Online-Petition

Mutter fordert: Bundesjugendspiele abschaffen! 

Kind beim Turnen
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Nichht für jedes Kind sind die Bundesjugendspiele ein Genuss

Konstanz - Die dreifache Mutter Christine Finke will die Bundesjugendspiele abschaffen. Begründung: "Sie demotivieren Kinder".

Als ihr Sohn heulend nach Haus kam und nur eine Teilnehmerurkunde mitbrachte, war für Christine Fink die Entscheidung gefallen: Die Bundesjugendspiele müssen weg! Dazu hat die 48-jährige Journalistin eine Online-Petition gestartet, die mittlerweile regen Zuspruch erhält. Gut 13.000 Unterstützer haben bereits unterschrieben, Christine Finke ist von dem Zuspruch recht erstaunt, wie sie gegenüber der "Welt" zugab: Ich bin sehr überrascht - aber angenehm. Ich wollte eigentlich eine Diskussion anstoßen. Das ist mir gelungen."

In ihrem Blog "Mama-arbeitet" erläutert sie ihre Argumente: "Die Bundesjugendspiele sind nicht mehr zeitgemäß: Der Zwang zur Teilnahme und der starke Wettkampfcharakter sorgen bei vielen Schülern für das Gefühl, vor der Peergroup gedemütigt zu werden." Doch sie bekommt nicht nur Zuspruch. Viele User setzen sich kritisch mit dem Thema auseinander. Auf der Seite von Frau Fink schreibt ein User: "Mit einem aus dem Weg räumen sämtlicher unangenehmer Situationen, Hürden und Probleme schaden Sie Ihrem Kind mehr als ihm zu helfen."

Christine Fink jedenfalls will weitermachen und scheint das Ganze sportlich zu nehmen. Es fehlen ihr schließlich nur noch etwas mehr als 2000 Unterstützer, um die 15.000-Mitzeichner-Hürde zu nehmen.

Andrew Weber

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