Handwerk

Bundesregierung beschließt Meisterpflicht für zwölf Berufe

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Die schwarz-rote Koalition will in einigen Handwerksberufen wie Fliesenleger, Orgelbauer oder Raumausstatter die Meisterpflicht wieder einführen. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Handwerksberufe bieten jungen Menschen großes Potenzial, Karriere zu machen. Wer in bestimmten Zweigen aufsteigen will, muss in Zukunft aber auf jeden Fall einen Meisterbrief erwerben.

Berlin (dpa) - Die Bundesregierung hat sich auf die Wiedereinführung der Meisterpflicht für zwölf Berufe geeinigt. Das Kabinett stimmte einem entsprechenden Gesetzesentwurf von Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) zu.

"Das Handwerk ist innovativ, regional verankert und erschließt durch seine leistungsfähigen Unternehmen neue Märkte", sagte der Minister. "Dies muss durch einen sachgerechten Ordnungsrahmen begleitet und zukunftsfest gemacht werden." Betroffen sind unter anderem Fliesenleger, Böttcher und Raumausstatter.

Der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) bezeichnete den Gesetzentwurf als "richtigen und notwendigen Akzent für mehr Qualität und Qualifizierung im Handwerk". Meister sorgten für Wissenstransfer und seien Vorbild für Auszubildende, sagte ZDH-Präsident Hans Peter Wollseifer. Auch der Zentralverband Deutsches Baugewerbe begrüßte den Beschluss. "Damit ist der Weg frei, die Fehlentwicklungen der Vergangenheit zu korrigieren", sagte Hauptgeschäftsführer Felix Pakleppa.

Im Rahmen der Agenda 2010 hatte die Rot-Grüne Bundesregierung 2003 den Meisterzwang für 53 Handwerke aufgehoben.

Die Zulassungspflicht wird in folgenden Handwerken wieder eingeführt:

- Fliesen-, Platten- und Mosaikleger - Betonstein- und Terrazzohersteller - Estrichleger - Behälter- und Apparatebauer - Parkettleger - Rollladen- und Sonnenschutztechniker - Drechsler und Holzspielzeugmacher - Böttcher - Raumausstatter - Glasveredler - Orgel- und Harmoniumbauer - Schilder- und Lichtreklamehersteller.

Mitteilung Altmaier

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