Transparenz statt Geheimniskrämerei

Supermarkt stellt Gehalt seiner Mitarbeiter öffentlich zur Schau

In Deutschland ist es verpönt über sein Gehalt zu sprechen - und in vielen Firmen sogar verboten. Doch eine texanische Supermarkt-Kette geht einen ganz anderen Weg.

Wer wissen will, ob eine Firma gute Gehälter zahlt oder wie viele Urlaubstage sie zu bieten hat, stößt meist auf eine Mauer des Schweigens. Mitarbeiter verraten ihr Gehalt in den seltensten Fällen - wenn dann nur anonym im Internet, auf Portalen wie Glassdoor oder LinkedIn. Doch eine Supermarkt-Kette in Texas geht nun einen ganz anderen Weg. 

Supermarkt-Kette veröffentlicht Gehälter auf riesigen Schildern

Statt ein riesen Geheimnis um die Gehälter zu machen, veröffentlicht "Buc-ee's" seine Gehaltsstruktur auf großen, gelben Schildern in all seinen 33 Filialen. So kann jeder Kunde und potentielle Bewerber sehen, wie viel ein Kassierer oder Teamleiter verdient und wie viele Wochen bezahlter Urlaub drin sind. 

Buc-ee’s Rocks! from r/pics

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Gehaltstransparenz: Das verspricht sich das Unternehmen davon

Gehaltstransparenz ist diesem Unternehmen besonders wichtig, wie Buc-ee's Chef Jeff Nadalo gegenüber dem News-Portal BusinessInsider verrät. Zum einen um die "besten Mitarbeiter" anzulocken - schließlich können sich die Gehälter sehen lassen. Denn Buc-ee's soll zum Großteil besser als andere Arbeitgeber der Branche zahlen. 

Nadalo sei es aber auch wichtig, seine aktuellen Mitarbeiter möglichst lange im Unternehmen zu halten. "Deswegen arbeiten wir sehr hart daran, nicht nur bezüglich des Gehalts für potentielle, zukünftige Angestellte transparent zu sein, sondern auch, um diejenigen an die Vorteile zu erinnern, die bereits bei uns arbeiten", so der Supermarkt-Chef. Und das klappt offensichtlich recht gut: "Wir haben Leute, die als Kassierer angefangen haben und jetzt Manager sind", verrät er weiter.

Außerdem hätten die Schilder auch einen ganz anderen Effekt: "Unsere Kunden erwarten und freuen sich auf eine einzigartige Erfahrung", meint Nadalo. So schlägt er gleich drei Fliegen mit einer Klappe. Sein Erfolg könnte damit auch andere Unternehmen dazu verleiten, dem Beispiel von Buc-ee's zu folgen. 

