterscheidet normale Kopfschmerzen und Migräne?

Experten sprechen bei normalen Kopfschmerzen eher von Spannungskopfschmerz. Dieser schmerzt häufig auf beiden Kopfseiten drückend. "Da brummt der Schädel, aber meist mehr nicht", erklärt Gaul. "Manche Patienten empfinden den Schmerz aber auch als stark." Anders bei Migräne: Neben sehr starken Schmerzen werden die Anfälle etwa von Übelkeit, intensiver Empfindlichkeit gegenüber Licht, Geräuschen und häufig auch Gerüchen begleitet. Meist schmerzt nur eine Seite des Kopfes. Migräne-Attacken können zwischen 4 und 72 Stunden dauern, sagt Gaul.

Wie bekämpft man normale Kopfschmerzen?

Während Bewegung eine Migräne-Attacke häufig nur schlimmer macht, kann etwas Aktivität bei Spannungskopfschmerzen helfen. Pfefferminzöl aufzutragen, kann den Schmerz ebenfalls lindern. Frei erhältliche Schmerzmittel wie Paracetamol, Ibuprofen oder Kombinationen mit Acetylsalicylsäure, Koffein und Paracetamol wären der nächste Schritt. Bei eher leichten Kopfschmerzen könne man aber häufig auf sie verzichten, sagt Gaul.

Was hilft bei Migräne?

"Ein Migräne-Anfall ist ein Signal des Gehirns, dass es Rückzug und Ruhe braucht", erklärt der Fachmann. Sich in einen abgedunkelten Raum zurückziehen, ist der erste, richtige Schritt. Betroffene können frei verkäufliche Schmerzmittel nehmen. Manchmal helfen diese bei Migräne aber nicht. Für den Fall gibt es Triptane. Diese speziellen Schmerzmittel wirken auch gegen die Begleiterscheinungen der Migräne-Attacke. "Zwei Triptane sind in Deutschland frei verkäuflich." Nichtsdestotrotz sollte man mit einem Arzt Rücksprache halten.

Wie beugt man Kopfschmerzen und Migräne vor?

Manche Leute bekommen schon von einem Glas Rotwein Kopfschmerzen oder gar Migräne. Bemerkt man solche Auslöser, sollte man sie meiden - in diesem Fall verzichtet man lieber auf Alkohol. Regelmäßiger Ausdauersport sowie Entspannungsübungen können ebenfalls vorbeugend wirken. Stark betroffenen Patienten versuchen Mediziner mit einer vorbeugenden medikamentösen Behandlung zu helfen, sagt Gaul.

Kater-Killer: Die besten Tipps gegen Kopfschmerzen

Kater Tipps Kopfschmerzen
Was hilft gegen dem Wiesn-Kater? Wir habe unsere Leser gefragt - und ihre Privatrezepte mit denen des Experten Dr. Peter Janetschek verglichen. © dpa
Ein großes Menü beim Burgerbräter, oder einfach zwei Royal TS, raten einige unserer Facebook-Fans. © dpa
Oder einfach richtig fett essen? © dpa
Träfe übrigens auch für ein paar Weißwürste zu. © dpa
Eher weniger fettig: Eine Tomatensuppe löffeln. Also Bloody Mary ohne Mary, in Kombination mit anderen Flüssigkeiten. Was schreibt einer unserer Facebook-Fans: "Liter Wasser und Acetylsalicylsäure vor dem Schlafen, Zwei bis drei Becher Caffee am nächsten Tag, viel Flüssigkeit - idealiter Säfte - und ganz wichtig: eine Tomatensuppe essen. Danach ist man wieder fit für alles, sei es feste nahrung oder auch anderes" © dpa
Viel trinken, vor allem Wasser: Das ist ein viel gehörter Tipp auf facebook.de/wiesn. © dpa
Ja, richtig viel trinken. Einen oder auch einen zweiten Liter. © dpa
Trinken, auch wenn die Dusche noch so erfrischend ist. © dpa
Was bitte macht Chuck Norris in dieser Liste? Auch dieser Kater-Killer-Geheimtipp kam von unseren Facebook-Fans. © dpa
Andere greifen da dann lieber zu Magnesium, ... © dpa
... oder gleich zu richtigen Kopfschmerztabletten. © dpa
Die Alternative: Emser Salz Pastillen, aber bitte aufs Verfalllsdatum achten. Diese Packung hier könnte etwas älter sein. © dpa
Bewährter Wachmacher: Espresso, zur Not auch ohne Bundestrainer... © dpa
... aber mancher schwört drauf, den Espresso mit frisch gepresstem Zitronensaft anzureichern. Brrrrrrr! © dpa
Wunder wirken soll auch eine frische Mango. Also: Vitamine. Schaden können sie sicher nicht. © dpa
In literweise Orangensaft steckt vieeeeel Vitamin C. © dpa
Oder doch gleich wieder auf die Wiesn? Also: Konterbier? © dpa
Gleich morgens früh, noch bevor die Zelte öffnen? © dpa
Manche konsumieren gleich einen ganzen Kasten - wie diese Leichtmatrosen auf der Isar. © dpa
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Klingt langweilig, soll aber wirklich helfen: Den Alkoholkonsum einschränken. © dpa
Schlagartig nüchtern sind manche, wenn sie sich die Wahlwiederholungs-Liste auf dem Handy anschauen. © Schlaf
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Und was rät nun Dr. Peter Janetschek. Was bringen Wasser, Kopfschmerztabletten und frisch gebrühter Kaffee? © dpa
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Wasser trinken: Alkohol entzieht dem Körper Flüssigkeit. „Trinken Sie deshalb schon vor dem Wiesn-Besuch viel Wasser, am besten ­ohne Kohlensäure“, erklärt Dr. Peter Janetschek. © dpa
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Fett essen: Her mit Braten, Kartoffelsalat & Co.! „Essen Sie vor dem Alkoholgenuss ruhig deftig und fett“, rät Dr. Peter Janetschek. Denn: Fetthaltige Kost verzögert die Aufnahme von Alkohol ins Blut. © Schlaf
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Sauer macht fit: Essen Sie am nächsten Morgen saure Gurken, Rollmöpse, Salzstangen oder eine Tasse Brühe. „Die Säure hilft beim Alkoholabbau, das Salz gleicht den Mineralstoffhaushalt aus“, berichtet der Internist. © dpa
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Tomatensaft: „Legen Sie sich schon am Abend Tomatensaft mit Salz und Pfeffer zurecht“, rät Dr. Peter Janetschek. Der Fruchtzucker im Tomatensaft kann den Alkoholabbau fördern. © dpa
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Espresso mit Zitrone: Wer Kopfschmerzen hat, greift zu einem doppelten Espresso mit einem Schuss Zitronensaft. „Koffein und Zitronensäure können das Empfinden für Kopfschmerzen lindern“, sagt Janetschek. © dpa
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Bewegung: Nach einer durchzechten Nacht lümmelt man am liebsten auf dem Sofa. Falsch! Gehen Sie lieber raus an die frische Luft und bewegen Sie sich. So kriegt der Körper frischen Sauerstoff, und der Kreislauf wird angekurbelt. © dpa
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Bleiben Sie bei einem Getränk - wechseln Sie nicht zwischen Bier, Wein & Co. © dpa
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Erst wenn die anderen Hausmittelchen versagen, sollten Sie zu Kopfschmerztablette greifen. © dpa
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Ein letzter Tipp: Eine wissenschaftlich belegte Methode zur Prophylaxe des Katers ist immer noch die Einhaltung eines moderaten Alkoholkonsums. © dpa

dpa/tmn

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