Teamführung

Achtung Chefs: Dieses kleine Wort sollten Sie sich unbedingt sparen, wenn Sie Feedback geben

Im Feedback-Gespräch mit Mitarbeitern sind bestimmte Formulierungen kontraproduktiv.
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Im Feedback-Gespräch mit Mitarbeitern sind bestimmte Formulierungen kontraproduktiv.

Feedback-Gespräche zwischen Chefs und Mitarbeitern sollten vor allem konstruktiv sein. Doch ein kleines Wörtchen bringt die Stimmung schnell zum kippen.

Ob beim Jahresgespräch* oder zwischendurch im Online-Meeting: Feedback-Gespräche zwischen Vorgesetzten und Mitarbeitern helfen dabei, die individuelle Leistung eines jeden zu verbessern und so das gesamte Team zu stärken. Doch vielen Chefs fällt es schwer, ihre Kritik präzise und zugleich motivierend auszudrücken.

Schließlich dürfen Vorgesetzte nie vergessen, dass Kritik - und sei sie auch noch so gut gemeint - schnell kränkt. Die richtige Kommunikation ist hier also entscheidend, damit das Feedback richtig beim Mitarbeiter ankommt. Was sollten Chefs dabei beachten?

Feedback geben: Immer persönlich und zum passenden Zeitpunkt

Thomas B. Richter ist Vertriebsdirektor sowie Speaker und leitet ein dezentrales Team aus 90 Mitarbeitern. Seiner Meinung nach sollte Feedback immer im persönlichen Gespräch erfolgen, wie er im Gespräch mit dem HR-Software-Anbieter Personio verrät. Eine E-Mail sei dagegen fehl am Platz, auch wenn dies im ersten Augenblick bequemer erscheine.

Und auch der Zeitpunkt spiele eine wichtige Rolle. “Wird das Feedback zu spät angebracht, hat das Gesagte nicht mehr die volle Wirkung“, weiß der Profi. „Wenn es zwischen Tür und Angel gegeben wird, kann es dagegen nicht richtig reflektiert werden – das Feedback verpufft.”

Zudem müsse Feedback auch immer auf Gegenseitigkeit beruhen: „Nur, wenn man dem Gegenüber eine Chance zu reagieren gibt, entwickelt sich eine wertschätzende Dynamik”, so Richter weiter. Und davon profitiert das ganze Team.

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Dieses Wort sollten Sie beim Feedback Gespräch unbedingt vermeiden

Feedback sollte immer konstruktiv sein, das versteht sich von selbst. Bei der Formulierung sollten Chefs jedoch unbedingt einen beliebten Fehler vermeiden: Streichen Sie das Wörtchen „Aber“ aus Ihrem Wortschatz und verwenden Sie stattdessen „Und“. Der Grund ist ganz einfach: Wie Bernard Roth, Professor an der renommierten Stanford Universität herausgefunden hat, weise das Wort „Aber“ Menschen auf einen Konflikt hin, selbst wenn keiner vorhanden ist. Die Konjunktion „Und“ rege dagegen das Gehirn dazu an, Lösungen zu präsentieren.

Beispiel: „Du erledigst deine Arbeit immer gewissenhaft. Und wenn wir dein Zeitmanagement noch verbessern, dann schaffen wir im Team noch viel mehr.“

Wenn Sie sich beim Feedback geben auf das Verhalten statt auf die Persönlichkeit Ihres Mitarbeiters konzentrieren, fühlt sich Ihr Teammitglied gleich weniger angegriffen und das Feedback gelingt. (as) *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Zentral-Redaktionsnetzwerks.

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Quellen: Personio, Business Insider

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