Nach einem Jahr Pandemie

Jobsuche: Das sind die aktuellen Top- und Flop-Branchen auf dem Stellenmarkt

Stellenanzeige. Für viele Branchen geht es am Stellenmarkt wieder aufwärts.
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Für viele Branchen geht es am Stellenmarkt wieder aufwärts.

Nach einem Jahr Corona-Pandemie geht es für viele gebeutelte Branchen wieder aufwärts. Doch einige verzeichnen immer noch einen starken Rückgang bei den Stellenanzeigen.

Die Zeichen mehren sich, dass es am Arbeitsmarkt hinsichtlich des Stellenangebotes* weiter aufwärts geht. Das zeigt auch die Entwicklung der Stellenanzeigen der Job-Seite Indeed. Jeden Monat kommen nach Angaben der Jobsuchmaschine aktuell mehr als 660.000 neue Stellen hinzu. 

Stellenangebot seit März erstmals wieder auf Vor-Corona-Niveau

Zum Stichtag des 22. Mai 2021 lag das Stellenangebot auf Indeed bereits wieder drei Prozent über dem Vor-Corona-Niveau (1.2.2020). Damit zeigt sich das Stellenangebot insgesamt gut erholt gegenüber dem Tiefpunkt von -23 Prozent, das im Mai 2020 erreicht wurde. Seitdem ist das Aufkommen an ausgeschriebenen Stellen laut der Job-Seite kontinuierlich wieder angestiegen. Am 24. März 2021 hat die Anzahl der offenen Stellen erstmals wieder das Vor-Corona-Niveau erreicht

Top-Branchen 2021: Diese Branchen haben die besten Zuwachsraten

Das sind die Berufsbereiche, die aktuell die stärksten Zuwachsraten bzw. den stärksten Rückgang auf Indeed zeigen - im Vergleich zum Februar letzten Jahres: 

Top-BerufsbereicheTrendTiefpunkt
Lagerarbeit+20%-19% (05/20)
Finance+17%-21% (05/20)
Wirtschaftsingenieurswesen+15%-30% (04/20)
Forschung & Entwicklung+13%-23% (06/20)
Versicherungswesen+12%-16% (07/20)
Chemieingenieurswesen+11%-17% (07/20)
IT+10%-18% (07/20)
Bauingenieurswesen+10%-14% (06/20)
Elektrotechnik+8%-25% (06/20)
Produktion & Fertigung+8%-27% (06/20)
Management+8%-26% (05/20)
Personalwirtschaft/HR+7%-42% (06/20)
Software-Entwicklung+6%-22% (06/20)
Logistik+6%-24% (05/20)
Marketing+2%-40% (05/20)

Quelle: Indeed (Stand: Mai 2021)

Lesen Sie auch: Bewerbungsunterlagen 2021: Trendwende bei Jobsuche – zwei beliebte Dokumente bald überflüssig.

Flop-Branchen 2021: Branchen im Abwärtstrend

Die Tourismusbranche, Gastronomie sowie Beauty und Wellness schneiden erwartungsgemäß schlecht ab, da sie von den Corona-Maßnahmen unmittelbar betroffen sind. Den stärksten Rückgang an Stellenanzeigen verzeichnet aber die Luft- und Raumfahrt:

Flop-BerufsbereicheTrendTiefpunkt
Luft- und Raumfahrt-49%-60% (11/20)
Hotel/Tourismus-33%-46% (02/21)
Gastro-25%-37% (05/20)
Beauty & Wellness-21%-35% (02/21)
Medien & Kommunikation-5%-36% (06/20)

Quelle: Indeed (Stand: Mai 2021)

Corona: Talsohle der betroffenen Branchen ist erreicht

“Viele Arbeitsmarktbereiche haben sich schon sehr gut erholt oder boomen regelrecht“, erläutert Frank Hensgens, Managing Director von Indeed Deutschland. „Nur die unmittelbar von Corona betroffenen Branchen tun sich schwer, aber auch dort ist die Talsohle durchschritten und die Zeichen stehen auf Erholung. Besonders ermutigend ist, dass Mitarbeitende für das Personalwesen wieder deutlich über Vor-Corona-Niveau gesucht werden. Es werden Leute eingestellt, die wiederum Leute einstellen sollen. Das spricht für eine nachhaltige Wende zum Guten”, so der Experte.

