Besser nicht befolgen

Katastrophale Karriere-Tipps: So enttarnen Sie Dampfplauderer und schlechte Ratschläge

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Nicht alle beruflichen Ratschläge, die man von Kollegen oder Freunden erhält, sind sinnvoll.

Manche Tipps in Bezug auf den Beruf klingen nicht nur kurios, sondern sind auch schlichtweg nicht sinnvoll. Doch wie erkennt man nutzlose Ratschläge?

Wer im Berufsleben erfolgreich sein will, fragt gerne Personen um Rat, die in einem Unternehmen bereits durchgestartet sind. Und tatsächlich können sie häufig mit klugen Ratschlägen weiterhelfen. Jedoch ist nicht jeder Tipp sinnvoll, sondern manchmal sogar schädigend.

Sinnlose Karriere-Tipps, die Sie nicht befolgen sollten

Die Liste der Ratschläge, die Sie in Bezug auf Ihren Beruf keinesfalls befolgen sollten, ist lang. Dazu zählen Klassiker wie niemals nach Hilfe zu fragen , weil Sie dadurch Schwäche zeigen. Ebenfalls problematisch ist es, sich Fehler nicht einzugestehen. Wer eigene Missgeschicke nicht anerkennt, ist in der Regel auch nicht in der Lage sich zu verbessern. Als einen der schlimmsten Empfehlungen sieht das Portal Australian Broadcasting Corporation (ABC) jedoch den Tipp, an Schlafenszeit zu sparen und diese stattdessen zum Arbeiten zu verwenden. Eine Twitter-Userin spricht von diesem absurden Ratschlag, den sie vor einiger Zeit erhielt:

"In Bezug auf was ich als schlechtesten Ratschlag meiner Karriere einstufen würde, sagte mir heute jemand, dass das Auffüllen der Stunden zwischen zwölf Uhr nachts und sechs Uhr morgens mit produktivem Arbeiten der Schlüssel zum Erfolg in der Medizin-Branche sei. Ein starkes "nein" für mich. Diese Stunden werden mit Schlaf gefüllt."

Lesen Sie auch: Bewerbung: So rocken Sie mit dem ersten Satz Ihr Anschreiben.

So erkennen Sie sinnlose Ratschläge

Susan Ainsworth, Professorin für Management an der Universität in Melbourne, weist darauf hin, stets die Intentionen der Person, die Ratschläge erteilt, zu hinterfragen. Viele wollen mit vermeintlich guten Empfehlungen helfen, andere verfolgen mit schädigenden Tipps nur Eigeninteressen. Wichtig ist es zudem sich im Klaren darüber zu werden, was man beruflich erreichen möchte. Nicht alle Tipps führen einen genau dort hin.

Auch interessant: Absagen-Garant: Streichen Sie diese Sätze sofort aus Ihrer Bewerbung.

Wer sich außerdem mit einem erhaltenen Ratschlag nicht wohlfühlt, sollte laut Karriere-Coach Kate James davon absehen, ihn zu befolgen. Als Reaktion auf schlechte Tipps empfiehlt ABC sich einfach zu bedanken, da Personen, die Empfehlungen aussprechen, in den meisten Fällen nichts Böses im Sinn haben. Falls Sie sich dennoch an derartige Ratschläge halten, lernen Sie aus negativen Erfahrungen. Auch das kann Sie auf Ihrem beruflichen Weg voranbringen.

Erfahren Sie mehr: Ungewöhnliche Berufe: Diese Jobs sind etwas ganz Besonderes.

