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Bewerbung: Das ist bei einer Absage verboten

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Wer auf seine Bewerbung eine Absage erhält, muss sich nicht jeden Grund gefallen lassen.

Arbeitgeber dürfen Bewerber aus jedem Grund ablehnen? Falsch - nicht jede Absage ist rechtens. Welche Gründe erlaubt sind und welche nicht, erfahren Sie hier.

Das Bewerbungsgespräch lief super - und dennoch flattert Ihnen wenig später die Absage ins Haus? Diese Erfahrung ist bitter, aber in den meisten Fällen völlig legitim. Schließlich haben Arbeitgeber grundsätzlich das Recht, Bewerber abzulehnen und müssen dafür keinerlei Gründe nennen. Selbst wenn der Bewerber perfekt zur Stelle passt, schützt ihn das nicht vor einer Absage. Ein paar Sachen sind dennoch verboten. 

Absage auf Bewerbung: Diese Gründe sind verboten

Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) verbietet es Arbeitgebern, Bewerber aus Gründen abzulehnen, die sie in irgend einer Form diskriminieren - sei es aufgrund von

  • Rasse,
  • ethnischer Herkunft,
  • Religion, 
  • Weltanschauung,
  • Geschlecht, 
  • Alter,
  • Behinderung oder 
  • sexueller Indentität. 

Auch Kinder dürfen kein Grund für eine Absage sein, wie das Landesarbeitsgericht Hamm in einem Urteil entschieden hat (Az.: 11 Sa 335/13). 

So können sich diskriminierte Bewerber wehren

Für Bewerber ist es in der Regel schwer, Diskriminierung als Ablehnungsgrund nachzuweisen - schließlich wird dies kein Unternehmen offen zugeben. Schickt Ihnen das Unternehmen versehentlich eine E-Mail, in der die Diskriminierung offen dargelegt wird, sieht das anders aus. Allerdings wird das eher selten vorkommen.

In den meisten Fällen haben Bewerber mehr Erfolg, wenn sie die Diskriminierung bereits in der Stellenanzeige nachweisen können. Steht im Text zum Beispiel explizit, dass eine weibliche Bewerberin gesucht wird ("Sekretärin") oder nur "junge" Bewerber, dann haben Sie gute Karten, sich zur Wehr zu setzen. Selbst der Bergriff "Berufsanfänger" kann kritisch sein.

Fühlen Sie sich diskriminiert, haben Sie zwei Monate Zeit, sich beim Arbeitgeber darüber zu beschweren. Reagiert das Unternehmen nicht, können Sie innerhalb von drei Monaten eine Klage beim Arbeitsgericht einreichen. Auch wenn Sie die Stelle nicht einklagen können, so können Sie zumindest eine Entschädigung fordern (§ 15 AGG). 

Lesen Sie auch: Mit dieser simplen Frage machen Sie aus einer Absage eine Zusage.

Diese kritischen Gründe sind erlaubt

Dennoch gibt es Ausnahmen - wenn sachliche Gründe dagegen sprechen. Ein Frauenhaus darf zum Beispiel durchaus nur weibliche Bewerberinnen einstellen. Kirchen dürfen für bestimmte Stellen ebenfalls Bewerber nach Kirchenzugehörigkeit einstellen. 

Auch beim Aussehen kann es jedoch durchaus triftige Gründe geben, weswegen Bewerber abgelehnt werden. So kann zum Beispiel eine Bank einen Bewerber ablehnen, der sichtbare Tätowierungen oder Piercings am Körper trägt. Selbst die Figur oder der Haarschnitt darf ein Ablehnungsgrund sein. 

Mehr zum Thema: Drei Gründe, wieso Sie den Job nicht bekommen haben.