Methodik

Gemessen wurden das Wachstum oder Rückgang in Prozent am 22. Mai 2021 für ausgewählte Berufsbereiche, indexiert zum 1. Februar 2020 (Vor-Corona-Niveau).*Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Weiterlesen: Jobwechsel während Corona: Welche Chancen haben Bewerber 2021?

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Quelle: Pressemitteilung Indeed

Gehalt: Die zehn bestbezahlten Ausbildungen in Deutschland

Platz 10: Maurer verdienen in ihrer dreijährigen Lehrzeit zwischen 550 und 1.200 Euro.
Platz 10: Maurer verdienen in ihrer dreijährigen Lehrzeit zwischen 550 und 1.200 Euro brutto. © Lino Mirgeler / dpa
Platz 9: Verwaltungsfachangestellte bekommen 700 bis 800 Euro brutto.
Platz 9: Angehende Verwaltungsfachangestellte bekommen 700 bis 800 Euro brutto. © Peter Steffen / dpa
Platz 8: Fachinformatiker erhalten monatlich zwischen 700 und 900 Euro brutto.
Platz 8: Fachinformatiker erhalten in der Ausbildung monatlich zwischen 700 und 900 Euro brutto. © Jan Woitas / dpa
Platz 7: Dank Nacht- und Wochenendzuschlägen können angehende Polizisten bis zu 1.100 Euro verdienen.
Platz 7: Dank Nacht- und Wochenendzuschlägen können angehende Polizisten bis zu 1.100 Euro verdienen. © Stefan Sauer / dpa
Platz 6: Technische Zeichner (auch technische Produktdesigner oder technische Systemplaner) verdienen in der Lehrzeit 700 bis 1.000 Euro brutto.
Platz 6: Technische Zeichner (auch technische Produktdesigner oder technische Systemplaner) verdienen in der Lehrzeit 700 bis 1.000 Euro brutto. © pixabay / 422737
Platz 5: Ob in KfZ-Betrieben, in der Luft- und Raumfahrt oder im medizinischen Bereich: Mechatroniker dürfen sich in der Ausbildung über ein ordentliches Gehalt von 800 bis 1.000 Euro brutto freuen.
Platz 5: Ob in KfZ-Betrieben, in der Luft- und Raumfahrt oder im medizinischen Bereich: Mechatroniker dürfen sich in der Ausbildung über ein ordentliches Gehalt von 800 bis 1.000 Euro brutto freuen. © Oliver Berg / dpa
Platz 4: Bankkaufleute gehören seit jeher zu den Besserverdienenden. Azubis verdienen im Monat etwa 650 bis 1.000 Euro brutto.
Platz 4: Bankkaufleute gehören seit jeher zu den Besserverdienenden. Azubis verdienen im Monat etwa 650 bis 1.000 Euro brutto. © Matthias Balk / dpa
Platz 3: Ebenso gut ergeht es Azubis im Finanzbereich. Angehende Versicherungskaufleute verdienen etwa 650 bis 1.000 Euro brutto.
Platz 3: Ebenso gut ergeht es Azubis im Finanzbereich. Angehende Versicherungskaufleute verdienen etwa 650 bis 1.000 Euro brutto. © pixabay / Free-Photos
Platz 2: Binnenschiffer kann man zwar nicht überall werden, aber die Ausbildung lohnt sich: Hier sind zwischen 800 und 1.100 Euro brutto drin.
Platz 2: Binnenschiffer kann man zwar nicht überall werden, aber die Ausbildung lohnt sich: Hier sind zwischen 800 und 1.100 Euro brutto drin. © Philipp Schulze / dpa
Platz 1: Die Pole-Position geht mit großem Abstand an die Azubis der Fluglotsen. Im zweiten und dritten Lehrjahr sind Spitzengehälter von 3.000 bis 4.500 Euro brutto drin.
Platz 1: Die Pole-Position geht mit großem Abstand an die Azubis der Fluglotsen. Im zweiten und dritten Lehrjahr sind Spitzengehälter von 3.000 bis 4.500 Euro brutto drin. © Ingo Wagner / dpa

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