Video: Bewerbungsgespräch - Mit diesen Tipps kann nichts schiefgehen

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Zehn Karriere-Tipps von einem großen Unternehmer unserer Zeit

Jeffrey Immelt leitete 16 Jahre lang den Konzern General Electric (GE) - und das ziemlich erfolgreich. Welche zehn Dinge die Management-Ikone als CEO gelernt hat, verrät er in einem letzten Blog-Post bei LinkedIn. Diese lauten:
Jeffrey Immelt leitete 16 Jahre lang den Konzern General Electric (GE) - und das ziemlich erfolgreich. Welche zehn Dinge die Management-Ikone als CEO gelernt hat, verrät er in einem letzten Blog-Post bei LinkedIn. Diese lauten: © dpa
1. Hohe Ziele setzen: "Sie müssen immer ein Konzept für die Zukunft entwickeln. Setzen Sie hohe Ziele und seien Sie wachsam - jeden Augenblick. Seien Sie respektvoll und motivierend." Und vor allem: "Konzentrieren Sie sich auf die wichtigen Dinge." 
1. Hohe Ziele setzen: "Sie müssen immer ein Konzept für die Zukunft entwickeln. Setzen Sie hohe Ziele und seien Sie wachsam - jeden Augenblick." Und vor allem: "Konzentrieren Sie sich auf die wichtigen Dinge."  © pixabay
2. Schwere Entscheidungen treffen: Auch wenn es unbequem erscheinen mag - als CEO dürfe man nicht vor schweren Entscheidungen und damit einhergehender Kritik zurückschrecken. Immelt trennte sich zum Beispiel von vielen Geschäftsbereichen und übernahm stattdessen die Energiesparte eines großen Konkurrenten - die Größte Übernahme in der Geschichte von GE, wie die WirtschaftsWoche berichtete.
2. Schwere Entscheidungen treffen: Auch wenn es unbequem erscheinen mag - als CEO dürfe man nicht vor schweren Entscheidungen und damit einhergehender Kritik zurückschrecken. Immelt trennte sich zum Beispiel von vielen Geschäftsbereichen und übernahm stattdessen die Energiesparte eines großen Konkurrenten - die Größte Übernahme in der Geschichte von GE, wie die WirtschaftsWoche berichtete. © pixabay
3. Investieren Sie in die Zukunft: "Langfristig geht es um Ideen", weiß Immelt - sei es das Internet der Dinge oder neue Herstellungsverfahren. Auch wenn nicht alle Aktionäre dieser Meinung seien und lieber kurzfristig Erfolge sehen würden, so schätzen gute Geschäftsleute laut Immelt auch den Weg zum Ziel.
3. Investieren Sie in die Zukunft: "Langfristig geht es um Ideen", weiß Immelt - sei es das Internet der Dinge oder neue Herstellungsverfahren. Auch wenn nicht alle Aktionäre dieser Meinung seien und lieber kurzfristig Erfolge sehen würden, so schätzen gute Geschäftsleute laut Immelt auch den Weg zum Ziel. © pixabay
4. Wahrnehmung und Realität nicht auseinander klaffen lassen: "Für die Wahrheit braucht man Fakten und den entsprechenden Kontext", weiß Immelt. Sagen Sie also Ihre Meinung, aber binden Sie Tatsachen in einen entsprechenden Kontext ein und bieten Sie Lösungswege an. 
4. Wahrnehmung und Realität nicht auseinander klaffen lassen: "Für die Wahrheit braucht man Fakten und den entsprechenden Kontext", weiß Immelt. Sagen Sie also Ihre Meinung, aber binden Sie Tatsachen in einen entsprechenden Kontext ein und bieten Sie Lösungswege an.  © pixabay
5. Im Großen wie im Kleinen handeln, lang- und kurzfristig: Die besten Führer seien große Denker, weiß Immelt: "Man muss sich sowohl um Strategie als auch Details kümmern wollen" und dabei sowohl das kommende Quartal, als auch die nächsten zehn bis zwanzig Jahre im Blick haben. 