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Von Andrea Stettner

Die fünf bestbezahlten Berufe, für die Sie kein Studium brauchen

Um gutes Geld zu verdienen, müssen Sie nicht unbedingt studieren. In manchen Berufen reicht auch eine Ausbildung oder Abitur, um zum Top-Verdiener zu werden.
Um gutes Geld zu verdienen, müssen Sie nicht unbedingt studieren. In manchen Berufen reicht auch eine Ausbildung oder Abitur, um zum Top-Verdiener zu werden. © pixabay
Platz 5: Versicherungskaufmann/-frau - Einstiegsgehalt: 1.800-2.700 Euro brutto. Um in der Versicherungsbranche durchzustarten, benötigen Sie ein gutes Abitur. Die Ausbildung dauert drei Jahre und wird mit durchschnittlich 900 Euro brutto im Monat entlohnt. 
Platz 5: Versicherungskaufmann/-frau - Einstiegsgehalt: 1.800-2.700 Euro brutto. Um in der Versicherungsbranche durchzustarten, benötigen Sie ein gutes Abitur. Die Ausbildung dauert drei Jahre und wird mit durchschnittlich 900 Euro brutto im Monat entlohnt.  © pixabay
Platz 4: Bankkaufmann/-frau. Einstiegsgehalt: 1.800-2.700 Euro brutto. Sie verdienen anfangs etwa genauso viel wie Versicherungskaufleute, für die Ausbildung reicht aber oft ein Realschulabschluss. Die Ausbildungsdauer beträgt etwa anderthalb bis drei Jahre, dabei verdienen Bankkaufleute etwa 900 bis 1.100 Euro brutto im Monat.
Platz 4: Bankkaufmann/-frau - Einstiegsgehalt: 1.800-2.700 Euro brutto. Sie verdienen anfangs etwa genauso viel wie Versicherungskaufleute, für die Ausbildung reicht aber oft ein Realschulabschluss. Die Ausbildungsdauer beträgt etwa anderthalb bis drei Jahre, dabei verdienen Bankkaufleute etwa 900 bis 1.100 Euro brutto im Monat. © pexels
Platz 3: Vorstandssekretär/-in - Einstiegsgehalt: 3.000-5.000 Euro brutto. In diesem Beruf muss man sich hocharbeiten. Einige Jahre Berufserfahrung als Sekretär-/in bzw. Assistent/-in und Weiterbildungen helfen, aufzusteigen. Eine spezielle Ausbildung gibt es in diesem Bereich nicht, Arbeitgeber fordern meist eine abgeschlossene kaufmännische Ausbildung.
Platz 3: Vorstandssekretär/-in - Einstiegsgehalt: 3.000-5.000 Euro brutto. In diesem Beruf muss man sich hocharbeiten. Einige Jahre Berufserfahrung als Sekretär-/in bzw. Assistent/-in und Weiterbildungen helfen, aufzusteigen. Eine spezielle Ausbildung gibt es in diesem Bereich nicht, Arbeitgeber fordern meist eine abgeschlossene kaufmännische Ausbildung. © pixab ay
Platz 2: Pilot/-in - Einstiegsgehalt: 2.900 bis 5.000 Euro brutto. Wie werde ich eigentlich Pilot oder Pilotin? Abitur reicht zunächst. Sie sollten jedoch gute Kenntnisse in Mathematik, Physik und Englisch mitbringen. Die anschließende Ausbildung dauert drei Jahre. Die Krux: Vor der Ausbildung winkt ein umfangreicher  Eignungstest - und Sie bekommen währenddessen kein Geld.
Platz 2: Pilot/-in - Einstiegsgehalt: 2.900 bis 6.500 Euro brutto. Wie werde ich eigentlich Pilot oder Pilotin? Abitur reicht zunächst. Sie sollten jedoch gute Kenntnisse in Mathematik, Physik und Englisch mitbringen. Die anschließende Ausbildung dauert drei Jahre. Die Krux: Vor der Ausbildung winkt ein umfangreicher Eignungstest - und Sie bekommen währenddessen kein Geld. © dpa
Platz 1: Fluglotse/-lotsin - Einstiegsgehalt: etwa 6.000 bis 8.000 Euro brutto. Eine gute Wahl, wenn Sie auch ohne Studium richtig gut verdienen wollen. Fachabitur reicht für diesen verantwortungsvollen Beruf meist nicht, ein gutes Abitur ist nötig. Auch hier müssen Abiturienten erst einen mehrstufigen Eignungstest bestehen - auch einen medizinischen. Anders als Piloten verdienen Fluglotsen während ihrer dreijährigen Ausbildung bereits rund 900 Euro brutto.
Platz 1: Fluglotse/-lotsin - Einstiegsgehalt: etwa 6.000 bis 8.000 Euro brutto. Eine gute Wahl, wenn Sie auch ohne Studium richtig gut verdienen wollen. Fachabitur reicht für diesen verantwortungsvollen Beruf meist nicht, ein gutes Abitur ist nötig. Auch hier müssen Abiturienten erst einen mehrstufigen Eignungstest bestehen - auch einen medizinischen. Anders als Piloten verdienen Fluglotsen während ihrer dreijährigen Ausbildung bereits rund 900 Euro brutto. © dpa

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