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Von Andrea Stettner

Mit dieser Körpersprache geht das Bewerbungsgespräch schief

Im Vorstellungsgespräch die Arme verschränken wirkt auf den Gesprächspartner abweisend. Diese Körperhaltung sollten Sie unbedingt vermeiden.
Im Vorstellungsgespräch die Arme verschränken wirkt auf den Gesprächspartner abweisend. Diese Körperhaltung sollten Sie unbedingt vermeiden. © fkn
Halten Sie Blickkontakt mit Ihrem Gegenüber: Kein Blickkontakt wirkt unsicher oder noch schlimmer desinteressiert. Auch verschämt wegschauen macht keinen guten Eindruck.
Halten Sie Blickkontakt mit Ihrem Gegenüber: Kein Blickkontakt wirkt unsicher oder noch schlimmer - desinteressiert. Auch verschämt wegschauen macht keinen guten Eindruck. © fkn
Die Denkerpose: Wahrscheinlich wollen Bewerber mit dieser Körperhaltung zeigen, dass sie sich Gedanken über den Job oder die Fragen des Personalers machen. Oftmals nimmt man so eine Haltung auch automatisch ein. Doch meist wirkt diese Pose gestellt - lassen Sie es also lieber bleiben.
Die Denkerpose: Wahrscheinlich wollen Bewerber mit dieser Körperhaltung zeigen, dass sie sich Gedanken über den Job oder die Fragen des Personalers machen. Oftmals nimmt man so eine Haltung auch automatisch ein. Doch meist wirkt diese Pose gestellt - lassen Sie es also lieber bleiben. © fkn
Sie kennen das selber: Wenn Sie jemand höflich anlächelt, vermittelt Ihnen das eine positive Stimmung. Vermeiden Sie es also, das ganze Gespräch über ernst zu schauen. Doch übertreiben Sie es auch nicht mit dem Lächeln, das könnte künstlich oder unpassend wirken.
Sie kennen das selber: Wenn Sie jemand höflich anlächelt, vermittelt Ihnen das eine positive Stimmung. Vermeiden Sie es also, das ganze Gespräch über ernst zu schauen. Doch übertreiben Sie es auch nicht mit dem Lächeln, das könnte künstlich oder unpassend wirken. © fkn
Jeder kennt ihn, den schlaffen Händedruck. Der erste Eindruck ist dadurch schon negativ behaftet. Drücken Sie Ihrem Gesprächspartner mit Nachdruck und Bestimmtheit die Hand - es wird ihm positiv im Gedächtnis bleiben.
Jeder kennt ihn, den schlaffen Händedruck. Der erste Eindruck ist dadurch schon negativ behaftet. Drücken Sie Ihrem Gesprächspartner mit Nachdruck und Bestimmtheit die Hand - es wird ihm positiv im Gedächtnis bleiben. © fkn
Bleiben Sie cool: Wenn Sie sich aus der Ruhe bringen lassen, werden Sie nervös und fangen höchstwahrscheinlich an, an ihrer Jacke oder ihren Händen zu zupfen. Legen Sie lieber die Hände flach vor sich auf den Tisch oder trinken Sie ab und zu einen Schluck Wasser. So hat der Stress gar nicht erst die Möglichkeit, in ihren Händen eine Reaktion auszulösen. 
Bleiben Sie cool: Wenn Sie sich aus der Ruhe bringen lassen, werden Sie nervös und fangen höchstwahrscheinlich an, an ihrer Jacke oder ihren Händen zu zupfen. Legen Sie lieber die Hände flach vor sich auf den Tisch oder trinken Sie ab und zu einen Schluck Wasser. So hat der Stress gar nicht erst die Möglichkeit, in ihren Händen eine Reaktion auszulösen.  © fkn
Eine schlaffe oder in sich zusammengefallene Körperhaltung lässt Sie auch müde und wenig aktiv wirken. Setzen Sie sich gerade hin, dass wirkt auf das Gegenüber aufmerksam und positiv.
Eine schlaffe oder in sich zusammengefallene Körperhaltung lässt Sie auch müde und wenig aktiv wirken. Setzen Sie sich gerade hin, dass wirkt auf das Gegenüber aufmerksam und positiv. © fkn
Vermeiden Sie es, mit ihren Haaren zu spielen. Auch das zeugt von Nervosität und Unsicherheit.
Vermeiden Sie es, mit ihren Haaren zu spielen. Auch das zeugt von Nervosität und Unsicherheit. © fkn
Gestikulieren Sie nicht wild mit den Händen, so verbreiten Sie nur Hektik. Bleiben Sie gelassen und strukturiert.
Gestikulieren Sie nicht wild mit den Händen, so verbreiten Sie nur Hektik. Bleiben Sie gelassen und strukturiert. © fkn
Aufstützen
Den Kopf aufstützen: Hier könnte man meinen, Ihr Kopf sei zu schwer, so dass sie ihn nicht von allein gerade halten können. Davon sollten Sie absehen. © fkn

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