Moderne Arbeitsteilung

"Ich hätte ihm mehr berechnen sollen": Ist es normal, dass ein Mann seine Frau dafür bezahlt?

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Als ihr Sohn geboren wurde, traf dieses Pärchen aus den USA eine ungewöhnliche Abmachung.

Eines ist klar: Wenn ein Baby auf die Welt kommt, verändert sich im Leben der Eltern vieles. Doch dieses Paar führte gleich noch eine ganz andere Abmachung ein.

Bevor sie ein Baby bekamen, lebten die US-Amerikanerin Melissa Petro und ihr Mann eine gleichberechtigte Beziehung, in der beide Vollzeit arbeiteten. Er als Berater für digitale Medien, sie als selbstständige Autorin. Die Finanzen und die Arbeit im Haushalt teilten sie 50:50. Doch als der Nachwuchs einzog, schloss das Ehepaar einen ungewöhnlichen Pakt.

Ungewöhnliche Abmachung: Mann bezahlt seine Frau für Kindererziehung

Petro war nach der Geburt mental und körperlich erschöpft. Das Baby und der Haushalt beschäftigten sie rund um die Uhr. Und was sollte nach dem Mutterschaftsurlaub geschehen? Ihr Gehalt als Selbstständige hätten die Betreuungskosten für das Kind nicht gedeckt. Also schloss sie mit ihrem Mann einen ungewöhnlichen Pakt: Er bezahlte sie für Kindererziehung, Hausarbeit und andere familiäre Verpflichtungen. "Anstatt Profis dafür zu bezahlen, bezahlten wir also einfach mich", erklärt Petro. Sie erfasste die Stunden, die sie wöchentlich im Haushalt arbeitete, legte einen Stundenlohn fest und zog ihren Beitrag zum Familienbudget davon ab. Doch Petro sagt: "Wenn ich jetzt darauf zurückschaue, muss ich zugeben, dass ich naiv war und nicht klar denken konnte."

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Abmachung scheitert: Frau hatte eigene Kraft überschätzt

Die US-Amerikanerin legte für die Kinderbetreuung einen Stundensatz von 13,50 Euro fest - das hätte auch die Kindertagesstätte gekostet. Und ihren Job musste sie auch nicht aufgeben, denn sie konnte ja schreiben, während das Kind schlief. Doch im Nachhinein sagt sie, sie hätte ihrem Mann mehr berechnen sollen. Denn als frischgebackene Mama hatte sie maßlos überschätzt, was sie in acht Stunden leisten könnte.

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Nach Baby und Haushalt hatte sie nicht einmal mehr Zeit zu duschen - geschweige denn zu schreiben. Und je älter das Baby wurde, desto mehr Zeit und Energie nahm es in Anspruch. Petros Mann half abends nach der Arbeit mit dem Kind. "Aber er half eben nur. Schließlich war ich diejenige, die dafür bezahlt wurde", erzählt Petro. Und es kam zu einer unguten Entwicklung.

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Paar hätte seine Abmachung genauer formulieren müssen

Der Vater trat von der Kindererziehung immer weiter zurück und überließ ihr das Ruder. Auch wenn beide anwesend waren, war die Mutter für das Kind zuständig. Die Aufgaben hätten genauer definiert werden müssen, das Geld anders berechnet. "So fühlte ich mich inkompetent und unerfüllt, erschöpft und verärgert," erzählte Petro dem Karriere-Portal Business-Insider. "Mein Mann sah, dass es mir nicht gut ging. Und er begann, einen größeren Anteil am Familienbudget zu übernehmen. Er übernahm mehr Aufgaben bei der Kindererziehung und im Haushalt, ohne dass ich überhaupt danach gefragt hätte. Und ich stellte eine Hilfe ein. Ich gab einen großen Teil meines Einkommens aus, um ein Kindermädchen zu beschäftigen, das mir an drei Tagen pro Woche unter die Arme griff." Petro blühte in ihrem Job als Autorin auf. Doch dann wendete sich das Blatt erneut.

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Vater erfährt Arbeitspensum am eigenen Leib

Petros Mann verlor seinen Job - und erfuhr am eigenen Leib, was seine Frau all die Jahre zuvor geleistet hatte. "Mehr als einmal, wenn ich von meinem Büro zurück in die Wohnung kam, fand ich meinen normalerweise sehr ruhigen Mann in Tränen aufgelöst vor, überwältigt und frustriert von all den Aufgaben, die er noch auf seiner Liste hatte", erzählt Petro. Die Lektion, die das Paar daraus lernte: e in Kind großzuziehen, ist harte Arbeit - härter, als sie es sich hätten vorstellen können. Sobald Petros Mann einen neuen Job gefunden hatte, überließen sie die Kindererziehung den Profis: Ihr Sohn darf bald in die Kita gehen.

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Glücksspielautomaten-Komponist: In Las Vegas und Macau sind Komponisten angestellt, die Spieler mittels anregender Musik an den Automaten binden. Blinkende Lichter und visuelle Effekte haben lange nicht diese Wirkung. "Menschen werden ihr Geld an diesen Maschinen verlieren und meine Aufgabe ist, dafür zu sorgen, dass es ihnen Spaß macht", sagte Komponist Daniel Lee der Online-Plattform Focus.de. © Sebastian Gollnow/dpa
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Krankenhaus-Einbrecher: Krankenhäuser haben spezielle Sicherheitsvorkehrungen. Schließlich beherbergen sie wichtige Medikamente, Drogen, teure Geräten und sensible Patientendaten. Um diese Sicherheit zu prüfen, werden "Information Security Consultants" beauftragt, Namensschilder zu klauen, Türschlösser und Passwörter zu knacken und sich nachts im Krankenhaus einschließen zu lassen. © dpa / Frank Rumpenhorst
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Tacker-Klammern-Entferner: Heutzutage gibt es immer noch viele Papier-Akten, die digitalisiert werden. Anschließend müssen Schüler und Studenten im Ferienjob Tag für Tag die Tacker- und Büroklammern aus den Papierstapeln ziehen. Erst dann kann das Papier recycelt werden. © Ole Spata/dpa
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Fotos von toten Babys retuschieren: Wenn ein Baby tot geboren wird oder kurz nach der Geburt stirbt, möchten die Eltern oft noch ein Foto als Erinnerung haben. Spezielle Fotoagenturen setzen die Kinder dann in stilvollen Schwarz-Weiß-Fotografien in Szene - und das meist gratis. © Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa
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"Scrotoscoping":  Es ist eine Wortneuschöpfung aus dem englischen Wort "scrotum" für Hoden und "scope" für Raum oder Bereich. In diesem Job werden alle Anzeichen menschlicher Genitalien aus Filmen und TV-Serien herausretuschiert, damit der Film seine Altersfreigabe nicht verliert. © Sebastian Willnow/dpa-Zentralbild/dpa
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