Ein Anwalt klärt auf

Bewerbung: Welche Strafe droht, wenn ich im Lebenslauf lüge?

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Könnte eine Lüge im Lebenslauf vor Gericht enden? Ein Anwalt klärt auf. 

Ist eine Lüge im Lebenslauf ein Kavaliersdelikt oder droht Bewerbern sogar eine Strafe, wenn sie erwischt werden? Ein Anwalt klärt auf.

Im Lebenslauf präsentieren sich Bewerber naturgemäß im besten Licht. Da werden die Sprachkenntnisse aus der Schulzeit schnell zum "verhandlungssicheren" Englisch und der ausgedehnte Urlaub zur Sprachreise. Doch inwieweit sind Lügen im Lebenslauf okay - und wann drohen ernsthafte Strafen?

Wann wird eine Beschönigung im Lebenslauf zur Lüge?

"Gegen kleine Optimierungen des Lebenslaufs wird kein Personaler etwas einwenden", erklärt Markus Mingers von der Kanzlei Mingers & Kreuzer im Interview mit dem Online-Portal karriere.de. "Aber alle Qualifikationen, die einstellungsrelevant sind, dürfen Bewerber keinesfalls zu sehr beschönigen". So könnte etwa ein Dolmetscher Probleme bekommen, wenn er eine Fremdsprache für den Job perfekt beherrschen soll, in Wirklichkeit die Sprache aber nur mäßig spricht. Für einen Ingenieur, bei dem es hauptsächlich auf sein technisches Fachwissen ankommt, dürfte diese Beschönigung aber wohl keine Konsequenzen haben.

Mehr zum Thema: Welche Lügen jeder Personaler sofort im Lebenslauf erkennt.

Lüge im Lebenslauf: Welche Strafe droht?

Doch wer nicht in der Lage ist, die Anforderungen des Jobs zu erfüllen, hat seinen Arbeitgeber bewusst getäuscht - und das kann tatsächlich ernste Folgen haben, berichtet Mingers weiter: "Stellt ein Arbeitgeber fest, dass er bewusst getäuscht wurde, kann er den Arbeitsvertrag aufheben – auch Jahre später noch. Das Arbeitsverhältnis wird dann rückwirkend abgewickelt." 

Doch es kommt noch schlimmer: Der Chef könnte zusätzlich sogar noch einen Teil des Gehalts zurückfordern. Wer sich etwa mit einem falschen Doktortitel beworben hat, der verdient schnell mehrere hundert Euro im Monat mehr - und genau dieser erschlichene "Bonus" kann dem Bewerber im Nachhinein teuer zu stehen kommen.   

Video: Darf man im Lebenslauf lügen?

Hat eine Lüge auch strafrechtliche Konsequenzen?

Doch hat eine Lüge auch strafrechtliche Konsequenzen? Ja, bestätigt der Anwalt: "Bewerber, die ihren Lebenslauf unterschreiben – und das ist in Deutschland ja Standard – bezeugen damit die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben. Stimmen diese nicht, begeht der Bewerber Urkundenfälschung." In besonders schweren oder wiederholten Fällen drohen laut Mingers sogar bis zu fünf Jahre Gefängnis

Wie beschönigen Bewerber Lücken im Lebenslauf - ohne zu lügen?

Statt Lücken im Lebenslauf mit Lügen zu füllen, sollten Bewerber also lieber bei der Wahrheit bleiben - und längere Pausen allenfalls "kaschieren". Wie Ihnen das am besten gelingt, erfahren Sie in diesem Artikel.

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Zehn Dinge, die Sie im Bewerbungsgespräch sofort disqualifizieren