5. Im Großen wie im Kleinen handeln, lang- und kurzfristig: Die besten Führer seien große Denker, weiß Immelt: "Man muss sich sowohl um Strategie als auch Details kümmern wollen" und dabei sowohl das kommende Quartal, als auch die nächsten zehn bis zwanzig Jahre im Blick haben.  © pixabay
6. Vertrauen Sie Ihrem Team: "Wir entwickeln uns am schnellsten, wenn Teams auf ein Ziel hin arbeiten und ihnen Verantwortung übertragen wurde", berichtet der Management-Experte. Delegieren Sie Ihre Arbeit also ruhig an Ihre Mitarbeiter. 
6. Vertrauen Sie Ihrem Team: "Wir entwickeln uns am schnellsten, wenn Teams auf ein Ziel hin arbeiten und ihnen Verantwortung übertragen wurde", berichtet der Management-Experte. Delegieren Sie Ihre Arbeit also ruhig an Ihre Mitarbeiter.  © pixabay
7. Wir gewinnen in Märkten, nicht in Konferenzräumen: Führungskräfte sollten nicht den Fehler machen und nur im Sinne der Firma denken. Stattdessen sollte der Kunde und seine Bedürfnisse im Mittelpunkt stehen. Um sie zu gewinnen, zählen Taten mehr als Worte.
7. Wir gewinnen in Märkten, nicht in Konferenzräumen: Führungskräfte sollten nicht den Fehler machen und nur im Sinne der Firma denken. Stattdessen sollte der Kunde und seine Bedürfnisse im Mittelpunkt stehen. Um sie zu gewinnen, zählen Taten mehr als Worte. © pixabay
8. Lieben Sie Ihre Arbeit mehr als Ihre Position: Immelt legte laut eigener Angaben keinen Wert auf seinen Posten als CEO - aber er liebte die vielseitigen Aufgaben, die diese Stelle mit sich gebracht hat. 
8. Lieben Sie Ihre Arbeit mehr als Ihre Pos ition: Immelt legte laut eigener Angaben keinen Wert auf seinen Posten als CEO - aber er liebte die vielseitigen Aufgaben, die diese Stelle mit sich gebracht hat.  © pixabay
9. Niemals aufgeben: Wie Mike Tyson einst sagte: "Jeder hat einen Plan, bis er eins auf die Nase bekommt". Heißt: Erst wenn es einmal nicht läuft, zeigt sich, ob jemand Führungsqualitäten besitzt. Aufgeben dürfe man nie. "Zu Führen bedeutet eine tiefgehende Reise zu sich selbst zu machen", verrät Immelt. "Wie schnell kannst du lernen? Wie stark kannst du dich verändern? Was willst du geben? Was bringst du mit?" 
9. Niemals aufgeben: Wie Mike Tyson einst sagte: "Jeder hat einen Plan, bis er eins auf die Nase bekommt". Heißt: Erst wenn es einmal nicht läuft, zeigt sich, ob jemand Führungsqualitäten besitzt. Aufgeben dürfe man nie. "Zu Führen bedeutet eine tiefgehende Reise zu sich selbst zu machen", verrät Immelt. "Wie schnell kannst du lernen? Wie stark kannst du dich verändern? Was willst du geben? Was bringst du mit?"  © pixab ay
10. Schätzen Sie Ihre Mitarbeiter und deren Arbeit: "Das GE-Team war das Wichtigste auf der Welt für mich", verrät Immelt zum Schluss. "Man muss persönliche Beziehungen aufbauen. Top-Performer wollen Arbeit verrichten, die zählt. Und sie wollen Teil von etwas Großem sein." Deshalb müsse man seine Mitarbeiter immer unterstützen und jeden Tag alles geben.
10. Schätzen Sie Ihre Mitarbeiter und deren Arbeit: "Das GE-Team war das Wichtigste auf der Welt für mich", verrät Immelt zum Schluss. "Man muss persönliche Beziehungen aufbauen. Top-Performer wollen Arbeit verrichten, die zählt. Und sie wollen Teil von etwas Großem sein." Deshalb müsse man seine Mitarbeiter immer unterstützen und jeden Tag alles geben. © pixabay

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