Was Experten raten

Fünf-Minuten-Bewerbung immer beliebter - vermeiden Sie dabei diesen einen Fehler

Nicht wenige Firmen greifen inzwischen gern auf Kurz-Bewerbungen zurück. Klingt verlockend, weil es auf den ersten Blick Zeit spart - doch es gibt einige Tücken.

  • Immer mehr Firmen wünschen sich eine Kurzbewerbung.
  • Was Job-Kandidaten dazu wissen und unbedingt beachten sollten.
  • Experten geben Tipps und sagen, wo die Fehlerquellen liegen.

Sie ist schneller erledigt als eine konventionelle Bewerbung*, wesentlich kürzer gehalten und soll sozusagen der ersten Kontaktaufnahme dienen. Und nichtsdestotrotz sollten Job-Bewerber sie ernst nehmen: die Kurzbewerbung.

Denn immer mehr Firmen setzen auf solche abgespeckten Bewerbungen, heißt es in einem Bericht auf „Welt.de“, wo unter anderem der Geschäftsführer des Münchner Personaldienstleisters Avantgarde Experts, Philipp Riedel, zu Wort kommt. Kurzbewerbungen seien ein Trend, wird der Personalexperte in dem Bericht zitiert und nennt dafür zwei Gründe: Unternehmen wollten Kandidaten genau kennenlernen. „Das heißt, sie verwenden lieber mehr Zeit für Gespräche, Telefonate und weniger dafür, Dokumente durchzublättern.“ Zum anderen könnten Firmen aus einigen Unterlagen gar keinen Nutzen ziehen. Oftmals glichen sich diese, wird der Experte in dem Bericht zitiert. „Deshalb wird gesagt, wir lassen sie gleich weg.“

Gerade in Bereichen, in denen Fachkräfte schwer zu finden seien, würden Firmen hier die Hürden senken, heißt es zudem in dem Bericht auf „Welt.de“

Kurzbewerbung oft in elektronischer Form - per E-Mail oder als Online-Formular

„Eine Kurzbewerbung ist für den Verfasser weniger aufwändig als die Erstellung einer umfassenden Bewerbungsmappe“, informiert das Portal „Arbeits-ABC.de“. Für die Personalabteilung biete die kurze Bewerbung den Vorteil einer erste Sichtung der Kandidaten für eine zu besetzende Stelle anhand weniger Unterlagen. Manche sprechen salopp gesagt hier auch von der "Fünf-Minuten"-Bewerbung - die für alle Beteiligten durchaus Zeit spart.

Job-Kandidaten sollten jedoch nicht den großen Fehler begehen und eine solche „Mini-Bewerbung“ deshalb auf die leichte Schulter nehmen. Denn es kommt immer auf den ersten Eindruck an - so wie bei jeder anderen Bewerbung.

Welche Kriterien muss eine Kurzbewerbung erfüllen? Die kurze Bewerbung kommt häufig in elektronischer Form vor – per E-Mail oder Online-Formular, wie das Portal „Karrierbibel.de“ informiert. „Dann aber meist auf Anfrage durch den Arbeitgeber.“

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Initiativbewerbung: Diese Kriterien sollte eine Kurzbewerbung erfüllen

Ansonsten bestehe die Kurzbewerbung laut Definition aus maximal drei Seiten, erklären die Experten: dem Anschreiben (eine Seite) und einem tabellarischen Lebenslauf (maximal zwei Seiten). „Also gerade mal zwei bis maximal drei Seiten.“ Sie sagen: „Bei der Kurzbewerbung fehlen sämtliche Anlagen, wie Zeugnisse, Abschluss- oder Qualifikationsnachweise. Oft auch das Bewerbungsfoto.“ Grundsätzlich empfiehlt sich, das mitzuliefern, was die Firma sich in einer solchen Kurzbewerbung erwünscht. Sprich, nicht mehr und nicht weniger.

