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Zu viel gezahlter Lohn: Was ist zu tun?

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Hat der Arbeitgeber versehentlich zu viel Lohn gezahlt, muss der Mitarbeiter diesen darauf hinweisen. © dpa

Keine Seltenheit: Ein Mitarbeiter ist gar nicht mehr bei seinem Arbeitgeber beschäftigt, erhält aber irrtümlich noch Gehalt. Was ist in einem solchen Falle zu tun?

Der Mitarbeiter muss den Arbeitgeber auf diese Tatsache hinweisen. Und er muss das Geld zurückzahlen. Darauf weist der Deutsche Anwaltverein hin. Er bezieht sich auf eine Entscheidung des Landesarbeitsgerichts Köln (Az.: 13 Sa 673/11).

In dem verhandelten Fall hatte ein Klinikarzt gekündigt. Irrtümlich überwies die Zahlstelle der Klinik noch zehn Monate lang das volle Gehalt - zwischen 3771 Euro und 3899 Euro netto monatlich. Die Zahlstelle hatte das Ende des Arbeitsverhältnisses versehentlich nicht registriert. Das Geld forderte die Klinik zurück. Mit Erfolg. Der Arzt könne sich nicht damit verteidigen, dass ihm der Irrtum nicht aufgefallen sei. Das zu viel gezahlte Geld dürfe er nicht behalten, auch wenn er selbst nichts für den Irrtum könne. Er müsse den Arbeitgeber unverzüglich über den Irrtum informieren. Diese Pflicht wirke auch über das Ende des Arbeitsverhältnisses hinaus.

dpa

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