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Friseure: Neue Corona-Regeln in den Salons – wann 2G oder 2G plus gilt

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Von: Andrea Stettner

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Bundesweit werden aktuell die Corona-Regeln verschärft, so auch im Friseurhandwerk. Wir zeigen, wann für einen Haarschnitt im Salon 2G gilt.

Am 18. November haben sich die geschäftsführende Bundeskanzlerin Angela Merkel und Vizekanzler Olaf Scholz beim Bund-Länder-Treff mit den Ministerpräsidenten der Länder erneut zur aktuellen Corona-Lage beraten. Die Ministerpräsidenten einigten sich wegen der anhaltend hohen Infektionszahlen auf bundesweite Einschränkungen*. Auch Friseure sind betroffen. Für einen frischen Haarschnitt gelten nun neue, strengere Corona-Regeln in den Salons.

Ab wann gilt 2G oder 2G plus beim Friseur?

Ob 2G, 2G plus oder 3G plus beim Friseur gilt, hängt nach den Beschlüssen des Corona-Gipfels nun von der Hospitalisierungsrate des jeweiligen Bundeslandes ab, auch Hospitalisierungsinzidenz genannt. Gemeint ist damit die Zahl der Personen, die in den letzten 7 Tagen wegen Covid-19 ins Krankenhaus eingeliefert werden musste, bezogen auf 100.000 Menschen. 

Für körpernahe Dienstleistungen, zu denen auch Friseure gehören, gilt jetzt:

Ausgenommen von den 2G-Regeln sind Personen, die nicht geimpft werden können, für die keine Impfempfehlung vorliegt und alle Kinder und Jugendlichen unter 18 Jahren. Wie der Impf- und Genesenennachweis beim Friseurbesuch erfolgen kann, lesen Sie hier.

Ein Friseur schneidet einer Kundin die Haare. Die Corona-Regeln für Friseur-Besuche werden immer wieder angepasst.
2G oder 3 G in den Salons? Die Regeln für Friseur-Besuche werden der Corona-Lage entsprechend immer wieder angepasst. © Ronny Hartmann/dpa

Bayern: Schließung von Friseurbetrieben in Hotspots

Die Bundesländer können jedoch auch Corona-Maßnahmen treffen, die strenger ausfallen. Planen Sie also einen Friseurbesuch wahrzunehmen, sollten Sie unbedingt die entsprechende Landesverordnung beachten. So gilt etwa in Bayern ab Mittwoch, den 24. November generell die 2G-Regel, auch bei körpernahen Dienstleistungen wie Friseuren – unabhängig von der Hospitalisierungsinzidenz. Ausgenommen ist hier nur der Handel. In Landkreisen und kreisfreien Städten mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von mehr als 1.000 (die sogenannten „Hotspots“) soll das öffentliche Leben in weiten Bereichen gänzlich heruntergefahren werden. Auch Friseure in Hotspot-Regionen müssen dann schließen, allerdings (anders als zunächst angekündigt) nur für drei Wochen, wie BR.de informiert.

Auch Baden-Württemberg will schärfere Corona-Maßnahmen einführen, wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) meldet. Schon ab Mittwoch, den 24. November, könnte dann die neue Alarmstufe II (Zahl der Covid-19-Patienten auf Intensivstationen über 450) gelten. Diese schreibt 2G plus etwa bei Veranstaltungen und auch bei körpernahen Dienstleistungen vor – allerdings sollen Friseure hier voraussichtlich ausgenommen werden.

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ZV-Präsidentin: 2G für Friseure „existenzbedrohend“ – Schwarzarbeit befeuert Corona

Der Zentralverband des deutschen Friseurhandwerks (ZV) sieht die neuen Corona-Regeln äußerst kritisch. „Die Einführung der flächendeckenden 2G-Regel stellt für Friseursalons eine enorme Mehrbelastung dar und ist für die Betriebe existenzbedrohend, da sie das erneute Ausbleiben vieler Kundinnen und Kunden bedeutet“, teilt ZV-Präsidentin Manuela Härtelt-Dören in einer Pressemitteilung mit. Sie befürchtet, dass sich bei 2G in Friseurbetrieben Schwarzarbeit ausbreite. Kundinnen und Kunden seien jedoch „ausnahmslos in professionell geführten Salons sicher, denn nur dort werden Schutz- und Hygienemaßnahmen zur Eindämmung des Virus sicher eingehalten und kontrolliert“, mahnt die ZV-Präsidentin weiter.

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3G am Arbeitsplatz für Friseure

Für Beschäftigte in ganz Deutschland gilt ab ab Mittwoch, den 24. November, die 3G-Regel am Arbeitsplatz, wenn physischer Kontakt zu anderen nicht ausgeschlossen werden kann. Das heißt, sie dürfen ihren Arbeitsplatz nur betreten, wenn sie einen Impf-, Genesenen- oder tagesaktuellen negativen Testnachweis (oder maximal 48 Stunden alten PCR-Test) erbringen bzw. den Coronatest direkt im Betrieb durchführen. Von dieser Regelung sind natürlich auch Friseurinnen und Friseure betroffen. (as) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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