Zehn Dinge, die Sie im Bewerbungsgespräch sofort disqualifizieren

Wer sich zu viel schminkt oder übermäßig stylt, der fällt bei 5 Prozent aller Personalchefs sofort durch. Wenn Sie sich also nicht gerade in einer Firma für Stylingprodukte bewerben, sollten Sie knalligen Lippenstift, zu viel Haargel oder auffälligen Lidschatten lieber sein lassen.
Wer sich zu viel schminkt oder übermäßig stylt, der fällt bei 5 Prozent aller Personalchefs sofort durch. Wenn Sie sich also nicht gerade in einer Firma für Stylingprodukte bewerben, sollten Sie knalligen Lippenstift, zu viel Haargel oder auffälligen Lidschatten lieber sein lassen. © pexels
Zu schlaff, zu stark oder verschwitzt? Ein schlechter Händedruck fällt bei sechs Prozent der Personaler negativ auf.
Zu schlaff, zu stark oder verschwitzt? Ein schlechter Händedruck fällt bei sechs Prozent der Personaler negativ auf. © pixabay
Wer mit einem Coffee-to-go oder der Coladose in der Hand beim Vorstellungsgespräch erscheint, sorgt bei 14 Prozent der Recruiter für Stirnrunzeln.
Wer mit einem Coffee-to-go oder der Coladose in der Hand beim Vorstellungsgespräch erscheint, sorgt bei 14 Prozent der Recruiter für Stirnrunzeln. © pexels
Ihr bewerbt euch für einen Job in der Bank, erscheint aber in Jeans und T-Shirt? Zu lässige Kleidung disqualifiziert Sie bei 24 Prozent aller Personalchefs. Kleiden Sie sich also lieber etwas zu schick als zu bequem - damit macht man nichts falsch.
Ihr bewerbt euch für einen Job in der Bank, erscheint aber in Jeans und T-Shirt? Zu lässige Kleidung disqualifiziert Sie bei 24 Prozent aller Personalchefs. Kleiden Sie sich also lieber etwas zu schick als zu bequem - damit macht man nichts falsch. © pexels
Gegen einen kleinen Snack vor dem Job Interview ist nichts einzuwenden - aber bitte lassen Sie Ihr Essen in der Tasche verschwinden, bevor es ernst wird. 38 Prozent aller Personaler finden es ziemlich unhöflich, wenn Sie nebenbei ihr belegtes Brot oder gar einen miefigen Döner kauen.
Gegen einen kleinen Snack vor dem Job Interview ist nichts einzuwenden - aber bitte lassen Sie Ihr Essen in der Tasche verschwinden, bevor es ernst wird. 38 Prozent aller Personaler finden es ziemlich unhöflich, wenn Sie nebenbei ihr belegtes Brot oder gar einen miefigen Döner kauen. © pixabay
Fallen Sie Ihrem Gegenüber besser nicht ins Wort: Für 39 Prozent der Recruiter ist das ein absolutes No-Go und disqualifiziert Sie auf der Stelle.
Fallen Sie Ihrem Gegenüber besser nicht ins Wort: Für 39 Prozent der Recruiter ist das ein absolutes No-Go und disqualifiziert Sie auf der Stelle. © pixabay
Eigentlich sollte das selbstverständlich sein, aber wer ungepflegt zum Bewerbungsgespräch erscheint, ist bei der Hälfte der Personalchefs unten durch. Also lieber noch einmal duschen, Haare waschen und ein Deo benutzen, bevor Sie sich auf den Weg machen.
Eigentlich sollte das selbstverständlich sein, aber wer ungepflegt zum Bewerbungsgespräch erscheint, ist bei der Hälfte der Personalchefs unten durch. Also lieber noch einmal duschen, Haare waschen und ein Deo benutzen, bevor Sie sich auf den Weg machen. © pexels
"Wer zu spät kommt, den betraft das Leben" - oder der Personalchef. Denn wer beim Vorstellungsgespräch zu spät erscheint, disqualifiziert sich sofort bei 58 Prozent der Unternehmen. Planen Sie sich also genügend Puffer für die Anfahrt ein.
"Wer zu spät kommt, den betraft das Leben" - oder der Personalchef. Denn wer beim Vorstellungsgespräch zu spät erscheint, disqualifiziert sich sofort bei 58 Prozent der Unternehmen. Planen Sie sich also genügend Puffer für die Anfahrt ein. © pixabay
Finger weg vom Handy - das gilt nicht nur beim Familienessen, sondern auch fürs Vorstellungsgespräch. Bei 71 Prozent aller Recruiter schießen Sie sich gleich ins Abseits, wenn Sie im Gespräch Ihr Telefon zücken.
Finger weg vom Handy - das gilt nicht nur beim Familienessen, sondern auch fürs Vorstellungsgespräch. Bei 71 Prozent aller Recruiter schießen Sie sich gleich ins Abseits, wenn Sie im Gespräch Ihr Telefon zücken. © pexels
Das größte No-Go für Personalchefs ist aber unhöfliches Verhalten gegenüber Mitarbeitern. Wer die Empfangsdame anzickt oder andere Mitarbeiter herumkommandiert, der fliegt bei stolzen 86 Prozent aller Personalchefs von der Kandidatenliste.
Das größte No-Go für Personalchefs ist aber unhöfliches Verhalten gegenüber Mitarbeitern. Wer die Empfangsdame anzickt oder andere Mitarbeiter herumkommandiert, der fliegt bei stolzen 86 Prozent aller Personalchefs von der Kandidatenliste. © pixabay