Wer sich zu viel schminkt oder übermäßig stylt, der fällt bei 5 Prozent aller Personalchefs sofort durch. Wenn Sie sich also nicht gerade in einer Firma für Stylingprodukte bewerben, sollten Sie knalligen Lippenstift, zu viel Haargel oder auffälligen Lidschatten lieber sein lassen.
Wer sich zu viel schminkt oder übermäßig stylt, der fällt bei 5 Prozent aller Personalchefs sofort durch. Wenn Sie sich also nicht gerade in einer Firma für Stylingprodukte bewerben, sollten Sie knalligen Lippenstift, zu viel Haargel oder auffälligen Lidschatten lieber sein lassen. © pexels
Zu schlaff, zu stark oder verschwitzt? Ein schlechter Händedruck fällt bei sechs Prozent der Personaler negativ auf.
Zu schlaff, zu stark oder verschwitzt? Ein schlechter Händedruck fällt bei sechs Prozent der Personaler negativ auf. © pixabay
Wer mit einem Coffee-to-go oder der Coladose in der Hand beim Vorstellungsgespräch erscheint, sorgt bei 14 Prozent der Recruiter für Stirnrunzeln.
Wer mit einem Coffee-to-go oder der Coladose in der Hand beim Vorstellungsgespräch erscheint, sorgt bei 14 Prozent der Recruiter für Stirnrunzeln. © pexels
Ihr bewerbt euch für einen Job in der Bank, erscheint aber in Jeans und T-Shirt? Zu lässige Kleidung disqualifiziert Sie bei 24 Prozent aller Personalchefs. Kleiden Sie sich also lieber etwas zu schick als zu bequem - damit macht man nichts falsch.
Ihr bewerbt euch für einen Job in der Bank, erscheint aber in Jeans und T-Shirt? Zu lässige Kleidung disqualifiziert Sie bei 24 Prozent aller Personalchefs. Kleiden Sie sich also lieber etwas zu schick als zu bequem - damit macht man nichts falsch. © pexels
Gegen einen kleinen Snack vor dem Job Interview ist nichts einzuwenden - aber bitte lassen Sie Ihr Essen in der Tasche verschwinden, bevor es ernst wird. 38 Prozent aller Personaler finden es ziemlich unhöflich, wenn Sie nebenbei ihr belegtes Brot oder gar einen miefigen Döner kauen.
Gegen einen kleinen Snack vor dem Job Interview ist nichts einzuwenden - aber bitte lassen Sie Ihr Essen in der Tasche verschwinden, bevor es ernst wird. 38 Prozent aller Personaler finden es ziemlich unhöflich, wenn Sie nebenbei ihr belegtes Brot oder gar einen miefigen Döner kauen. © pixabay
Fallen Sie Ihrem Gegenüber besser nicht ins Wort: Für 39 Prozent der Recruiter ist das ein absolutes No-Go und disqualifiziert Sie auf der Stelle.
Fallen Sie Ihrem Gegenüber besser nicht ins Wort: Für 39 Prozent der Recruiter ist das ein absolutes No-Go und disqualifiziert Sie auf der Stelle. © pixabay
Eigentlich sollte das selbstverständlich sein, aber wer ungepflegt zum Bewerbungsgespräch erscheint, ist bei der Hälfte der Personalchefs unten durch. Also lieber noch einmal duschen, Haare waschen und ein Deo benutzen, bevor Sie sich auf den Weg machen.
Eigentlich sollte das selbstverständlich sein, aber wer ungepflegt zum Bewerbungsgespräch erscheint, ist bei der Hälfte der Personalchefs unten durch. Also lieber noch einmal duschen, Haare waschen und ein Deo benutzen, bevor Sie sich auf den Weg machen. © pexels
"Wer zu spät kommt, den betraft das Leben" - oder der Personalchef. Denn wer beim Vorstellungsgespräch zu spät erscheint, disqualifiziert sich sofort bei 58 Prozent der Unternehmen. Planen Sie sich also genügend Puffer für die Anfahrt ein.
"Wer zu spät kommt, den betraft das Leben" - oder der Personalchef. Denn wer beim Vorstellungsgespräch zu spät erscheint, disqualifiziert sich sofort bei 58 Prozent der Unternehmen. Planen Sie sich also genügend Puffer für die Anfahrt ein. © pixabay
Finger weg vom Handy - das gilt nicht nur beim Familienessen, sondern auch fürs Vorstellungsgespräch. Bei 71 Prozent aller Recruiter schießen Sie sich gleich ins Abseits, wenn Sie im Gespräch Ihr Telefon zücken.
Finger weg vom Handy - das gilt nicht nur beim Familienessen, sondern auch fürs Vorstellungsgespräch. Bei 71 Prozent aller Recruiter schießen Sie sich gleich ins Abseits, wenn Sie im Gespräch Ihr Telefon zücken. © pexels
Das größte No-Go für Personalchefs ist aber unhöfliches Verhalten gegenüber Mitarbeitern. Wer die Empfangsdame anzickt oder andere Mitarbeiter herumkommandiert, der fliegt bei stolzen 86 Prozent aller Personalchefs von der Kandidatenliste.
Das größte No-Go für Personalchefs ist aber unhöfliches Verhalten gegenüber Mitarbeitern. Wer die Empfangsdame anzickt oder andere Mitarbeiter herumkommandiert, der fliegt bei stolzen 86 Prozent aller Personalchefs von der Kandidatenliste. © pixabay

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