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Schlechte Chefs

Ein Psychopath? Wenn Ihr Chef das tut, sollten Sie Reißaus nehmen

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Ein schlechter Führungsstil kann sich massiv auf die Gesundheit der Angestellten auswirken.

Leiden auch Sie unter Ihrem Chef? Und trotzdem hält er sich für eine geniale Führungspersönlichkeit? So schadet er Ihrer körperlichen und psychischen Gesundheit.

Sie kommen kaum aus dem Bett. Die Nervosität vor dem nächsten Tag hat Sie schlecht einschlafen lassen. Frühstücken können Sie nichts, weil Sie fürchten, dass Sie sich dann übergeben müssen. Mit jedem Kilometer, den Sie sich Ihrem Arbeitsplatz nähern, wächst Ihre Angst. Gleich werden Sie ihm begegnen müssen...

Die meisten denken, dass sie gute Chefs sind - ihre Mitarbeiter sehen das anders

Der aktuelle Engagement Index des Beratungsunternehmens Gallup besagt, dass 97 aller Manager finden, dass sie gute Führungskräfte sind. Anders sehen es ihre Untergebenen: Zwei Drittel geben an, schon einmal unter einem schlechten Chef gearbeitet zu haben. Wenn Sie unter einem Tyrannen oder Dilettanten arbeiten müssen, büßen Sie nicht nur den Spaß am Job ein, sondern auch Ihre Gesundheit, wie eine Studie von Birgit Schyns von der Durham University und Jan Schilling von der Hochschule Hannover zeigt. Jeder Vierte habe bereits innerlich gekündigt, sagt die Gallup-Studie.

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Viele Chefs sind überhaupt nicht für ihren Beruf geeignet

Die Internationale Hochschule Bad Honnef Bonn verglich die Fähigkeiten von 1.300 Menschen und fand heraus, dass nur 33 Prozent, also ein Drittel von ihnen, für die Arbeit geeignet war, die sie ausübten. 31 Prozent aller erfolgreichen Manager und 57 Prozent aller mäßig erfolgreichen Manager würden in einer anderen Position effektiver arbeiten.

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Ein psychopathischer Chef schikaniert seine Mitarbeiter

Seth Spain von der Binghamton Universität im US-Bundesstaat New York unterscheidet zwei Typen von Vorgesetzten. Der eine ist der "dysfunktionale Chef". Wegen persönlicher Unzulänglichkeiten oder Mangel an Fähigkeiten sind sie nicht besonders gut in ihrem Job, doch sie wollen niemandem aktiv schaden. Der "dunkle Chef" dagegen kann nicht nur schlecht mit Menschen umgehen, er vermarktet sich bei seinen Vorgesetzten, wo es nur geht, und versucht, seine Angestellten klein zu halten. Manche haben gar machiavellistische, narzisstische oder gar psychopathische Züge, vermutet Spain. "Sie genießen den Schmerz und das Leiden von anderen, deshalb werden sie im Alltag gemein und beleidigend sein und Mitarbeiter schikanieren."

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Dauerstress durch den Chef kann zu massiven gesundheitlichen Problemen führen

Inzwischen ist es wissenschaftlich bewiesen: In einem Stressreport belegt das deutsche Bundesministerium für Arbeit, dass solche Chefs Sie krank machen. Die Anzahl der Stress-Erkrankten wächst seit Jahren rasant an- und dafür tragen schlechte Vorgesetzte zum Großteil die Verantwortung. Denn sie erzeugen Stress und anhaltender Stress führt zu einer Reihe gesundheitlicher Probleme: Hohe Cortisol-Werte, die das Immunsystem schwächen, die Denkfähigkeit einschränken und Bereiche im Gehirn attackieren, die Zusammenhänge herstellen, Informationen archivieren, planen und Entscheidungen treffen, schreibt das österreichische Wirtschaftsmagazin trend.at. Stress durch den Chef kann bis hin zum Herzinfarkt führen, wie eine Langzeitstudie aus Schweden belegt.

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Psychische Krankheiten durch schlechten Führungsstil

Natürlich leidet auch die psychische Gesundheit. Seit 1980 ist der Anteil der psychischen Erkrankungen an allen Arbeitsausfallzeiten von zwei auf elf Prozent gestiegen. Laut Berechnungen des Centrums für Disease Management (CFDM) an der Technischen Universität München leidet jeder Dritte im Laufe seines Berufslebens an einer psychischen Störung. Und jeder zweite, der frühzeitig in Rente geht, tut dies wegen seiner psychischen Gesundheit, zum Beispiel Angstzustände oder Depressionen.

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Das Verhalten von Chefs beeinflusst die Gesundheit ihrer Mitarbeiter enorm

"Das Führungsverhalten hat sich mittlerweile als relevanter Einflussfaktor für die Mitarbeitergesundheit erwiesen“", schließt das Arbeitsministerium in Berlin aus den Erhebungen. Das Verhalten von Führungskräften sei ein wichtiger Ansatzpunkt für Maßnahmen zur betrieblichen Gesundheitsförderung. Das bedeutet: Chefs müssen ihr Verhalten drastisch ändern.

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Ist wirklich Ihr Chef schuld - oder verkennen Sie die Situation?

Jürgen Weibler, Professor für Leadership an der FernUniversität Hagen empfiehlt im deutschen Wirtschaftsmagazin Wirtschaftswoche, Ihre Empfindungen genau zu hinterfragen. Werden Sie tatsächlich schlecht behandelt? Wie nehmen Ihre Kollegen das wahr? Liegt es an der Situation oder tragen Sie vielleicht ebenso Verantwortung? Oder ist wirklich Ihr Chef schuld?

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vro

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