Kurzbewerbungen auf Papier würden vor allem auf Job- und Karrieremessen eingesetzt, heißt es weiter auf Karrierebibel.de. „Auch bei der Bewerbung für Aushilfs- oder Studentenjobs reicht in der Regel die Kurzbewerbung völlig aus beziehungsweise wird sogar ausdrücklich verlangt.“ Bei einer solchen Kurzbewerbung werde in der Regel auf eine typische Bewerbungsmappe verzichtet, informiert das Portal zudem, das für Interessierte auch kostenlose Kurzbewerbungsvorlagen zum Downloaden zur Verfügung stellt. „Eine Klarsichthülle, maximal ein Schnellhefter reichen.“

Denn die Kurzbewerbung sei oft auch „eine Art Vorstufe oder Alternative zur Initiativbewerbung“ und diene der ersten Kontaktaufnahme. Bestehe danach Interesse, könne der Arbeitgeber die vollständigen Bewerbungsunterlagen anfordern oder auch direkt beim Bewerber anrufen und ihn zum Vorstellungsgespräch einladen.

Flexibel arbeiten

Eine gute Hilfe: Mit einem „Apple iPad Pro“ (werblicher Link) können Sie wichtige Aufgaben bequem und zuverlässig von unterwegs erledigen.

Schriftliche Kurzbewerbung - Unterschrift wie bei einer klassischen Bewerbung

Was den Aufbau einer Kurzbewerbung betrifft, raten die Experten auf „Karrierebibel.de“ zudem: „Bei den zwei bis drei Seiten liegt das Anschreiben (maximal eine Seite) oben auf, der Lebenslauf (maximal zwei Seiten) direkt dahinter.“ Die Seiten würden „weder zusammengeheftet, noch getackert“. Wer wolle, könne eine Klarsichthülle als Knickschutz verwenden. „Das ist aber Geschmackssache.“ Viel wichtiger sei, dass beide Seiten der Kurzbewerbung unterschrieben werden - genauso wie bei einer klassischen Bewerbung. (ahu) *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Redaktionsnetzwerks.

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Vor dem Chef und Kunden ist es wichtig, stets professionell aufzutreten. Doch die falsche Körpersprache bewirkt oft das Gegenteil. © iStock / grinvalds
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Hektische Bewegungen verraten dem Gegenüber, dass Sie nervös sind. Verlangsamen Sie daher bewusst Ihre Bewegungen, wenn Sie aufgeregt sind und sprechen Sie langsamer. © pixabay / Free-Photos
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Genauso nervös wirkt es, wenn Sie mit Ihren Haaren, Schmuck oder Ihrer Kleidung spielen. © pixabay / DanaTentis
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Wer mit dem Finger auf andere zeigt, wirkt schnell aggressiv - und die Geste könnte als Drohgebärde verstanden werden. Benutzen Sie lieber die offene Hand, wenn Sie gestikulieren. © pixabay / Ashish_Choudhary
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Wer sich mit der Hand am Kopf oder der Nase kratzt, zeigt dem anderen, dass er ihm nicht glaubt. Das kommt mit Sicherheit nicht gut an. © Srdjan Suki / EPA / dpa
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Wer mit verschränkten Armen im Meeting sitzt oder sich so vor den Chef stellt, signalisiert ganz klar, dass er auf Abstand geht. Lassen Sie das lieber. © Arne Dedert / dpa
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