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Studie: Personal- und Bildungsbedarf

Auswirkungen des Fachkräftemangels auf Unternehmen

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Präsentierten die Studienergebnisse (v.l.): Prof. Heinrich Köster (Präsident Hochschule Rosenheim), Prof. Dr. Brigitte Kölzer (Fakultät Betriebswirtschaft), Bettina Oestreich (Geschäftsführerin Seeoner Kreis), Franz Winterer (Vorstandsvorsitzender Seeoner Kreis)

Der demografische Wandel stellt Gesellschaft, Wirtschaft und Politik vor große Herausforderungen. Bereits heute machen sich die Auswirkungen des Fachkräftemangels bemerkbar.

Rosenheim - Laut einer Studie des Seeoner Kreis e.V. müssen Unternehmen der Region Südostoberbayern von einem zukünftigen Personalengpass ausgehen. Die Ergebnisse der Studie wurde bei der Ergebnispräsentation an der Hochschule Rosenheim vorgestellt. Ziel des Projekts war, die regional relevanten Berufs- und Bildungsprofile zu ermitteln und herauszufinden, wie sich das Bild von heute aus in den nächsten fünf Jahren ändern wird. Insgesamt 1.130 Unternehmen der Region wurden ausgewählt und direkt kontaktiert. Diese Anzahl entspricht allen Unternehmen der Region mit mehr als 20 Mitarbeitern. 

Nur die Hälfte der Unternehmen mit aktueller Situation zufrieden

Derzeit sind knapp 50% der Unternehmen mit der Situation zur Personalgewinnung zufrieden. Ein Drittel ist unzufrieden. Und über die Hälfte der Unternehmen rechnet damit, dass sich die Lage bis 2020 noch verschärfen wird. Große Unternehmen haben aktuell weniger Probleme bei der Personalrekrutierung, diese stellt vor allem für kleinere Unternehmen problematisch dar. Bei den Zukunftsprognosen wendet sich aber das Blatt: Je größer das Unternehmen, desto negativer wird die zukünftige Entwicklung gesehen.

Akademiker in den kommenden Jahren noch gefragter

Derzeit machen die Fachkräfte den größten Personalanteil der Unternehmen aus. Danach folgen Auszubildende und schließlich Akademiker mit dem kleinsten Anteil. Diese Verteilung wird auch in den kommenden fünf Jahren bestehen bleiben. Akademisch ausgebildetes Personal wird 2020 mit einer überdurchschnittlichen Steigerung von 21% noch gefragter sein: Gerade Fachkräfte aus technischen Bereichen sowie Informatik und Architektur wird in den nächsten fünf Jahren Fachpersonal Händeringend gesucht werden. 

Starker Handlungsbedarf bei Infrastruktur und Aufwertung der Region

Um im Wettbewerb um die Nachwuchskräfte zu bestehen, halten die Unternehmen eine Reihe von Maßnahmen für entscheidend: Sie setzen auf Etablierung einer bindenden Unternehmenskultur, eine starke Unternehmensmarke, interne Weiterbildungen sowie flexible Arbeitszeitmodelle. Neben diesen betriebsinternen Instrumenten haben laut Meinung der Unternehmen betriebsexterne Maßnahmen einen starken Einfluss darauf, qualifiziertes Personal zu gewinnen. An oberster Stelle nennen sie Kommunikationsmaßnahmen zur Aufwertung der Region. Danach folgen Verbesserung der regionalen Rahmenbedingungen (Infrastruktur und Wohnraum) und regionale Ausbildungsangebote. Gerade bei der Umsetzung dieser Instrumente sehen die Unternehmen starken Handlungs- und Nachbesserungsbedarf. Dieser läge jedoch nicht in ihrem Einflussbereich: Ein Appell an die politisch Verantwortlichen.

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