Vorsicht

Wie lange ist die Krankschreibung eigentlich rückwirkend möglich?

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Eine Krankschreibung am ersten Tag ist manchmal ein unmögliches Unterfangen.

Am ersten Tag von Grippe & Co. gehen die meisten Arbeitnehmer noch nicht zum Arzt. Doch wie viele Tage kann der Arzt die Krankschreibung überhaupt rückdatieren?

Schüttelfrost, Fieber und Gliederschmerzen: Mit diesen Symptomen müssen sich Grippegeplagte oft am ersten Krankheitstag herumschlagen. An Arbeit ist in diesem Fall natürlich nicht zu denken. Und auch ein Arztbesuch erscheint am ersten Krankheitstag oft unmöglich - auch bei anderen Krankheiten. 

Krankschreibung: So lange schreibt der Arzt Sie rückwirkend krank

Arbeitnehmer, die nicht verpflichtet sind, schon am ersten Tag eine Krankmeldung beim Arbeitgeber vorzulegen, belassen es deshalb meist bei der ordnungsgemäßen Krankmeldung vor Arbeitsbeginn und verschieben den Arztbesuch auf einen anderen Tag. Laut §5 Entgeldfortzahlungsgesetz (EntgFG) muss eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (AU) ohnehin erst nach dem dritten Krankheitstag dem Unternehmen vorliegen (Ausnahme: anderslautende Vereinbarungen). Doch wie lange kann der Arzt einen Arbeitnehmer überhaupt rückwirkend krankschreiben und die AU rückdatieren?

Laut der Arbeitsunfähigkeits-Richtlinien (AU-RL) der deutschen Krankenkassen sollen Ärzte Arbeitnehmer eigentlich gar nicht rückwirkend krankschreiben, um einen Missbrauch des Systems zu verhindern. Grundsätzlich ist eine Rückdatierung der Krankschreibung jedoch in Ausnahmefällen möglich. Der Arzt muss auf jeden Fall gewissenhaft prüfen, ob der Patient auch schon am vorherigen Tag oder sogar noch länger davor krankgewesen sein kann. Deshalb kann Sie der Arzt maximal bis zu drei Tage rückwirkend krankschreiben

Lesen Sie auch: Krankschreibung: Drei Irrtümer, die leider immer noch kursieren.

Und: So bekommen Sie ganz sicher eine Krankschreibung, sagt Experte.

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Von Andrea Stettner

Überraschend: Diese fünf Berufe machen krank

In einigen Berufen melden sich die Mitarbeiter besonders häufig krank - sei es wegen Atemwegsinfektionen, Rückenschmerzen oder Depressionen. Welche Jobs die meisten Fehltage verursachen, zeigt eine Auswertung der Krankenkassen.
In einigen Berufen melden sich die Mitarbeiter besonders häufig krank - sei es wegen Atemwegsinfektionen, Rückenschmerzen oder Depressionen. Welche Jobs die meisten Fehltage verursachen, zeigt eine Auswertung der Krankenkassen. © dpa
Platz 5: Mitarbeiter der öffentlichen Verwaltung und Sozialversicherung - 18,6 Fehltage
Platz 5: Öffentliche Verwaltung und Sozialversicherung - 18,6 Fehltage © dpa
Platz 4: Angestellte der Müllabfuhr oder Recycling-Mitarbeiter - 19,4 Fehltage
Platz 4: Angestellte der Müllabfuhr oder Recycling-Mitarbeiter - 19,4 Fehltage © dpa
Platz 3: Verkehrsbranche wie LKW- oder Lokfahrer bzw. Mitarbeiter im Straßenbau - 19,8 Fehltage
Platz 3: Verkehrsbranche wie LKW- oder Lokfahrer bzw. Mitarbeiter im Straßenbau - 19,8 Fehltage © dpa
Platz 2: Mitarbeiter der Arbeitsvermittlung oder von Zeitarbeitsfirmen - 20,3 Fehltage
Platz 2: Mitarbeiter der Arbeitsvermittlung oder von Zeitarbeitsfirmen - 20,3 Fehltage © dpa
Platz 1: Post- und Paketzusteller - 22,8 Fehltage
Platz 1: Post- und Paketzusteller - 22,8 Fehltage © dpa

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