Zum Web-Shop in vier Schritten

Den eigenen Online-Shop eröffnen: So geht's!

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Die Kaufkraft im Internet steigt von Jahr zu Jahr. Doch wie packt man den eigenen Online-Shop richtig an?

München - Einen eigenen Laden im Internet gründen: Für viele Unternehmer ein Muss, um mit der Konkurrenz mithalten zu können. Aber wie funktioniert das eigentlich und was gibt es zu beachten?

Laut den Zahlen der Statistik-Plattform Statista sollen durch Online-Handel alleine in Deutschland im Jahr 2014 bis zu 38,7 Milliarden Euro erwirtschaftet werden. Tendenz weiterhin steigend. Um da mit dem eigenen Geschäft noch wettbewerbsfähig zu bleiben, steigen auch viele kleine Unternehmen in den Online-Handel mit ein.

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Klingt doch eigentlich ganz einfach, oder? Eine Webseite aufgebaut,Angebote rein und schon brummt das Geschäft. Doch ganz so leicht ist der Weg zum eigenen Webshop nicht. Welche Tipps und Tricks es gibt und wie Sie ihre Produkte im Internet erfolgreich und problemlos an den Mann oder die Frau bringen können:

Schritt 1: Was kann ich und was will ich?

Am Anfang einer Unternehmung steht immer die Einkehr. Wieviel Arbeit möchte ich in meinen Shop investieren? Betreibe ich ihn nebenbei oder hauptberuflich? Was macht mich dabei einzigartig und hebt mich von anderen ab? Welche Produkte will ich eigentlich anbieten? Und in welcher Gewichtsklasse will ich mitspielen?

Die Fragen erscheinen zunächst nicht besonders wichtig, haben aber großen Einfluss darauf, wie erfolgreich der Online-Shop wird. Ohne Kreativität und Orginialität wird es schwierig, neben Riesen wie Amazon, Zalando und Co. zu bestehen und nicht in der Versenkung zu verschwinden.

Schritt 2: Rechtliche Grundlagen: Was gibt es zu beachten?

Auch rechtlich hält der Handel im Netz einige Fallen bereit. Um keine Post vom Anwalt zu bekommen, sollten sich angehende E-Commerce-Unternehmer immer über den neusten Stand informieren. Um sowohl Verbrauchern als auch Händlern zu helfen, rechtlich auf der sicheren Seite zu sein, bietet zum Beispiel das Zentrum für Europäischen Verbraucherschutz e.V. aktuelle Informationen zur Gesetzeslage an. Warum das Impressum auf der eigenen Seite so wichtig ist wird hier genauso erklärt wie das Widerrufsrecht. Auch aktuelle Urteile im Bereich Online-Handel werden von den Verbraucherschützern gelistet.

Schritt 3: Welcher Weg zum Online-Handel ist der Beste für mich?

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Wenn es konkret wird, stehen wieder ein paar Entscheidungen an. Denn einen Webshop zu betreiben, heißt nicht, alles alleine aufbauen zu müssen. Je nachdem welchen Umfang der Handel im Internet haben soll, gibt es auch die Möglichkeit, auf bereits vorhandenen Shopping-Portalen einen Händlershop einzurichten. Neben den alten Bekannten wie Amazon und Ebay finden sich mittlerweile viele Plattformen für Kreatives, wie zum Beispiel Dawanda oder Etsy. Aber Vorsicht: Alle verlangen von den Verkäufern bei gewerblichem Verkauf eine Provision in unterschiedlicher Höhe. Dafür ist der Aufwand, sich einen Shop auf den Plattformen einzurichten, relativ gering. Viele rechtliche Fragen stellen sich dann auch gar nicht mehr bzw. werden von dem jeweiligen Portal vorgegeben.

Wer eine langfristige Lösung sucht, der wird wahrscheinlich nicht auf eine eigene Webseite mit integriertem Online-Shop verzichten wollen. Hier gibt es ebenfalls unterschiedliche Lösungen - auch für alle, die keine nennenswerten Programmierkenntnisse haben. Im Gegensatz zu kostenlosen Open-Source Programmen wie ZenCart, Magento oder Oscommerce bieten viele Firmen ihre Shop-Software für Unternehmen nur kostenpflichtig an.

Bei den Open-Source Programmen kann der Händler seinen Shop individueller gestalten, allerdings ist dafür ein wenig Vorkenntnis nötig. Komplettlösungen dagegen sind meist einfach zu bedienen, den Luxus lassen sich die Anbieter aber auch gut bezahlen.

Welche Lösung auch immer es sein soll: Optisch ansprechend sollte das Layout auf jeden Fall sein.

Schritt 4: Eigener Web-Shop - und dann?

Neben der Optik ist auch ein gut organisierter Shop Garant für zufriedene Kunden. Statt unorganisiertem Chaos können angelegte Strukturen und Kategorien nicht nur den Käufern helfen, den Überblick zu behalten. Geschwindigkeit beim Versand wird von den Shoppern genauso hoch honoriert, wie passende, detaillierte und liebevolle Produktbeschreibungen.

Denn: Je genauer sich Kunden vor dem Bestellen über ein Produkt informieren können, desto seltener schicken sie es wieder zurück. Auch dauerhaft leere Bestände, die aus Faulheit nicht aus dem Shop entfernt werden, sorgen eher für Irritation statt für Shopping-Vergnügen. Besonders wichtig: ein freundlicher und ehrlicher Kontakt mit dem Kunden. So bleibt man dauerhaft in Erinnerung.

vf 

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