flexibel studieren

Studium per Klick: Die Virtuelle Hochschule Bayern

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Die Virtuelle Hochschule Bayern bietet die Möglichkeit, zuhause vom PC aus zu studieren. Wir haben das Online-Angebot getestet.

Die Auswahl ist groß. Es gibt 15 Fächergruppen, darunter Informatik, Medizin, Schlüsselqualifikationen. Ich klicke auf „Schlüsselqualifikationen“, die mittlerweile unumgänglich zu sein scheinen. Insgesamt 36 Kurse sind aufgeführt, außerdem wird mir die Nutzung von „Sprachen“ empfohlen. Davor schrecke ich zurück, eine lebendige Sprache möchte ich lieber weiterhin in der realen Welt lernen. Also zurück zu den Qualifikationen. Unter dem Unterpunkt „Persönliche Kompetenz“ werde ich fündig: „Psychologie – Grundkonzepte und Anwendungen“. Zwar habe ich meinen Magister in Germanistik gemacht und bin wieder an der LMU eingeschrieben, um meine Doktorarbeit in Englischer Literaturwissenschaft zu schreiben. Aber die Kurse können unabhängig vom Studiengang belegt werden. Bei mir ist es reines Interesse. Der Kurs wird ausführlich beschrieben und richtet sich an alle Studierende aller Fachrichtungen. Als erforderliche Technik reicht ein Browser neuerer Version. Interessenten können sich von Mitte September bis Mitte Februar anmelden, der Kurs läuft bis Ende Februar, die Teilnehmerzahl ist unbegrenzt.

„… örtlich und zeitlich flexibel studieren“ lautet das Motto der Virtuellen Hochschule Bayern (vhb). Dabei handelt es sich um keine eigenständige Hochschule, sondern um ein Verbundinstitut, eine gemeinsame Einrichtung der bayerischen Universitäten und Hochschulen für angewandte Wissenschaften. „Die Virtuelle Hochschule Bayern (vhb) fördert und koordiniert den Einsatz und die Entwicklung multimedialer Lehr- und Lerninhalte in den bayerischen Hochschulen“, heißt es auf der Internetseite. Studenten haben die Möglichkeit, ergänzende Kurse zu belegen, für die sie Leistungsnachweise bekommen, die vhb bietet keinen vollständigen Studiengang an.

Einige Vorteile liegen auf der Hand: Ich kann zeitlich und örtlich unabhängig arbeiten. Als Studierende an einer bayerischen Hochschule sind die Angebote für mich kostenlos. Andere Personen können sich kostenpflichtig anmelden. Die Kurse sind von Experten entwickelt und werden von einem Online-Tutor betreut – besser als ein Selbststudium mit Fachliteratur. Einen großen Nachteil sehe ich aber: Der direkte Kontakt zu Dozent und anderen Studenten, Diskussionen im Kurs, die inspirierende Uni-Atmosphäre fehlen.

Die Online-Registrierung läuft schnell und unkompliziert. Ich authentifiziere mich mit meiner Matrikelnummer und Campus-Kennung, bekomme meine Nutzerkennung sofort per Mail – fertig. Mit einem weiteren Klick habe ich mich zum Psychologie-Kurs von Prof. Dr. Karl Wilbers von der Uni Erlangen-Nürnberg angemeldet. Auf der Startseite gibt es ein Forum, in dem sich anfangs der Tutor vorgestellt und dazu eingeladen hat, ihn jederzeit bei Fragen oder Problemen zu kontaktieren. Die Basismodule müssen verpflichtend bearbeitet werden, dann gibt es noch zwei Module zur Auswahl: „Sozialpsychologie“ und „Arbeits- und Organisationspsychologie“. Unter Punkt 1, „Psychologie als Wissenschaft“, wurde ein Video bereitgestellt, außerdem ein schriftlicher geschichtlicher Überblick. Selbstkontrollaufgaben können freiwillig bearbeitet werden. Wer regelmäßig bis Ende Februar Prüfungsaufgaben einsendet, die sich in einem extra Ordner auf der Startseite befinden, bekommt einen Schein.

Mein Fazit: Mich überzeugt vor allem die Flexibilität, die die vhb bietet. Der Kurs, den ich mich ausgesucht habe, ist sehr gut aufbereitet und lädt richtig zum Lernen ein. Eine sinnvolle Ergänzung zum Studium.

Teresa Pancritius

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